Staufermedaille für Friedebert Keck

Gernsbach (ueb) – Der Gernsbacher Friedebert Keck hat am Mittwoch die Staufermedaille erhalten. Die Auszeichnung wurde von Regierungspräsidentin Sylvia Felder in der Stadthalle überreicht.

Regierungspräsidentin Sylvia Felder überreicht dem Gernsbacher Friedebert Keck die Staufermedaille. Foto: Dagmar Uebel

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Regierungspräsidentin Sylvia Felder überreicht dem Gernsbacher Friedebert Keck die Staufermedaille. Foto: Dagmar Uebel

Für sein uneigennütziges, ehrenamtliches Engagement hat Friedebert Keck am Mittwoch die Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg erhalten. Feierlich an ihn überreicht wurde die Auszeichnung von Regierungspräsidentin Sylvia Felder in der Gernsbacher Stadthalle.

„Als Dank und Anerkennung für besondere Verdienste um unser Land Baden-Württemberg ehre ich Herrn Friedebert Keck“, so lautet der Text auf der Urkunde, die dem 79-jährigen Ur-Gernsbacher Friedebert Keck verliehen wurde. Auf dem Dokument ist außerdem die Unterschrift von Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann zu lesen.

Bürgermeister Julian Christ eröffnete den Festakt. In seiner Rede rief er den Anwesenden Gernsbacher Originale wie den Katz’schen Garten, das Alte Rathaus, Schloss Eberstein und die kunsthistorischen Wohnbauten ins Gedächtnis. All das, genauso wie die Bürger, seien aus der Stadt nicht wegzudenken. Es seien die Menschen, die eine Stadt mit Leben füllten. „Menschen, die wie Sie, Herr Keck, mit Herzblut und Engagement die Entwicklung einer Stadt maßgeblich mitgestalten und hierfür persönliche Interessen hintanstellen“, sagte Christ.

Viel Lob für CDU-Urgestein

Am Ehrentag gehe es nicht um Bauwerke oder Institutionen, „es steht eine Persönlichkeit im Mittelpunkt, ein ‚Original Gernsbacher‘, oder besser gesagt: Ein Gernsbacher Original“, fuhr der Bürgermeister fort. Als „Ur-Gernsbacher“ und fest in seiner Heimatstadt verankert, kenne Keck deren Stärken und Schwächen. Er sei in seiner Zeit als Stadtrat Bürgern in zahllosen Gesprächen auf Augenhöhe begegnet und habe stets ein offenes Ohr für deren Anliegen bewiesen.

„Bei meinem Amtsantritt im Jahre 2017“, blickte Christ zurück, „waren Sie bereits 25 Jahre als Gemeinderat aktiv. Bis zu Ihrer Verabschiedung im Jahre 2019 lernte ich Sie kennen als aktiven Stadtrat mit aufrechter Haltung, als Kommunalpolitiker, der auch in hitzigen Debatten kühlen Kopf behält und sich nicht scheut, sich eine gewisse Unabhängigkeit zu bewahren.“

Keck war 25 Jahre lang stellvertretender Bürgermeister. Das CDU-Urgestein übernahm während seiner politischen Laufbahn zahlreiche Aufgaben, trug unzählige Projekte mit und war bei Besuchen vieler Jubilare ein gern gesehener Gast. Vor knapp vier Jahrzehnten kandidierte er zum ersten Mal für die Christdemokraten. „Es gibt kaum jemanden in Gernsbach, der Sie nicht kennt und schätzt“, ist sich Christ sicher.

Verewigung im „Goldenen Buch der Stadt Gernsbach“

Darüber hinaus lobte er Kecks Einsatz für die Städtepartnerschaft mit Baccarat, seine zahlreichen Engagements über die Kommunalpolitik hinaus, wie beispielsweise seine Mitgliedschaft im Schwarzwaldverein. Mit den Worten: „Ich freue mich sehr darüber, dass Sie sich im Goldenen Buch der Stadt Gernsbach verewigen werden“, beendete Gernsbachs Bürgermeister seine Laudatio.

Diesen Lobesworten schloss sich Sylvia Felder an. Zudem erklärte sie: „Die Staufermedaille ist eine besondere, persönliche Auszeichnung des Ministerpräsidenten für Verdienste um das Land Baden-Württemberg und seine Bevölkerung.“ Mit ihrer Verleihung sollen Verdienste um das Gemeinwohl geehrt werden, die über die beruflichen Pflichten hinaus im Rahmen eines langjährigen ehrenamtlichen, gesellschaftlichen oder bürgerschaftlichen Engagements erworben wurden. In ihrer Erläuterung spannte sie den Bogen vom Wirken des im 11. bis zum 13. Jahrhundert lebenden Adelsgeschlechts der Staufer bis zum heutigen ehrenamtlichen Engagement.

„Wir statt ich“, lautete Felders Credo. Es sei ihr Wunsch, dass aus Worten Taten werden. „Für eine Sache brennen, sich mitreißen lassen, Vorbild sein“, diese Eigenschaften sieht die Regierungspräsidentin in Friedebert Keck. Dabei betonte sie dessen vielfältiges Wirken auf politischer, kirchlicher und gesellschaftlicher Ebene. Ihn zeichne eine Grundhaltung aus, die hohe Wertschätzung und Anerkennung verdiene.

Nicht verbissen sein und andere Meinungen akzeptieren

Bei so vielen positiven und wohlgemeinten Worten blieb Friedebert Keck nur wenig Spielraum, um sich zu äußern. Neben seiner Freude über die Verleihung der Medaille und der Urkunde durch das Land und der Ehre, sich ins „Goldene Buch“ der Stadt Gernsbach eintragen zu können, beschrieb er, wie er in seine Funktionen hineinwuchs.

Er habe sich immer gerne neuen Aufgaben gestellt. Dabei habe er manchmal einen langen Atem gebraucht, wie der Geehrte sagte. Doch er zeigte sich auch von einer selbstkritischen Seite. So habe er erst lernen müssen, nichts verbissen zu sehen sowie andere Meinungen ohne Groll zu prüfen und zu akzeptieren.

Ihr Autor

Dagmar Uebel

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Erstellt:
11. November 2021, 17:56 Uhr
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