Sturmtief: Was kommt auf die Region zu?

Baden-Baden (BNN) – Das Sturmtief „Ylenia“ sorgt für Orkanböen, der Deutsche Wetterdienst warnt. Was kommt auf die Menschen in der Region zu und wie können sie sich darauf vorbereiten?

Es wird ungemütlich: Dunkle Wolken ziehen über dem Rastatter Schloss auf. Der Sturm soll zwar vor allem nördlich wüten, wird aber auch in der Region spürbar sein. Foto: Markus Langer

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Es wird ungemütlich: Dunkle Wolken ziehen über dem Rastatter Schloss auf. Der Sturm soll zwar vor allem nördlich wüten, wird aber auch in der Region spürbar sein. Foto: Markus Langer

Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Sturmtief „Ylenia“ mit Orkanböen in Deutschland. In Nordrhein-Westfalen fällt am Donnerstag wegen des Sturms die Schule aus, die Bahn spricht bereits von Zugausfällen. Doch wie wirkt sich das Tief auf das Wetter in unserer Region aus?

Diplom-Meteorologe und Wetterexperte Dominik Jung gibt Entwarnung: „Die Wetterlage bleibt vergleichsweise entspannt“. Der Sturm wüte vor allem im Norden und in der Mitte Deutschlands.

Vor allem Nordschwarzwald betroffen

Ab Mittwochabend soll der Wind allerdings auch in der Region zunehmen – rund um Pforzheim seien beispielsweise stärkere Windböen von bis zu 80 Kilometer pro Stunde zu erwarten. Betroffen sei in der Region aber vor allem der Nordschwarzwald. „Dort können die Böen schon heftiger sein, da sind 100 bis 120 Stundenkilometer drin.“

Schulbesuch bei extremer Wetterlage freigestellt

Das baden-württembergische Kultusministerium gab am Mittwochnachmittag bekannt, dass Eltern entscheiden können, ob der Schulweg in betroffenen Gebieten für ihre Kinder zumutbar ist. Dies gilt demnach unter anderem für den Stadtkreis Baden-Baden, den Landkreis Rastatt sowie den Ortenaukreis. „Falls der Weg zur Schule aufgrund extremer Wetterlagen vor Ort nicht zumutbar ist, können Eltern ihr Kind vom Unterricht befreien lassen“, schreibt das Ministerium. „Die Schule ist in diesem Fall zu informieren.“

Vorsichtsmaßnahmen treffen

Autofahrer sollten laut dem Wetterexperten vorsichtig auf den Straßen unterwegs sein. Auf Autobahnbrücken können Seitenwinde stark sein – vor allem für Lastwagen ein Risiko. Da umgefallene Bäume oder größere Äste auf den Straßen landen könnten, sollten Autofahrer nachts umsichtig fahren.

Wichtig sei es auch, das Haus auf den Sturm vorzubereiten: „Die Menschen sollten darauf achten, dass alles sturmsicher ist und beispielsweise keine Blumentöpfe vom Balkon fallen könnten.“ Der Sturm halte bei uns in der Region bis Donnerstagmittag an.

Am Freitag rückt Sturm „Zeynep“ an

Nachdem sich die Wetterlage beruhigt hat, rückt mit „Zeynep“ dann am Freitag bereits das nächste Sturmtief an und ist besonders in der Nacht zum Samstag aktiv.

Doch Meteorologe und Wetterexperte Dominik Jung gibt am Mittwoch auch hier Entwarnung: „Unsere Region wird eher außen vor bleiben. Der Sturm ist nördlich der Mainlinie am stärksten“. Bei uns seien keine schwereren Winde zu befürchten.

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Ihr Autor

BNN-Redakteurin Beate Münzenmaier

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Erstellt:
16. Februar 2022, 17:50 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 17sec

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