Stars zum Sonnenuntergang

Bruchsal (BNN) – Bruchsal feiert sein Schloss mit namhaften Künstlern bei Klassik, Jazz und Swing auf einer Open-Air-Bühne.

Perfektes Ambiente: Dieser Entwurf zeigt den Plan für die Bühne des Schlossfestivals auf dem Brunnen vor der Kulisse des Bruchsaler Schlosses. Foto: Tourismus Bruchsal

© pr

Perfektes Ambiente: Dieser Entwurf zeigt den Plan für die Bühne des Schlossfestivals auf dem Brunnen vor der Kulisse des Bruchsaler Schlosses. Foto: Tourismus Bruchsal

Klotzen, nicht kleckern. Die Stadt Bruchsal plant zum 300. Geburtstag des Schlosses ein besonderes Sommer-Festival, bei dem Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick zurecht von „Superlative“ spricht.

Gerade in schwierigen Zeiten wie diesen „sind das Schloss und die Stadt mit ihrer Geschichte der Zerstörung und des Wiederaufbaus ein ermutigendes Signal“, betont das Stadtoberhaupt bei einer Pressekonferenz anlässlich der Feierlichkeiten zum 300. Stadtgeburtstag. „Kulturpolitik und die Weltsituation gehören zusammen. Wir senden ein Zeichen der Leidenschaft. Das, was wir hier bieten, ist von ganz besonderer Klasse.“

Klingende Palette aus Klassik, Jazz und Swing

Ende Juli, wenn die Tage lang und die Nächte kurz sind, wird der Sonnenuntergang eine Open-Air-Bühne im Brunnen vor der barocken Fassade des Bruchsaler Schlosses in warmes Licht tauchen zu allabendlichen und wahrhaft besonderen musikalischen Ereignissen. Zu erleben ist in der Woche des Schlossfestivals vom 28. Juli bis 7. August eine klingende Palette aus Klassik, Jazz und Swing fürs Herz – geboten von Meistern ihres jeweiligen Fachs.

Schon der Auftakt am 28. Juli ist eine Reise nach Bruchsal wert. Die Staatsoper Stuttgart gastiert mit Puccinis Werk „Tosca“. Dirigiert wird die Aufführung von dem Stuttgarter Generalmusikdirektor Cornelius Meister, der in diesem Jahr sein Debüt bei den Bayreuther Festspielen gibt. Zur Besetzung gehören die Sopranistin Maria Agresta und der Tenor Martin Muehle, mehr als 150 Musikerinnen und Musiker der Staatsoper Stuttgart gestalten den Abend. Weiter geht es am 29. Juli mit einem Gala-Konzert, das Höhepunkte aus Richard Wagners „Lohengrin“ ebenso umfasst wie Ludwig van Beethovens 7. Sinfonie.

Bruchsal lässt für diese Gala sprichwörtlich die Stars der Szene einfliegen. Gut möglich, dass Gralsritter Lohengrin dies sogar selbst tut: Denn der Tenor Klaus Florian Vogt ist dafür bekannt, dass er seine Ziele als Pilot eines Kleinflugzeugs selbst ansteuert.

Womit der erste Knaller von vielen benannt wäre: Mit Vogt kommt nämlich nicht nur ein außergewöhnlicher Tenor nach Bruchsal. Der Sänger, der aus gutem Grund gerne mit dem legendären Fritz Wunderlich verglichen wird, bringt zur Gala seine Parade-Partie mit: den Lohengrin aus Richard Wagners gleichnamiger Oper, mit dem Vogt schon mehrmals bei den Bayreuther Festspielen und in weiteren Opernhäusern der Welt die Herzen schmelzen ließ. Zusammen mit der Sopranistin Simone Schneider in der Rolle der Elsa bringt er die Höhepunkte der Oper in die Schlossarena.

Gregory Porter kommt exklusiv nach Bruchsal

Doch nicht nur Klassikfreunde haben die Veranstalter im Blick. Zum Programm gehören vielversprechende Abende etwa mit dem Jazz-Sänger Gregory Porter, der für Bruchsal exklusiv am 3. August sein einziges Konzert in Deutschland mit Big-Band ankündigt. Ebenfalls mit der SWR Big Band unter der Leitung von Magnus Lindgren gastiert der charmante Sänger und Entertainer Curtis Stigers (31. Juli). Bei der „Las Vegas Show“ widmet sich der Jazz-Sänger Sinatra-Songs aus dem legendären Programm der 60er Jahre in Las Vegas. Weitere Höhepunkte versprechen die Abende mit dem Geiger Daniel Hope (1. August), dem Trompeter Till Brönner (30. Juli) oder den fetzigen Blechbläsern von German Brass (2. August).

Auch die Jugend soll leuchtende Augen bekommen: Zum Abschluss will das Team um Frank Kowalski, dem Geschäftsführer der Bruchsaler Tourismus-, Marketing- und Veranstaltungs-GmbH, mit dem DJ Alex Christensen und dem Berlin Orchestra begeistern. Klassik und Hits aus den 80er und 90er-Jahren lassen bei einer Lichtshow Disko-Fieber aufglühen.

Dass eine derart hochkarätige Riege aufgeboten werden kann, ist Martin Gantner zu verdanken. Der Bariton hat die künstlerische Leitung beim Bruchsaler Schlossfestival übernommen und freut sich bei der Pressekonferenz per Live-Schaltung von der Probenbühne der Salzburger Festspiele aus schon jetzt auf das Programm, in dem mit Vivaldi und Bach, mit Klassik, Jazz und mit Swing das Jahr der Schlossgründung 1720 mit der Gegenwart verschmelzen sollen. Karten gibt es ab sofort: www.schlossfestival.de


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.