Tempo an Kreuzung in Gaggenau soll reduziert werden

Gaggenau (uj/tom) – Außer Betrieb ist seit längerer Zeit die Ampelanlage an der Kreuzung Bismarckstraße/ Waldstraße. Möglicherweise wird Tempo 30 an dieser Stelle eingeführt.

Die Ampel an der Kreuzung Bismarckstraße/Waldstraße ist außer Betrieb. Eine Reparatur der veralteten Anlage ist nicht möglich. Foto: Ulrich Jahn

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Die Ampel an der Kreuzung Bismarckstraße/Waldstraße ist außer Betrieb. Eine Reparatur der veralteten Anlage ist nicht möglich. Foto: Ulrich Jahn

Auf den Missstand machte in der jüngsten Gemeinderatssitzung Gerd Pfrommer (SPD) aufmerksam. Viele Kinder, aber auch Senioren seien in diesem Bereich unterwegs.

Direkt an der Kreuzung befindet sich das Helmut-Dahringer-Haus, ebenso in unmittelbarer Nähe die katholische Kirche St. Marien. Hans-Thoma-Schule sowie Musikschule sind auch nicht weit entfernt. Von der Stadt habe es auf Anfrage von Bürgern nur geheißen, dass die alte Ampel nicht repariert werden könne.

Oberbürgermeister Christof Florus sagte, dass in der ziemlich breiten Bismarckstraße bauliche Maßnahmen vorgesehen seien, die unter anderem zu Geschwindigkeitsreduzierung führen sollen. Bürgermeister Michael Pfeiffer ergänzte, dass beispielsweise Tempo 30 angeordnet werden solle. Geklärt werden müsse, wie die Sicherheit der Fußgänger gewährleistet werde. Die Steuerung der jetzigen Ampel sei defekt und könne an der alten Einrichtung nicht repariert werden. Auch müsse man sich darüber unterhalten, ob in diesem Bereich eine Fußgängerampel errichtet oder Querungshilfen eingebaut werden sollten.

Keine Ersatzteile mehr

Bereits im Bau- und Umweltausschuss gab es Kritik an dem über Monate währenden Defekt. Pfeiffer erläuterte auf Nachfrage von Dr. Heike Röhlen (Grüne), dass im Mobilitätskonzept vorgeschlagen werde, auf die große Ampel zu verzichten. Für eine eventuelle Reparatur gebe es ohnehin keine Ersatzteile mehr. Die Verkehrsfrequenz an der Kreuzung sei aber geringer als bislang angenommen. Rudi Drützler (CDU) regte eine mobile Ampel an. Dieser erteilte Pfeiffer eine Absage, wohingegen eine Mittelinsel sich als Zwischenlösung „rasch aufdübeln“ ließe. Man habe einen Gesprächstermin vereinbart. Mit den Worten „Fast zu spät“, quittierte dies Drützler.

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Erstellt:
6. Oktober 2020, 20:00 Uhr
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