Start in die Badesaison in Baden-Baden ohne Corona-Beschränkungen

Baden-Baden (nof) – Seit 2019 hat es keine Badesaison mehr ohne Corona-Beschränkungen gegeben, nun ist es aber soweit. Bertholdbad und Strandbad Sandweier öffnen am 1. Mai – ohne Einschränkungen.

Wasser marsch: Das Becken des Bertholdbads wird wieder befüllt, zeigt Bäderchef Thomas Müller. Foto: Nico Fricke

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Wasser marsch: Das Becken des Bertholdbads wird wieder befüllt, zeigt Bäderchef Thomas Müller. Foto: Nico Fricke

Keine Registrierung, keine Besucherzahlbeschränkung, keine Maskenpflicht: Die Freibäder steuern nach Stand der Dinge auf die erste Freibadsaison ohne Corona-Auflagen seit dem Jahr 2019 zu. Und stehen schon in den Startlöchern: Den Auftakt machen das Bertholdbad und das Strandbad Sandweier, die am 1. Mai öffnen wollen.

Das Hardbergbad und das Freibad Steinbach folgen zwei Wochen später. Dort sollen ab dem 14. Mai die Badefreunde und Sonnenanbeter wieder auf ihre Kosten kommen. Dann schließt das Hallenbad des Bertholdbads über die Sommermonate.

„Die Vorfreude ist schon groß“, sagt Thomas Müller. Der Leiter der Bäderbetriebe bei den Stadtwerken Baden-Baden und sein Team bereiten derzeit die städtischen Freibäder auf den Saisonstart vor – und zwar unter „Normalbedingungen“. Ein Freibadbesuch, wie man ihn von früher, also von vor der Corona-Pandemie kennt, möchten die Verantwortlichen ihren Gästen ermöglichen.

„Bei den Vorbereitungen hilft uns das derzeit gute Wetter natürlich sehr“, sagt Müller. Denn so manche Reparaturarbeit könne nur im Trockenen vorgenommen werden. Zum Beispiel der Austausch defekter Fliesen. Dafür wurde auch das Wasser aus den Becken gelassen. „Im Bertholdbad sind wir damit fertig“, erklärt Müller. Deshalb kann dort das Wasser auch schon wieder sprudeln. Rund 1.400 Kubikmeter fasst das Becken, das nun wieder befüllt wird. „Zudem wurden die Bäume auf Totholz kontrolliert.“ Damit soll die Sicherheit der Schatten suchenden Badegäste gewährleistet werden. Der Rasen ist gemäht, die Hecken sind geschnitten. Nun muss nur noch die Chlorungsanlage überprüft werden, so Müller, der der Badesaison ohne Corona-Beschränkungen schon sehr entgegenfiebert.

Saisonkarten wieder erhältlich

In den beiden vergangenen Jahren sah es noch ganz anders aus. Zuerst hieß es abwarten, ob die Bäder überhaupt öffnen dürfen, dann galt es die Corona-Auflagen zu erfüllen. Online-Anmeldung, Besucherzahl-Beschränkung und vieles mehr mussten organisiert und umgesetzt werden. Das fällt in dieser Saison weg. Wobei: Ganz wolle man auf die positiven Effekte der Corona-Regelungen nicht verzichten, sagt Müller: „Das Einbahnschwimmen mit gespannten Seilen im Becken hat sich bewährt“, erklärt der Bäderchef. „Da gab es mehr positive Rückmeldungen als Beschwerden. Da wollen wir vermutlich dran festhalten.“ Die Eintrittspreise bleiben stabil, verkündet Thomas Müller außerdem. Trotz steigender Energiekosten. Und erstmals gibt es auch wieder die beliebten Saisonkarten, die während der Pandemie nicht angeboten wurden.

Was ist noch neu? Das Café im Hardbergbad erhält nicht nur einen neuen Anstrich, sondern auch einen neuen Pächter. Die „Schwimmbad Cengiz Gastronomie“, die mehr als 20 Jahre Erfahrung in diesem Bereich mitbringe, übernimmt dort zum Saisonstart. 3.700 Kubikmeter Wasser werden im Hardbergbad in die verschiedenen Becken eingelassen.

Hoffnung auf viele Badetage

„Das Freibad Steinbach hat eine neue behindertengerechte Dusche und Toilette bekommen“, sagt Müller. Und im Strandbad Sandweier wird der Nichtschwimmerbereich mit 40 Tonnen Sand aufgeschüttet, um wieder Urlaubsgefühl zu vermitteln.

Thomas Müller hofft nun natürlich auf einen tollen Sommer mit vielen Badetagen und vielen Badegästen, die in den vier städtischen Freibädern unbeschwert das kühle Nass und die Sonne genießen können. Denn die schlechte Besucher-Bilanz des Vorjahrs sei weniger auf die Corona-Beschränkungen zurückzuführen, als viel mehr auf das trübe Wetter, blickt Müller zurück: „2021 war einfach kein Freibadsommer. Das wird dieses Jahr hoffentlich anders.“

Ihr Autor

BT-Redakteur Nico Fricke

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Erstellt:
21. April 2022, 20:30 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 38sec

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