„Stolperfallen“ am Glasersteg

Gaggenau (vgk/tom) – Befestigungsschrauben ragen aus einer privaten Parkfläche, die öffentlich zugänglich ist. Sie können leicht übersehen werden.

Aus den Pflastersteinen vor dem roten Backstein-Gebäude ragen Schrauben heraus, die von Fußgängern leicht übersehen werden. Foto: Thomas Senger

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Aus den Pflastersteinen vor dem roten Backstein-Gebäude ragen Schrauben heraus, die von Fußgängern leicht übersehen werden. Foto: Thomas Senger

Gleich drei Anfragen hatte Gemeinderat Heinz Adolph (FWG) in die Sitzung des Bau- und Umweltausschusses mitgebracht. Die erste hatte die Parkfläche zum Inhalt, die sich links der Murg beim Glasersteg erstreckt.

Der Sturz einer Fußgängerin veranlasse ihn, hier nachzuhaken, so Adolph. Denn dort würden Schrauben und die Reste von Halterungen aus dem Boden ragen – als „echte Stolperfallen“.

Es handelt sich aber entgegen weitläufiger Meinung nicht um öffentliche Fläche. Eigentümer des Grundstücks ist Christian Warth; ihm gehört auch das Backsteingebäude der ehemaligen Gaggenau-Werke. „Wir überlegen, wie wir das sichern können“, erläuterte er auf BT-Anfrage. Er betonte aber auch: „Das Gelände ist als Privatgelände ausgeschildert und farblich klar abgrenzt. Das müsste man eigentlich auch sehen.“

Umlaufsperren am Ende der Brücke

Die aus dem Belag herausragenden Schauben kommen von sogenannten „Parkblockierbügeln“. Sie verhindern, dass Unbefugte ihr Fahrzeug auf einem Parkplatz abstellen, der ihnen nicht gehört. „Der jeweilige Mieter kann selber entscheiden, ob er die haben will oder nicht“, sagt Christian Warth. Wenn die Bügel fehlen, werden die Schrauben zu leicht zu übersehenden Stolperfallen. Er suche nach einer praktikablen Lösung – warte aber andererseits noch darauf, dass die Stadtverwaltung ihrerseits ihre Hausaufgaben mache.

Denn die Stadt habe bereits 2015 per Grundbucheintrag zugesichert, dass sie am linksseitigen Ende des Glaserstegs eine Barriere errichten werde – eine sogenannte Umlaufsperre –, um die Fahrradfahrer abzubremsen, die von der rechten Murgseite herangeradelt kommen. Dies sei aus Sicherheitsgründen notwendig, betont Christian Warth. Denn das anschließende Gefälle sei gerade bei Glätte für schnelle Radfahrer unfallträchtig. Das Befahren und Begehen der Fläche werde weiterhin möglich sein, versichert Warth, aber: „Es handelt sich um Privatgelände.“

Ihr Autor

Veronika Gareus-Kugel und Thomas Senger

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Erstellt:
18. Mai 2021, 18:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 51sec

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