Tag der offenen Tür wieder nur digital

Stuttgart (for) – Das baden-württembergische Kultusministerium weist Schulen an, Info-Veranstaltungen coronabedingt nicht in Präsenz abzuhalten und stattdessen erneut auf Online-Angebote auszuweichen.

Von Präsenz-Schnupperveranstaltungen wie etwa beim Tag der offenen Tür am RWG 2020 rät das Kultusministerium aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie dringend ab. Foto: RWG

© pr

Von Präsenz-Schnupperveranstaltungen wie etwa beim Tag der offenen Tür am RWG 2020 rät das Kultusministerium aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie dringend ab. Foto: RWG

Eltern und Schüler in Baden-Württemberg, die sich über die weitere schulische Laufbahn informieren möchten, müssen nun erneut auf Online-Infotage zurückgreifen. In einem Rundschreiben hat das baden-württembergische Kultusministerium jüngst öffentliche und private Schulen angewiesen, Tage der offenen Tür, die in Präsenz geplant waren, coronabedingt abzusagen.

„Trotz des zweifellos hohen Werts, den solche Veranstaltungen gerade in Präsenz haben, sollten sie wegen des damit verbundenen Risikos, das Virus weiterzutragen, unterbleiben“, heißt es in der Mitteilung. Angesichts der Entwicklung des Infektionsgeschehens hätten schon im Vorfeld viele Schulen mit sich gerungen, die Infotage in Präsenz durchzuführen. Weil Tage der offenen Tür auch dem Werben von Schülerinnen und Schülern dienen, beeinflussen sie laut Kultusministerium „wesentlich den Wettbewerb zwischen den Schulen“. Um eine Verzerrung dieses Wettbewerbs zu vermeiden und für alle Schulen gleiche Voraussetzungen zu schaffen, sollen deshalb vorerst keine derartigen Veranstaltungen in Präsenz abgehalten werden. „Es bleibt aber die Möglichkeit, die Schulen in digitalen Formaten vorzustellen“, schreibt das Kultusministerium. Ähnliche Angebote wie beispielsweise virtuelle Schulrundgänge hat es auch im vergangenen Jahr schon gegeben. Viele Bildungseinrichtungen hätten deshalb schon Erfahrung mit derartigen Online-Infoveranstaltungen. Eltern und Schüler sollten sich dazu auf der jeweiligen Homepage ihrer Schule informieren.

Für alle anderen außerunterrichtlichen Veranstaltungen weist das Kultusministerium ausdrücklich darauf hin, weiterhin alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um die Verbreitung des Coronavirus zu begrenzen. Deshalb sollten etwa auch Besprechungen oder Konferenzen in digitalen Formaten durchgeführt werden, wann immer dies möglich ist.

Mehrtägige außerunterrichtliche Veranstaltungen sind laut der aktuellen Corona-Verordnung Schule ohnehin untersagt.

Ihr Autor

BT-Redakteurin Janina Fortenbacher

Zum Artikel

Erstellt:
18. Januar 2022, 16:31 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 47sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.