Susanne Floss verlässt Seelsorgeeinheit Gernsbach

Gernsbach (vgk) – Die Gemeindereferentin der Katholischen Seelsorgeeinheit, Susanne Floss, verabschiedet sich nach zwölf Jahren aus Gernsbach, um sich in der Region Bodensee neuen Aufgaben zu widmen.

Nach dem Abschied von Gemeindereferentin Susanne Floss dürfte es für die Seelsorgeeinheit Gernsbach schwierig werden, die Stelle zeitnah nachzubesetzen. Unser Bild zeigt die Liebfrauenkirche in der Altstadt. Foto: Stephan Juch

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Nach dem Abschied von Gemeindereferentin Susanne Floss dürfte es für die Seelsorgeeinheit Gernsbach schwierig werden, die Stelle zeitnah nachzubesetzen. Unser Bild zeigt die Liebfrauenkirche in der Altstadt. Foto: Stephan Juch

Für Gemeindereferentin Susanne Floss war es am Dienstagabend die letzte Pfarrgemeinderatssitzung. Pfarrgemeinderatsvorsitzender Günther Schermer dankte ihr für die in der Pfarrgemeinde geleistete „Begleitung und Arbeit“.

Von den jeweiligen Gemeinden der Seelsorgeeinheit Gernsbach wird sich die Referentin persönlich verabschieden. Es wird schwierig werden, die Stelle nachzubesetzen. Zumal die Ausschreibung erst im kommenden Jahr erfolgen kann, informierte der Vorsitzende. Nicht online, sondern zur ersten gemeinsamen Sitzung in Präsenz traf sich am Dienstagabend der Pfarrgemeinderat im Bernhardusheim in Obertsrot. Die Tagesordnung war umfassend. Die Berichte aus den Gemeindeteams Liebfrauen (Kernstadt), Herz-Jesu (Obertsrot-Hilpertsau), St. Mauritius (Reichental) und Mariä Heimsuchung (Lautenbach) gaben Aufschluss darüber, wie sehr in der Vergangenheit das Gemeindeleben unter den coronabedingten Kontaktbeschränkungen zu leiden hatte. Gleichwohl konnten den Regeln entsprechend Taufen, Erstkommunion und kirchliche Feste gefeiert und neue Mitstreiter gewonnen werden.

Aus den Berichten war zudem herauszuhören: Auch wenn die Frage, wie es mit der Pandemie weitergeht, aus heutiger Sicht nicht beantwortet werden kann, sei die Grundstimmung positiv. Das Schutzkonzept funktioniert, betonte Schermer. Außerdem wird sich nur minimal daran etwas ändern. Sowohl Datenerfassung als auch Maskenpflicht werden bleiben. Immerhin ist Gemeindegesang wieder erlaubt, fügte Dekan und Pfarrer Josef Rösch hinzu. Die Jugendarbeit findet in der Hauptsache im Freien statt, zumindest bis zu den Sommerferien. Darauf verwies Pastoralreferent Fabian Groß.

Homosexualität als Teil der Gemeindearbeit?

Der Stiftungsrat hatte sich unter anderem mit den Gaststättenerlaubnissen für die Gemeindehäuser St. Mauritius und Bernhardusheim zu beschäftigen. Schermer erinnerte daran, dass diese regelmäßig erneuert werden müssen. Obendrein habe man sich entschieden, für den Personentransport kein neues Fahrzeug mehr anzuschaffen. Zum Hintergrund erklärte der Vorsitzende, dass der Leasingvertrag für das zu 100 Prozent gesponserte Auto auslaufe. Nun soll abgewartet werden, wie sich die kommenden Monate entwickeln.

Schermer konnte zudem mitteilen, dass die überkonfessionelle Sozialstation Gernsbach sich noch in der Umfirmierungsphase befinde und die Satzung noch nicht spruchreif sei.

Das Segnen homosexueller Paare ist in der katholischen Kirche stark umstritten. Eine Angelegenheit, mit der sich der Dekanatsrat im Rahmen eines Vortrags auseinanderzusetzen hatte. Eine rege Diskussion entspann sich nach dem Bericht von Dekanatsmitglied Stephan Meißner. Es sei ein Prozess der kleinen Schritte, jedoch könnte man das Thema Homosexualität zur Gemeindearbeit machen, wie Meißner ausführte. Ebenfalls ein Teil dieser Arbeit könnte der Klimaschutz sein, vorgestellt von Pastoralreferent Groß.

Kirchenentwicklung 2030

Über das karitative Engagement der Seelsorgeeinheit sowie die Raumplanung 2030 informierte das Gremium Pfarrer Josef Rösch. Hinter Letzterem verbirgt sich die Strukturreform, die von der Erzdiözese Freiburg angestoßen wurde. Diese Zukunftsplanungen im Rahmen des Projekts „Kirchenentwicklung 2030“ sieht unter anderem vor, die Zahl der einzelnen Pfarreien stark zu reduzieren. Derzeit ist die Diözese mit etwa 1,8 Millionen Katholiken in 224 Seelsorgeeinheiten mit 1.000 Pfarreien gegliedert. Ab 2025 könnten es nur noch etwa 40 Großpfarreien sein.


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