Tennisclub Bühl hat eine Traglufthalle

Bühl (BT) – Über den roten Sandplätzen des Tennisclubs Bühl wölbt sich ein weißes Dach. Ab sofort können die Mitglieder in der Wintersaison in der eigenen Halle spielen.

Vereint packen die Clubmitglieder beim Aufbau der Traglufthalle mit an, am Ende steht die gewölbte Halle vor dem Clubhaus. Foto: TC Bühl

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Vereint packen die Clubmitglieder beim Aufbau der Traglufthalle mit an, am Ende steht die gewölbte Halle vor dem Clubhaus. Foto: TC Bühl

Nahezu andächtig stehen die Bühler Tennisspieler in ihrer neuen Traglufthalle. Elegant wölbt sich das weiße Dach über dem roten Sand der beiden Tennisplätze direkt vor dem Clubhaus. Zum ersten Mal können die Mitglieder des Bühler Tennisclubs die Wintersaison in der eigenen Halle spielen.

Dem erhebenden Moment ging harte Arbeit voraus. Streng genommen begann sie vor einem Jahr, als die Vorstandsmitglieder Möglichkeiten sondierten und Angebote einholten, heißt es in einer Mitteilung. Der Club verfügt über zehn gepflegte Sandplätze. Im Winter aber müssen die Tennisspieler sehen, wo sie bleiben. Mit dem allgemeinen Aufschwung des Sports wurde es zunehmend schwieriger, Hallenstunden zu bekommen und sinnvolle Trainingspläne, vor allem für die Jugend, zu erstellen. Zuletzt fielen zwei Hallenplätze in Ottersweier weg, in der die Bühler das Kinder- und Jugendtraining abhielten.

Im September 2020 begannen die Vorarbeiten. Durch Reiner Schumachers Organisation entstand in Eigenarbeiten ein Technikhaus, Bodenanker wurden verlegt. Aufgrund von behördlichen Coronaverordnungen konnte die Halle im Jahr 2020 noch nicht final aufgebaut werden. Aber jetzt war es so weit.

„Eine schöne Gemeinschaftsaufgabe“

Bei strahlendem Sonnenschein wurde die Zweifeld-Traglufthalle in Form großer Rollen, schwerem Stahlnetz und weiteren Bestandteilen mit 30 helfenden Clubmitgliedern unter der fachlichen Anleitung der Herstellerfirma AirTec aufgebaut.

Hallenplanen, Sandsäcke, Eisenrohre und Stahlnetze wurden in Position gebracht. Der erste Vorsitzende Steffen Kolbe, der das Vorhaben maßgeblich vorangetrieben hatte, freute sich über den Einsatz der Mitglieder: „Eine optimale Organisation unseres Bauausschusses und toll, dass so viele Helfer da sind“, sagte er. „Eine schöne Gemeinschaftsaufgabe“, findet auch 2. Vorsitzender Peter Richter.

Während der Mittagspause wurde das Gebläse eingeschaltet. Luft strömte unter die Plastikplanen. Die Folien waberten hin und her, wellten sich, wogten in die Höhe. Das Stahlnetz spannte sich, die Halle nahm Form an. Am Ende wölbte sich die Halle elegant über den beiden Plätzen. Bei Cilli con/sin Carne, welches Frederic Demler zubereitet hatte, konnten die Helfer zuschauen, wie sich die Halle aufbäumte.

Aber noch war nicht Feierabend. Bis die Folien richtig saßen, die Spannung stimmte, die Lampen montiert waren, gingen weitere Stunden ins Land. Die Helfer hatten guten Grund, sich gegenseitig auf die Schultern zu klopfen. „Wunderschön. Wir sind begeistert. Jetzt werden alle Kinder- und Jugendliche die Möglichkeit haben, auch im Winter den Tennissport ausüben zu können“, bilanzierte der Sportwart Markus Hartmann.

Auch Nichtmitglieder haben die Möglichkeit, ein Abo oder Einzelstunden zu buchen. Nähere Informationen gibt es auf der Website.

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Erstellt:
1. Oktober 2021, 14:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 15sec

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