Starkstromanlagen in Baden-Baden verschwinden

Von BT-Redakteur Harald Holzmann

Baden-Baden (hol) – Die Stadtwerke hat mit dem Rückbau der Starkstromanlagen in der Wörthstraße begonnen. Das freiwerdende Areal wird erst einmal begrünt.

Starkstromanlagen in Baden-Baden verschwinden

Die Starkstromanlagen neben dem Wohnmobilhafen in Oos ist derzeit eine Baustelle. Die Einrichtung wird zurückgebaut. Foto: Harald Holzmann

Die Starkstromanlagen direkt neben dem Wohnmobilhafen in Oos werden in den kommenden Wochen abgebaut. Das bestätigte Martin Weßbecher, der bei den Stadtwerken für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist.

Bei der technischen Anlage zwischen dem Wohnmobilhafen und der Wörthstraße handelt es sich um eine Station der Stadtwerke, in der hinter hohen Sicherheitszäunen unter anderem das 110-Kilovolt-Einspeisekabel untergebracht ist, welches das Umspannwerk in Oos in der Bauernfeldstraße mit dem Umspannwerk in der Waldseestraße verbindet. An dieser Stelle war laut Wessbecher bisher auch eine Messanlage eingebaut, mit der genau gemessen wurde, wie viel Strom die Stadtwerke von ihren überregionalen Lieferanten beziehen. Diese Station befindet sich seit geraumer Zeit aber im Umspannwerk in der Bauernfeldstraße am Rande der Cité.

Sanierung kostete mehr als neun Millionen Euro

Der Bereich dort ist nämlich in den zurückliegenden Jahren für fast neun Millionen Euro auf den neuesten Stand gebracht und in diesem Zusammenhang auch komplett eingehaust worden. Im Zuge der Sanierungsarbeiten sei die Messanlage dort eingebaut worden. Sie werde in der Wörthstraße nicht mehr benötigt, so Wessbecher weiter.

Alle bisher in der Wörthstraße oberirdisch stehenden Einrichtungen werden jetzt zurückgebaut. „In der momentan sichtbaren Baugrube wird derzeit die Verbindung zwischen den zu- und abführenden Kabeln hergestellt“, teilt er weiter mit. Die Arbeiten werden demnach noch gut vier Wochen dauern und voraussichtlich Ende November abgeschlossen sein.

Was danach mit dem freien Grundstück passiert, ist noch unklar. Zeitweise war in dem Bereich der Neubau des Stadtarchivs vorgesehen gewesen. Das soll nun aber in wenigen Hundert Meter Entfernung in einem leer stehenden Firmengebäude in der Straße Im Metzenacker unterkommen. Auch der Neubau der Probebühne des Theaters war an dieser Stelle in der Wörthstraße angedacht gewesen. Diese ist nun aber in der Etage über dem städtischen Busdepot in Oos untergebracht.

In direkter Nachbarschaft zu dem Areal, das von den Stadtwerken bis Ende November geräumt wird, befindet sich der Wohnmobilhafen. Die Stellplätze dort sind selbst bei schlechtem Wetter oft alle besetzt. Ob die Einrichtung erweitert werden soll, darüber macht man sich im Rathaus nun Gedanken. Derzeit sei das nicht geplant, so Wessbecher, deshalb werde das Areal erst mal begrünt. Zukünftig sei eine Erweiterung der Stellplätze aber möglich.