Stadt will bei Baumpflege klotzen

Rastatt (ema) – Auswirkungen des Klimawandels, Vorboten der Landesgartenschau, Expertise im eigenen Haus: Die Stadt Rastatt erwartet bei der Baumpflege starke Herausforderungen.

Baumschnittarbeiten in der Innenstadt: Die Stadt Rastatt will bei der Pflege künftig verstärkt auf eigene Kräfte setzen. Foto: Archiv

© pr

Baumschnittarbeiten in der Innenstadt: Die Stadt Rastatt will bei der Pflege künftig verstärkt auf eigene Kräfte setzen. Foto: Archiv

Die Stadt will deshalb künftig die technischen Betriebe deutlich stärken. Dem Gemeinderat schlägt die Verwaltung für die Sitzung am Montag (17.30 Uhr, Badner Halle) vor, grünes Licht zu geben für zwei weitere Baumpflegeteams mit insgesamt sieben Personalstellen sowie Investitionsmittel von 700.000 Euro für deren Ausrüstung mit Fahrzeugen und Maschinen zu bewilligen.

Dass die Stadt in dem Bereich verstärkt auf Eigenregie setzen könnte, deutete sich nach Diskussionen im Gemeinderat in den vergangenen Jahren an. Angesichts der dauerhaften Pflichtaufgabe, Grünflächen und insbesondere Bäume in gutem und leistungsfähigem Zustand zu halten, kam die Anregung vom Ratstisch, den verstärkten Einsatz von eigenem Personal zu prüfen.

Stammpersonal kennt sich besser aus

Weniger mit Fremdfirmen zu kooperieren und stattdessen die Dinge selbst in die Hand zu nehmen, hält man im Rathaus für sinnvoll. Unterm Strich wären die Kosten für die interne Lösung zwar höher als bei externer Vergabe. Neben der rein wirtschaftlichen Betrachtung führt man aber auch ins Feld, dass Stammpersonal bessere spezifische Kenntnisse hätte, was Örtlichkeit, Böden und Pflanzen angeht.

Hinzu kommt, dass Ausschreibungen in den vergangenen Jahren nicht unproblematisch waren, weil sich nicht immer ausreichend geeignete Unternehmen fanden.

Ergänzende Arbeiten, etwa Formschnitt auf dem Marktplatz, Kletterarbeiten, Seilwindenfällungen oder die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners, will man wegen besonderer Anforderungen weiter an externe Firmen vergeben.

Das Plädoyer für die Stärkung der eigenen Kräfte sieht die Verwaltung auch im Lichte der Landesgartenschau, die 2036 in Rastatt stattfindet. Sowohl für das Großereignis als auch zur Klimaanpassung werde der Baumbestand bald anwachsen müssen, so die Einschätzung. Bereits jetzt stehen auf stadteigenen Flächen inklusive der Ortsteile rund 44.000 Bäume (ohne den Stadtwald).

Zum Artikel

Erstellt:
15. Oktober 2021, 20:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 51sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Orte


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.