Stifterhain in Forbach wächst und gedeiht

Forbach/Hamburg (BT) – Der Stifterhain der Umweltstiftung Greenpeace in Forbach wächst weiter. Die Ehrenamtlichen des Bergwaldprojekts haben im November 150 Obstbaum-Setzlinge gepflanzt.

Die ehrenamtlichen Helfer des Bergwaldprojekts sind wieder in Forbach aktiv. Foto: Matthäus Holleschovsky

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Die ehrenamtlichen Helfer des Bergwaldprojekts sind wieder in Forbach aktiv. Foto: Matthäus Holleschovsky

In der Gemeinde Forbach ist vom 14. bis 20. November wieder gebuddelt und gegraben worden: 14 Freiwillige des Bergwaldprojekts aus ganz Deutschland haben insgesamt 150 Hochstamm-Obstbäume gepflanzt. Es ist ein Dankeschön für jeden neuen Stifter der Umweltstiftung Greenpeace.

Die Arbeiten der Ehrenamtlichen wurden von Matthäus Holleschovsky vom Bergwaldprojekt angeleitet – in enger Zusammenarbeit mit dem Förster Hans-Jörg Wiederrecht, der auch in der Vorstandschaft des Vereins der Ziegenfreunde zur Landschaftspflege Bermersbach aktiv ist. Jeden Tag von 9 bis 17 Uhr pflanzten die Freiwilligen im Alter von 22 bis 63 Jahren Walnussbäume, Schnapsbirnen, Zwetschgen der Sorte Katinka und die alten Apfelsorten Nägele und Brettacher. Auch ein paar Pfirsich- und Mandelbäumchen sind unter den Setzlingen zu finden. Inzwischen wachsen auf einer Gesamtfläche von 5,5 Hektar oberhalb des Ortsteils Bermersbach im sogenannten Stifterhain der Umweltstiftung Greenpeace rund 500 Obstbäume auf zwei Streuobstwiesen, informiert das Bergwaldprojekt.

„Ein Zweck unseres Vereins ist die Landschaftspflege“, erläutert Wiederrecht. Daher kümmert sich der Baumwart Gerold Schaible von den Ziegenfreunden das ganze Jahr über um die Pflege der Bäume. Ziegen werden auf diesen Wiesen jedoch nicht zur Landschaftspflege eingesetzt. „Das würde sich überhaupt nicht miteinander vertragen“, erklärt der Ziegenfreund Hans-Jörg Wiederrecht lachend. Aber ökologisch wertvoll seien die artenreichen, kaum bewirtschafteten Flächen allemal.

Nistkästen sollen Wiedehopf anlocken

Besonders freut sich Hans-Jörg Wiederrecht darüber, dass die Umweltstiftung Greenpeace in diesem Jahr auch 20 Nistkästen angeschafft hat, die bereits an großen Bäumen angebracht wurden. Vögel wie Meisen oder auch der Wiedehopf sollen dadurch angelockt und zum Nestbau bewegt werden.

„Ausgesprochen schön würde ich es finden, wenn sich der Wiedehopf mit seinem einzigartigen Kopfputz bei uns niederlassen würde“, hofft Wiederrecht. „Für Vögel sind Streuobstwiesen der ideale Lebensraum, und der selten gewordene Wiedehopf gefällt mir nicht nur sehr gut, er ist sogar Vogel des Jahres 2022.“

Bislang gibt es den auffälligen heimischen Vogel mit seinem orangeroten und schwarz-weißen Gefieder und seiner markanten Federhaube in Baden-Württemberg vor allem am Kaiserstuhl, wenige Brutpaare sind auch etwas nördlicher zu finden.

Bergwaldprojekt kommt seit 1993 nach Forbach

Die Umweltstiftung Greenpeace hat das Projekt Stifterhain im Herbst 2002 ins Leben gerufen. „Wir wollten einerseits unseren Stifterinnen und Stiftern unseren herzlichen Dank für ihre großzügige Unterstützung aussprechen. Gleichzeitig sollte ein sinnvolles Projekt entstehen“, betont Melanie Stöhr, Geschäftsführerin und Vorstandsmitglied der Umweltstiftung Greenpeace.

„Deswegen wird für jede neue Stifterin und jeden neuen Stifter ab einer Zustiftung von 2.500 Euro ein Baum gepflanzt. Die so entstehenden artenreichen Streuobstwiesen sind mit ihren Obstbäumen
ein lebendiges Zeichen für Beständigkeit, Wachstum und Zukunft. Könnte es ein besseres Symbol für das Langzeit-Engagement einer Zustiftung geben?“

Die wertvolle Kulturlandschaft werde durch langfristige Pachtverträge auch noch bis Ende dieses Jahrhunderts bestehen. Eine Ehrentafel würdigt die Stifter namentlich.

Das Bergwaldprojekt ist seit 1993 in der Gemeinde Forbach mit Arbeitseinsätzen aktiv. Der zugehörige Verein organisiert deutschlandweit Freiwilligen-Einsätze an mehr als 70 Orten mit insgesamt rund 3.000 Teilnehmern in 150 Projektwochen. Schwerpunkte der Arbeiten sind neben Waldumbau und -pflege auch Biotop- und Artenschutz sowie Moorwiedervernässungen.

www.bergwaldprojekt.de

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Erstellt:
29. November 2021, 17:55 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 34sec

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