Talsperre zu rund 89 Prozent gefüllt

Forbach (mm) – Ein Rekordwert ist es nicht. Aber die aktuell 48 Meter Wasserstand sind schon recht viel in der Schwarzenbachtalsperre. Sie ist aktuell zu 89 Prozent gefüllt.

Gut gefüllt ist der See der Schwarzenbachtalsperre. Der Wasserstand liegt bei 48 Meter. Foto: Markus Mack

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Gut gefüllt ist der See der Schwarzenbachtalsperre. Der Wasserstand liegt bei 48 Meter. Foto: Markus Mack

Die Schwarzenbachtalsperre ist ein beliebtes Ausflugsziel, auch und gerade in Zeiten von Corona. Derzeit zeigt sich der größte Stausee im Nordschwarzwald gut gefüllt. Zu rund 89 Prozent, berichtet Hermann Wunsch, der Teamleiter Produktion im Forbacher Rudolf-Fettweiswerk der EnBW. Die Talsperre ist die größte Komponente des Forbacher Kraftwerkkomplexes, zu dem noch das Murgwerk sowie das Niederdruckwerk und das Raumünzachwerk gehören.

Die starken Niederschläge der vergangenen Wochen seien der Grund für den Wasserstand. Dieser sei nicht ungewöhnlich und hänge eben von den Niederschlagsmengen ab. Im Vorjahr war die Talsperre zur gleichen Zeit nur zu etwa 67 Prozent gefüllt. 2019 lag der Füllstand dagegen bei 87 Prozent. Die hohen Zuflüsse seien erfreulich für die Energiegewinnung, so Wunsch. Die derzeitigen Baumaßnahmen für die Fischlifte in Forbach und Raumünzach hätten keine Auswirkungen auf den Wasserstand, erläutert Wunsch.

Die maximale Gesamthöhe des Wasserstands an der Staumauer ist bei 49,9 Meter, bei einem Besuch an der Talsperre Anfang der Woche lag der Pegel 1,9 Meter darunter.

Attraktiv als Ausflugsziel

Rund 400 Meter ist die imposante Staumauer lang und 65 Meter hoch. Der Stausee kann bis zu 14,4 Millionen Kubikmeter Wasser fassen und ist dann etwa 2,5 Kilometer lang.

Attraktiv als Ausflugsziel ist der Wasserspeicher nach wie vor. Familien, Motorradfahrer, Senioren, Großeltern mit Enkeln oder junge Leute, sie genießen die Natur und die Atmosphäre auf den Schwarzwaldhöhen. Aus Ludwigsburg, Pforzheim, Stuttgart, Heidelberg, Villingen-Schwenningen und sogar aus dem bayerischen Ansbach kommen laut den Autokennzeichen auf den Parkplätzen die Besucher.

Sie können auf einem rund 6,5 Kilometer langen Weg den Stausee umrunden und werden auf Tafeln über die fast 100-jährige Geschichte der Talsperre sowie die Technik der Stromgewinnung informiert.

Bootspartie auf dem Stausee

Oder sie können eine Bootspartie auf dem See machen, mit Elektro-, Tret- oder Ruderbooten. Bootsverleiher Johannes Genter zeigt sich zufrieden. „Das Geschäft läuft gut“, erzählt er. Die Leute machen daheim Urlaub. An den Wasserspaß sind allerdings Regeln geknüpft. Die Anzahl der Gäste auf dem Steg ist auf 20 Personen begrenzt. Alle Bootsfahrer müssen ihre Kontaktdaten in der Liste eintragen. Sie benötigen Nachweise entweder über einen Schnelltest, der nicht älter ist als 24 Stunden, über eine vollständige Impfung älter als 14 Tage oder über eine überstandene Corona-Infektion. „Die Anforderungen sind schon sehr streng für meinen Betrieb“, so Genter. Alles spiele sich im Freien ab, die Leute seien nur sehr kurzzeitig während der Buchung oder der Wartezeit auf ein Boot in Kontakt, und das sei mit Abstand möglich. Im Boot seien die Gäste dann unter sich. „Es funktioniert“, erzählt er.

„Das Geschäft läuft gut.“ Bootsverleiher Johannes Genter (rechts) mit Edith und Ronald Schreiber. Foto: Markus Mack

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„Das Geschäft läuft gut.“ Bootsverleiher Johannes Genter (rechts) mit Edith und Ronald Schreiber. Foto: Markus Mack

Gelegentlich gebe es Unverständnis oder Enttäuschung, wenn beispielsweise Großeltern mit Enkelkindern ohne aktuellen negativen Test kommen und nicht Bootfahren können. Tests vor Ort sind nicht möglich, der Aufwand sei zu groß.

Die Resonanz sei gut, im Vorjahr war das Interesse allerdings größer, da war nur Maskenpflicht, blickt Genter zurück. Jetzt kämen Testpflicht und Kontaktliste dazu, das halte manche Leute ab. „Aber es funktioniert“, sagt Genter.

Und er begrüßt die nächsten Bootsfahrer. Edith und Ronald Schreiber aus Poing in Bayern erfüllen die Auflagen. Sie machen derzeit Urlaub im Schwarzwald. Gut gelaunt steigen sie mit Hilfe von Genter ins Boot und legen ab zur Tour auf dem Stausee.

Ihr Autor

BT-Redakteur Markus Mack

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Erstellt:
3. Juni 2021, 19:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 41sec

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