Steinmauern setzt stärker auf Umweltschutz

Steinmauern (HH) – Die Gemeinde Steinmauern tritt zwei Vereinigungen bei, die dabei helfen sollen, Umweltbelange in der Kommune besser umzusetzen.

Mit dem Radl da: Für Velonutzer und Fußgänger soll umweltfreundliche Fortbewegung in Steinmauern leichter und sicherer werden. Foto: Helmut Heck

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Mit dem Radl da: Für Velonutzer und Fußgänger soll umweltfreundliche Fortbewegung in Steinmauern leichter und sicherer werden. Foto: Helmut Heck

Mehr Fahrrad fahren, öfter zu Fuß gehen, die biologische Vielfalt von Fauna und Flora fördern, das sind Anliegen, denen die Gemeinde mehr Bedeutungen verschaffen will. Dabei sollen zwei Vereinigungen helfen, zu denen der Gemeinderat jüngst den Beitritt erklärte. Das Gremium folgte damit den Bitten der Verwaltung. Man wolle „Zeichen für mehr Naturschutz“ setzen, begründete Bürgermeister Toni Hoffarth die Mitgliedschaft im Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“, das sich der Beschreibung zufolge 2012 gebildet hat. Es ist ein eingetragener Verein, dem sich schon bei der Gründung 60 Gemeinden angeschlossen haben, war in der Erläuterung zu lesen.

Der Beitritt sei im Quartett der MÖBS-Gemeinden abgesprochen worden, berichtete Hoffarth. Man verspreche sich, von Ideen des Bündnisses und Werbematerialien profitieren zu können. In den Papieren fand sich ein Faltblatt, mit dem der Zusammenschluss über seine Arbeitsfelder und Ziele Auskunft gibt. Bis Januar 2020 war die Mitgliederzahl demnach auf 222 gestiegen, sie verteilen sich auf fast alle Bundesländer. Sitz des Bündnisses ist Radolfzell.

Fahrrad- und Fußgängerverkehr sollen gestärkt werden

Um Ökologie gehe es in gewisser Weise auch der Arbeitsgemeinschaft fahrrad- und fußgängerfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg, dem anderen Verein, zu dem in der Sitzung der Beitritt beschlossen wurde. In Steinmauern stünden diesbezüglich schon einige Punkte auf der Agenda, erklärte Hoffarth. Sowohl der Fahrrad- als auch der Fußgängerverkehr sollen gestärkt und sicherer werden. Von der Arbeitsgemeinschaft erhofft sich der Bürgermeister Unterstützung, auch was das Aufspüren von Fördermöglichkeiten angeht.

Der Gemeinderat war einverstanden, im Kreise der MÖBS-Dörfer die vom Land vergebene Auszeichnungen als fahrradfreundliche sowie fußgängerfreundliche Gemeinde anzustreben. Der Jahresbeitrag für die Arbeitsgemeinschaft liegt bei tausend Euro, beim Bündnis für biologische Vielfalt sind es 165 Euro.

Dass das Fahrrad im Flößerdorf bereits ein fleißig genutztes Fortbewegungsmittel ist, zeigte sich vor der Rathauspforte, wo während der Sitzung immerhin ein halbes Dutzend Velos geparkt war. Was sich für Nutzer von Blecheseln im Ort verbessern ließe, habe die letzte Verkehrsschau gezeigt, sagte Matthias Götz (CDU), ohne auf Einzelheiten einzugehen. Klar sei, dass man professionelle Unterstützung gut gebrauchen können, setzte er auf Beratung durch den Verein. Andreas Härtel (CDU) erinnerte an die in der Vergangenheit mehrfach unternommenen Versuche, zwischen Steinmauern und Plittersdorf einen Radweg parallel zur L87a zu schaffen. Hoffarth antwortete mit Hoffnungsschimmer. Er habe über dieses Wunschprojekt schon Gespräche mit dem Ortsvorsteher des Nachbardorfs, Vertretern des Bauamts der Stadt Rastatt und des Landratsamts gesprochen. Er sei „guter Dinge“, eine Lösung zu erreichen. Man sei daran, die Sache zügig anzustoßen. Die Umsetzung allerdings werde dauern, vermied Hoffarth übereilte Illusionen.

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Erstellt:
2. August 2021, 09:59 Uhr
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