„Sunny Wings“ spielen im SWR

Bühl (urs) – Das Gitarrenduo „Sunny Wings“ spielt am Freitagnachmittag ein Konzert auf der Bergfried-Terrasse der Burg Windeck. Im BT verraten Reinhold Brommer und Sebastian Koehn, was die Hörer erwartet.

Sebastian Koehn (links) und Reinhold Brommer, hier auf der Bühne im Bühler Stadtgarten, sind ein eingespieltes Team. Foto: privat

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Sebastian Koehn (links) und Reinhold Brommer, hier auf der Bühne im Bühler Stadtgarten, sind ein eingespieltes Team. Foto: privat

Der Blick von der Burg Windeck ins Rheintal und zu den Vogesen bis hin zum Straßburger Münster ist mit Sicherheit einer der schönsten im Badner Ländle. Dieses wunderbare Flair machen sich am Freitag auch die SWR-Fernsehmacher zunutze. Rund 15 Minuten lang sendet die Servicesendung „Kaffee oder Tee“ zwischen 16 und 18 Uhr live von der geschichtsträchtigen Bühler Burg, genauer gesagt von der Bergfried-Terrasse.
Dort werden Reinhold Brommer und Sebastian Koehn, die als Gitarrenduo „Sunny Wings“ in der Region unterwegs sind, ihre leidenschaftliche Hingabe zu dem sechssaitigen Instrument entfalten. Die beiden funktionieren als Duo perfekt und hauchen den bekannten Versionen von „Gitarrengöttern“ wie Jimi Hendrix oder Eric Clapton mit ihrer eigenen Charakteristik und Modulation Leben ein.

Vor einem Monat ist ihre Debüt-CD auf den Markt gekommen. „Live“ lautet der Titel, ein Mitschnitt eines Konzerts vom vergangenen November im „Ochsen“ in Sinzheim.

Wird die CD auch Thema im SWR-Fernsehen sein? „Ja, ich denke schon“, sagt Reinhold Brommer aus Ottersweier dazu. In seinem roten Pullover und den passenden Schuhen wirkt er ein paar Tage vor dem Auftritt noch sehr entspannt. Kein bisschen aufgeregt? Da muss der Musiker doch lächeln: „Bisher geht es noch. Aber so eine Livesendung im Fernsehen ist schon eine echte Herausforderung.“

Wallende Mähne und bunte Hemden

Seit drei Jahren bilden Sebastian Koehn, der als Musikschullehrer an der Bühler Schule für Musik und darstellende Kunst unterrichtet, und Reinhold Brommer, der früher eher auf der Akustikgitarre zu Hause war, als „Sunny Wings“ ein Duo. Ein Name, der zu den beiden „rockigen Vögeln“ irgendwie nicht so richtig passen mag. Koehn, mit seiner Wallemähne und den Jeans mit Aufnähern, die inzwischen zu seinem Markenzeichen geworden sind, und Brommer, der das Farbenspiel mit Kleidung liebt und meist bunte Hemden mit passenden Schuhen trägt.

Kennengelernt haben sich die beiden Musiker in der Musikschule. „Ich suchte jemand, der mir auf meiner neuen E-Gitarre, einer Fender Stratocaster, ein paar ungeläufige Kniffe und Griffe beibringt, und so traf ich auf Sebastian. Die Liebe zur gleichen Musik hat uns sofort verbunden“, erinnert sich Brommer.

Musiklehrer Sebastian Koehn gilt als Gitarrist, den ein blindes Verständnis zu seinem Instrument und eine filigrane Detailversessenheit prägt. Es ist seine außergewöhnliche Hingabe zur Gitarre, die sein Spiel zu etwas Besonderem macht. Auch Brommer kann von seinem Duo-Partner nur schwärmen. „Er ist ein genialer Gitarrist und guter Freund.“

Jimi Hendrix als Inspiration

Wie ist denn der Name „Sunny Wings“ entstanden? Wen mag es wundern, dass auch hier eine der großen Gitarrenlegenden Pate gestanden hat: Jimi Hendrix und einer seiner bekanntesten Songs „Little Wing“. „Wir wollten unseren Band-Namen an diesen Titel anlehnen. Das hat sich allerdings als schwerer erwiesen als gedacht. ,Wing‘ oder ,Wings‘ kommt in sehr vielen Bandnamen vor. Letztendlich hat uns eine Freundin den Namen ,Sunny Wings’ vorgeschlagen“, erzählt Brommer.

Bei dem Bandnamen der „Sonnigen Flügeln“ drängt sich eine Assoziation zur Rockmusik nicht unbedingt auf. Allerdings präsentiert sich die CD, die mit dem technischen Know-how von Thomas Huber und Matthias Paha im Ochsen-Saal in Sinzheim aufgenommen wurde, als kleine Zeitreise durch die Rockgeschichte, mal mit ruhigeren Songs oder mit fetzigem Blues-Rock. Sie lässt viel Raum für die komplexen Soli von Koehn auf der elektrischen Gitarre. So reihen sich elf Songs auf der CD aneinander, von „One“ von U2, „Purple Rain“ von Prince bis hin zu „Call me the Breeze“ von John Cale oder „I saw her standing there“ von den Beatles. Apropos Beatles: „While my Guitar gently weeps“ von George Harrison bezeichnet Reinhold Brommer als sein Lieblingsstück auf der Scheibe. „George Harrison ist bei den Beatles immer ein bisschen untergegangen. Dabei zeugen seine Lieder von so viel Seele.“

Übrigens soll der Debüt-CD in Kürze eine weitere folgen. „After Sun“ heißt die Silberscheibe, die bereits im Tonstudio aufgenommen wurde und im Sommer erscheinen soll.


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