Halteverbot sorgt in Ötigheim für Unmut

Ötigheim (as) – Das neue, beidseitige absolute Park- und Halteverbot entlang der Rastatter Straße in Ötigheim (zwischen den Kreuzungen Wilhelm-Tell-Straße und Karlstraße) sorgt für Ärger.

Der Verkehr im Bereich des Zebrastreifens in der Rastatter Straße wird infolge des beidseitigen absoluten Halteverbots deutlich schneller, kritisieren Anwohner. Foto: Anja Groß

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Der Verkehr im Bereich des Zebrastreifens in der Rastatter Straße wird infolge des beidseitigen absoluten Halteverbots deutlich schneller, kritisieren Anwohner. Foto: Anja Groß

In der Bürgerfragestunde zu Beginn der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend machten mehrere Anwohner und somit Betroffene ihrem Ärger Luft.

Von „nicht optimaler Kommunikation“ war die Rede – bislang sei man aufgrund von Mitteilungen der Gemeindeverwaltung von einem einseitigen Verbot ausgegangen. Die Aufstellung der Halteverbotsschilder beidseitig hätten alle Anwohner überrascht. Man hätte sich eine Vorab-Info gewünscht, dann hätte man auch vorab reagieren können.

Anwohner: Verkehr wird schneller

Nun könne man nur hoffen, dass es möglich ist, nachzujustieren, äußerte ein Betroffener, der die Sinnhaftigkeit der Beschilderung infrage stellt. Denn ursprünglich sei das Ziel eine größere Sicherheit am Zebrastreifen gewesen, weil die Sichtbeziehungen durch parkende Autos eingeschränkt gewesen seien, resümierte er. Das Resultat sei nun genau das Gegenteil, wie er jeden Tag beobachte:

Pkw und Lkw auf der Haupt-Durchgangsstraße würden in diesem Bereich ortsauswärts nun deutlich schneller fahren, weil keine parkenden Autos die Durchfahrt behindern. Infolgedessen werde oft nicht an der Querungshilfe gehalten, wenn dort Fußgänger warten. Zugleich sei ein „parktechnischer Flaschenhals“ ab der Einmündung Karlstraße ortseinwärts entstanden. Er plädierte dafür, den ursprünglichen Zustand mit den ausklappbaren Halteverbotsschildern, die während Aufführungen auf der Freilichtbühne aufgeklappt werden, wiederherzustellen.

Kiefer sagt Vor-Ort-Termin zu

Bürgermeister Frank Kiefer verwies auf die Entscheidungshoheit der Straßenverkehrsbehörde im Landratsamt. Er sei „selber überrascht“ gewesen von der Anordnung. Ziel sei unter anderem gewesen, die Verkehrssituation an der Zufahrt zu den Volksschauspielen zu entschärfen. Er habe aber schon mit dem Landratsamt gesprochen, versprach er einen Vor-Ort-Termin. Die Anregung eines Bürgers, vorher mit der mobilen Messtafel eine Tempomessung vorzunehmen, um belastbare Daten zu erhalten, soll aufgegriffen werden.

Ihr Autor

BT-Redakteurin Anja Groß

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Erstellt:
18. März 2021, 18:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 49sec

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