Stollhofen: Verkehr und Jugend im Fokus des Haushalts

Rheinmünster (iru) – Der Verkehr bleibt größter Posten: Das ergaben die Haushaltsberatungen im Ortschaftsrat Stollhofen. Fehlendes Platzangebot für Jugendliche und Radwegbau waren weitere Themen.

Möglicher Standort für eine vom Ortschaftsrat gewünschte Skateranlage: Ein Teilstück neben dem Parkplatz auf dem Gelände des FV Stollhofen. Ingbert Ruschmann

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Möglicher Standort für eine vom Ortschaftsrat gewünschte Skateranlage: Ein Teilstück neben dem Parkplatz auf dem Gelände des FV Stollhofen. Ingbert Ruschmann

Der Ortschaftsrat macht sich für die Errichtung einer Skateranlage für Kinder und Jugendliche in Stollhofen stark. Im Rahmen der Beratungen für den Haushaltsplan 2022 der Gemeinde Rheinmünster sprachen sich die Ratsmitglieder für die Einstellung finanzieller Mittel in Höhe von 20.000 Euro zur Realisierung dieses Projekts aus.

„Wir haben ja nichts für unsere Jugendlichen“, betonte Helene Götz (SPD) mit Blick auf die ihrer Ansicht nach fehlenden Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung Heranwachsender in ihrem Ortsteil. Derzeit nutzten Jugendliche den Bereich der ehemaligen Grundschule und den angrenzenden Kinderspielplatz als Treffpunkt, dafür geeignet sei dieser Ort aber nicht, hieß es. „Eine Anlage zum Skateboardfahren bietet aber auch Gelegenheit zur sportlichen Betätigung“, erklärte Jens Lorenz (CDU), der auf die nur sporadischen Öffnungszeiten des Jugendtreffs „D’Wäschkich“ verwies. Außerdem habe die Öffnung für Kinder ab acht Jahren den Jugendtreff für die älteren Teens nicht attraktiver gemacht; der Altersunterschied zu den Jüngsten sei für die älteren Teens einfach zu groß, ergänzte er. Als möglichen Standort brachten die Räte ein Gelände beim Sportplatz ins Gespräch.

Größter Ausgabeposten auf der Wunschliste des Ortschaftsrats für das kommende Haushaltsjahr bleiben Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung an der Landesstraße 75 (ehemals B36) einschließlich der Sanierung des Verkehrskreisels mit 200.000 Euro. Für den Friedhof sollen zur Erstellung von Urnenreihengräbern, die Sanierung der Friedhofsmauer und zur Bepflanzung insgesamt 30.000 Euro eingestellt werden. Außerdem sollen für einen Innenanstrich der Aloisia-Rand-Kapelle 10.000 Euro in den Haushaltsplan aufgenommen werden. Im Zuge der Diskussionen um die Bereitstellung von 15.000 Euro für einen Toilettenwagen samt Bau einer Schmutzwasserleitung kritisierten die Räte das Fehlen öffentlicher Toiletten in ihrem Ort. Insbesondere von Besuchern des historischen Rundweges durch die ehemalige Festungsstadt oder bei Veranstaltungen auf dem Kirchplatz ergebe sich zuletzt vermehrt ein entsprechender Bedarf, so war zu hören. Weitere Vorschläge des Ortschaftsrates für Investitionen im kommenden Jahr sind Reparaturen von Feld- und Waldwegen, die Renovierung von Feldkreuzen mit jeweils 5.000 Euro sowie die Sanierung des Küchenbodens in der Festhalle mit 10.000 Euro.

Zehn „Street-Buddys“ werden angeschafft

Im Rahmen der beabsichtigen Verkehrsberuhigung im gesamten Ortsbereich beschloss der Ortschaftsrat einstimmig die Anschaffung von insgesamt zehn „Street-Buddys“. Durch reflektierende Elemente auf der etwa 85 Zentimeter großen Figur wie Herz und Augen sowie einen Aufkleber auf einer Fahne sollen Autofahrer auf eine angepasste Fahrweise aufmerksam gemacht werden. Die Daten der zuletzt ausgewerteten Geschwindigkeitsmessgeräte belegten eine unverhältnismäßig hohe Anzahl von Geschwindigkeitsüberschreitungen insbesondere in der Rastatter-, Grünfeld- und Leiberstungerstraße. Die Anschaffungskosten von etwa 500 Euro sollen aus den Eigenmitteln des Ortschaftsrats finanziert werden.

Für das kommende Jahr planen die Ortschaftsräte aus dem 6.000 Euro umfassenden Gesamtbudget ihrer Eigenmittel allein 5.000 Euro für die Sanierung der Lourdesgrotte ein. Der Rest soll für die Bepflanzung der Scheidgraben- und Sulzbachbrücke, Reparaturen an Kinderspielplätzen sowie für Präsente für Jubiläen und Geburtstage ausgegeben werden.

Nach dem Gemeinderat Rheinmünster stimmte auch der Ortschaftsrat dem Bau eines Radweges zwischen dem östlichen Ortsausgang und dem Baden-Airpark beim „Stollhofener Tor“ ausdrücklich zu. In seinem Beschluss weist das Gremium darauf hin, dass damit aber die Realisierung des seit Längerem geplanten Radweges zwischen dem südlichen Ortsausgang und Schwarzach nicht beeinträchtigt werden dürfe.

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Erstellt:
8. Oktober 2021, 14:00 Uhr
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