Statisten für Fernsehdoku gesucht

Rastatt (sl) – Die Rastatter Kriegsverbrecherprozesse von 1946 und 1947 werden Thema einer Fernsehdoku. Für die Dreharbeiten im Rastatter Schloss werden noch Statisten gesucht.

Nach dem Krieg wird Verantwortlichen des Nazi-Regimes im Ahnensaal des Rastatter Schlosses der Prozess gemacht. Einige enden unter dem Fallbeil. Foto: Archiv

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Nach dem Krieg wird Verantwortlichen des Nazi-Regimes im Ahnensaal des Rastatter Schlosses der Prozess gemacht. Einige enden unter dem Fallbeil. Foto: Archiv

Die Prozesse der Nachkriegszeit gegen Verantwortliche des Nationalsozialismus im Rastatter Schloss waren schon Gegenstand von Büchern und Zeitungsberichten, auch im BT. Jetzt produziert Moving Story Media aus Hamburg eine 90-minütige Dokumentation mit szenischen Elementen über die „Rastatter Prozesse“ für den SWR/SR und Arte.

„Dafür suchen wir Statisten im Alter zwischen 18 und 50 Jahren, die unter anderem Publikum, Angeklagte, Richter, Gerichtsschreiber und Journalisten spielen könnten“, wirbt Produzent Jörg Kunkel um Mitwirkende. Die gesamten Dreharbeiten finden im Rastatter Schloss, hauptsächlich im Ahnensaal, von Dienstag, 17. März, bis Samstag, 21. März, jeweils im Zeitraum von 8 bis 18 Uhr statt. Am Mittwoch, 18., und Donnerstag, 19. März, dreht das Team die Szenen mit Angeklagten und Publikum. „An diesen Tagen haben wir einen sehr hohen Bedarf an weiblichen und männlichen Mitwirkenden“, sagt Kunkel.

Vereine und Einzelpersonen können sich melden

Die Verantwortlichen würden sich freuen, wenn Menschen aus der Region entweder als Gruppe oder Verein oder auch Einzelpersonen Interesse hätten, an dem Filmprojekt mitzuwirken. „Melden Sie sich gerne auch dann, wenn bei Ihnen nur einzelne Tage möglich sind“, schlägt Kunkel vor. Neben dem Erlebnis, bei solchen Dreharbeiten mitzuwirken und sich möglicherweise im fertigen Film zu sehen, winkt auch eine kleine Aufwandsentschädigung. Interessenten bittet Kunkel darum, eine E-Mail zu schicken an rastatt@moving-story.productions mit Kontaktdaten, Verfügbarkeit, zwei aktuellen Fotos (einfache Handyfotos Ganzkörper und Porträt) sowie Konfektions- und Schuhgröße für die Kostümbildnerin.

Die historischen Szenen spielen von Sommer 1946 bis Frühjahr 1947. Deshalb sollten die Statisten keine sichtbaren Tätowierungen, Strähnchen, „Undercuts“ oder Bärte haben. Außerdem wäre eine Konfektionsgröße zwischen 38 und 42 bei den Damen und 48 und 52 bei den Herren wünschenswert, umreißt der Produzent die Anforderungen. Für weitere Fragen steht das Team auch telefonisch zur Verfügung: (0171) 5398302.

Bereits im Frühjahr 2018 drehte ein Fernsehteam im Auftrag der Hamburger Produktionsfirma im Schloss Szenen für eine Fernsehdokumentation mit Spielszenen für Arte und den SWR über den in Rastatt wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit verurteilten Unternehmer Hermann Röchling (wir berichteten). Die TV-Doku wurde im März vergangenen Jahres ausgestrahlt.

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Erstellt:
29. Februar 2020, 07:00 Uhr
Lesedauer:
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