Städtische Lokalitäten sollen wiederbelebt werden

Rastatt (dm) – Fürs leer stehende Café Pagodenburg in Besitz der Stadt läuft ein Interessenbekundungsverfahren. Gegenüber in der Badner Halle entsteht derweil eine Vermietlocation im früheren Lokal.

Derzeit noch im Dornröschenschlaf: Das Café Pagodenburg. Im kommenden Jahr soll es daraus geweckt werden. Foto: Frank Vetter

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Derzeit noch im Dornröschenschlaf: Das Café Pagodenburg. Im kommenden Jahr soll es daraus geweckt werden. Foto: Frank Vetter

Am Rand des Rastatter Murgparks rückt die Wiederbelebung städtischer Lokalitäten in den Blick. Im hinteren Areal bereitet der Eigenbetrieb der Badner Halle sein einstiges Café auf die künftige Vermietung für Feiern oder Empfänge vor, auf der gegenüberliegenden Seite, am Wasserturm, bemüht sich die Stadt um die Neuverpachtung des Cafés Pagodenburg.
Dort hatten Ende 2020 die bisherigen Pächter Michael und Ingrid Hauns die Schlüssel rumgedreht. In der Folge führten „vielversprechende“ Gespräche mit einem potenziellen Nachfolger des Lokals in Besitz der Stadt zu keinem greifbaren Ergebnis. Weil vor einer langfristigen Verpachtung eine Sanierung und technische Aufrüstung erforderlich sei, kam man dann auf die Idee, die Zeit bis dahin mit einem temporären Cafébetrieb zu überbrücken. Doch auch dies scheiterte. Es habe zwar einen Interessenten gegeben, der aber ebenfalls abgesprungen sei, wie die städtische Pressesprecherin Heike Dießelberg auf Nachfrage des BT erläuterte.

Gastronomie für breit gefächertes Publikum

Fest steht: Die Räumlichkeiten im und um den Wasserturm sollen weiter gastronomisch genutzt werden.

Die Suche ist jetzt in Form eines „offenen Interessenbekundungsverfahrens“ gestartet, das bis zum 2. September läuft. Interessenten, die daraufhin zu einem Ortstermin geladen werden, können dann bis 27. September eine Bewerbung samt Konzept abgeben. Ziel ist, wie der städtische Gebäudemanager Markus Jülg jüngst im Gemeinderat sagte, den Betrieb Ende 2021 zu vergeben, sodass dieser im Laufe des Jahres 2022 starten kann. Gewünscht ist ein ganzjähriges und ganztägiges Gastronomieangebot, das ein relativ breit gefächertes Publikum ansprechen soll.

Schon weiter, was Umgestaltung und Ausstattung anbetrifft, ist man im ehemaligen Café/Restaurant im rückwärtigen Teil der Badner Halle, das sich mit den Fensterfronten Richtung Murgpark und Fluss (samt Terrasse) öffnet. Ein Lokal, dass unter verschiedenen Pächtern in der Vergangenheit im Ganztagesbetrieb nie wirklich funktioniert hat und schon viele Jahre still steht. Doch im vergangenen Jahr hat der Eigenbetrieb Kultur & Veranstaltungen selbst die Bewirtung der Halle übernommen, in diesem Zuge beschlossen, das Café künftig als Event-Location für Feiern oder Tagungen zu vermieten und dafür eine Ertüchtigung in Angriff genommen.

Auf der Zielgeraden

Damit ist man nun auf der Zielgeraden angekommen, so die Eigenbetriebsleiterin Carola Gerbeth. Neues Mobiliar sowie Lampen fehlen noch, aber man rechne damit, in Bälde loslegen zu können – allerdings nicht als regulärer Gastronomiebetrieb, tritt sie im BT-Gespräch etwaigen Missverständnissen gegenüber. Das Café wird ausschließlich als separat miet- und nutzbare Lokalität zur Verfügung stehen. Ziel sei es, eine schön gelegene Örtlichkeit für kleinere Feiern für 30 bis 70 Personen caterer-frei anzubieten. Diese Möglichkeit sei bereits in den vergangenen Jahren vielfach angefragt, von früheren Pächtern seit Schließung des Restaurants im Jahr 2012 aufgrund wirtschaftlicher Überlegungen aber nicht verfolgt worden.

Der Eigenbetrieb geht davon aus, die Räumlichkeiten so nun neu beleben zu können. Die Nutzungsgebühren stehen schon fest: 250 Euro für bis zu fünf Stunden beträgt das Grundentgelt, jede weiter Stunde kostet 50 Euro. Werden Auf- oder Abbautage gewünscht, schlagen diese mit nochmals 250 Euro zu Buche.

In der Aufwachphase: Das Café in der Badner Halle. Eigenbetriebsleiterin Carola Gerbeth hofft auf Wiederbelebung der Räume durch Vermietung für Feiern oder Empfänge. Foto: Frank Vetter

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In der Aufwachphase: Das Café in der Badner Halle. Eigenbetriebsleiterin Carola Gerbeth hofft auf Wiederbelebung der Räume durch Vermietung für Feiern oder Empfänge. Foto: Frank Vetter

Ihr Autor

BT-Redakteur Daniel Melcher

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Erstellt:
14. August 2021, 08:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 32sec

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