Stadtkapelle Bühl: Schwungvolles musikalisches Programm

Bühl (mf) – Einen gemütlichen Sommerhock hat der Vereins Pro West zusammen mit der Stadtkapelle Bühl durchgeführt.

Einen genussvollen Abend beschert die Stadtkapelle den Gästen im Biergarten des Hotels Am Froschbächel. Foto: Fuß

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Einen genussvollen Abend beschert die Stadtkapelle den Gästen im Biergarten des Hotels Am Froschbächel. Foto: Fuß

Zu einem schönen Sommerabend im Biergarten des Hotels Am Froschbächel hatte der Verein Pro West eingeladen. Wesentlichen Anteil an der stimmungsvollen Atmosphäre hatte die Stadtkapelle Bühl, die ein schwungvolles musikalisches Abendprogramm präsentierte.
Die knapp 30 Musikerinnen und Musiker waren nicht in ihrer Tracht, sondern in Freizeitkleidung zum Platzkonzert angetreten. Nur wenige Meter entfernt, im Vereinshaus, hatten sie eben die letzte Probe vor den Sommerferien beendet und spielten nun im Biergarten auf.

Peter Hirn, Vorsitzender des Vereins, freute sich über die gelungene gemeinsame Veranstaltung und warf einen Blick zurück. „Dirigent Rolf Hille hatte uns angesprochen, ob wir nicht zusammen einen solchen Sommerabend gestalten wollen. So hat die Weststadtgemeinschaft ein gesellschaftliches Ereignis, und die Musiker können zu einem letzten Konzert vor den Sommerferien aufspielen.“ In der Erinnerung von Rolf Hille war das übrigens genau andersherum. Wie auch immer – die beiden hatten offensichtlich zusammen eine gute Idee, die im vergangenen Jahr erstmals umgesetzt wurde. „Wir hatten damals einen Riesenandrang, mit dem wir nicht gerechnet hatten“, so Hirn. In diesem Jahr gab es coronabbedingt eine Begrenzung auf 80 Gäste.

In kurzer Zeit ein neues Programm zusammengestellt

Für die Stadtkapelle spielt dieser letzte Auftritt vor den Sommerferien in diesem Jahr eine besondere Rolle, denn der Corona-Lockdown über viele Wochen hinweg ist nicht spurlos an der Gruppe vorbeigegangen. „Das Zusammenspiel nach so langer Zeit wieder zu finden, ist ungeheuer schwierig. Das müssen wir uns wieder erarbeiten“, erklärte Rolf Hille im Gespräch mit dem BT. Man habe in kurzer Zeit ein Programm zusammengestellt, das im Zirkuszelt erstmals präsentiert wurde. „Das ist jetzt unser zweiter Auftritt. Wir sind einigermaßen spielfähig, aber noch lange nicht komplett“, so Hille. Auch das Spielen mit großem Abstand zu den anderen Musikern sei herausfordernd.

Das Publikum indes genoss die Musik. Angefangen vom Bühler Marsch über ein Walzer-Medley und den Böhmischen Traum bis hin zu Cherry Pink reichte das Programm des ersten Durchgangs. Dirigent Rolf Hille griff selbst zur Posaune, um zusammen mit Andreas Kuderer einen schmissigen „Dixie for Two“ aufzulegen. Nach einer kurzen Pause wurde es poppiger mit Summer of 69 und Hits von Dieter Thomas Kuhn und Marianne Rosenberg.

Der gastgebende Verein Pro West besteht seit 1998. Gegründet wurde er als Bürgerinitiative für eine nachhaltige Entwicklung des Stadtteils westlich der Bahnlinie. „‚Weststadt – wohin führt Dein Weg?‘ lautete der Titel unseres ersten Flugblattes“, erinnert sich der „harte Kern“ um Gründungsmitglied Monika Smith und Peter Hirn. Das ehemalige Konversionsgelände hätte niemals diese Entwicklung mit einer Durchmischung der Bevölkerung erfahren ohne die Bürgerinitiative, die vom damaligen Oberbürgermeister Hans Striebel von Anfang an unterstützt worden sei.

„Heute haben wir einen richtig schönen Stadtteil, in dem die Geselligkeit und das Zusammengehörigkeitsgefühl im Mittelpunkt sehen“, lautet die einstimmige Einschätzung der Vorstandschaft. Gleichwohl gebe es nach wie vor Probleme, denen sich der Verein widme, wie etwa fehlender Parkraum und der Lärm durch die Bahnlinie. „Auch im 22. Jahr unseres Bestehens ist Pro West präsent und aktiv. Wir haben 200 Mitglieder und eine funktionierende Vereinsarbeit“, so Hirn.

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Erstellt:
27. Juli 2020, 14:00 Uhr
Lesedauer:
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