Stadt plant „lebendiges Quartier“ in Haueneberstein

Baden-Baden (hol) – Zwischen der Bertha-Benz-Straße und der Bahnhofstraße soll ein Neubaugebiet entstehen. Geplant ist aktuell ein Mix aus Mietwohnungen und Eigentum.

In dem Neubaugebiet soll ausreichend Platz für eine breite Bewohnerschaft aller Generationen entstehen. Grafik: Jasmin Vogt/BT, Quelle: pp a/s gmbh/Stadt Baden-Baden

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In dem Neubaugebiet soll ausreichend Platz für eine breite Bewohnerschaft aller Generationen entstehen. Grafik: Jasmin Vogt/BT, Quelle: pp a/s gmbh/Stadt Baden-Baden

Nach vielen Jahren der Diskussion und des Vertagens nimmt die Planung für das Neubaugebiet „In der Au II“ in Haueneberstein Fahrt auf. Die Stadtverwaltung hat eine Entwurfsplanung vorgelegt, die eine Mischung aus Einzel-, Doppel- und Reihenhäusern, Mietwohnungen und auch Betreutes Wohnen vorsieht.

Der Ortschaftsrat der Eberbachgemeinde soll in seiner nächsten Sitzung am kommenden Montag, 7. Juni, das Bebauungsplanverfahren für das 4,55 Hektar große Plangebiet im Nordwesten von Haueneberstein einleiten – der Gemeinderat könnte dann bei seiner Sitzung Ende Juni endgültig grünes Licht für das Projekt geben.

„Für eine breite Bewohnerschaft aller Generationen“

Auf dem Areal, das von Siemens-, Bahnhof- und Bertha-Benz-Straße sowie vom vor mehr als 20 Jahren entstandenen Wohngebiet „In der Au I“ begrenzt ist, soll „ein lebendiges Quartier entstehen mit unterschiedlichen barrierefreien und auch bezahlbaren Wohn- und Gebäudetypen“, heißt es in der Vorlage der Verwaltung – „für eine breite Bewohnerschaft aller Generationen“. Reserviert ist auch bereits eine Fläche für die angedachte Erweiterung der Firma Arku um ein Bürogebäude. Ein weiterer Bereich, in dem eine gemischte Nutzung aus Gewerbe und Wohnen stattfinden könnte, liegt am westlichen Eck des Baugebiets. Zusammen mit einer Einrichtung des Betreuten Wohnens (mit 3.000 Quadratmeter Wohnfläche) und einer Wohneinrichtung mit insgesamt zwölf Wohnungen für Behinderte (Inklusionswohnen) sollen diese Flächen als „Puffer“ zwischen dem benachbarten Gewerbegebiet und der Wohnbebauung im südwestlichen Abschnitt des Areals bilden.

Begrünte Aufenthaltsbereiche geplant

Die Verkehrserschließung soll über die Bahnhofstraße und über die Siemensstraße über zwei Stichstraßen erfolgen. Eine Erschließung von der vielfrequentierten Bertha-Benz-Straße aus sei nicht vorgesehen, heißt es in den Unterlagen, um den Verkehrsfluss auf der Umgehungsstrecke nicht zu stören. Innerhalb des Quartiers sind begrünte Aufenthaltsbereiche geplant, ein Spielplatz für Kleinkinder in unmittelbarer Nähe des Kindergartens und eine sogenannte „Grüne Fuge“ – ein Weg für Radfahrer und Fußgänger. Im städtebaulichen Konzept ist von Nachbarschaftshöfen, Carsharing-Stellplätzen und einem Generationengarten die Rede. Vorgesehen sind auch Tiefgaragen und begrünte Flachdächer.

Die Zustimmung des Ortschaftsrats gilt als sicher. Das Gremium hat sich seit 2020 in mehreren nichtöffentlichen Sitzungen mit dem Neubaugebiet beschäftigt und sich stets für die jetzt vorgelegte Variante ausgesprochen. Die Offenlage der Planungen ist für Juli und August vorgesehen. Da es sich bei dem Areal um eine ökologisch hochwertige Fläche handelt, muss die Stadt allerdings noch Flächen für Ausgleichsmaßnahmen suchen.

Ihr Autor

BT-Redakteur Harald Holzmann

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Erstellt:
5. Juni 2021, 07:00 Uhr
Lesedauer:
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