Test-Start im Flughafen FKB

Rheinmünster (fuv) – Reiserückkehrer aus Corona-Risikogebieten müssen sich nun testen lassen. Das geht auch am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden. Das BT war dabei.

Seit Samstag gibt es die Corona-Tests für Rückkehrer auch am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden. Foto: Frank Vetter

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Seit Samstag gibt es die Corona-Tests für Rückkehrer auch am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden. Foto: Frank Vetter

Premiere am Samstagnachmittag: Ursprünglich sollen nur 99 Passagiere aus dem bosnien-herzegowinischen Tuzla getestet werden. Am Freitag ist nun aber auch das bulgarische Warna zum Risikogebiet erklärt worden; 132 weitere Fluggäste haben deshalb die Möglichkeit, sich in der Ankunftshalle einem Test zu unterziehen.

Die Ankommenden lassen die Prozedur mit dem Wattestäbchen mit großer Geduld über sich ergehen. Es sei gut, dass die Tests stattfinden, sagen einige Befragte dem BT-Reporter: Zu den Ersten, die am Airport von der Baden-Badener Ärztin Christine Daul im Auftrag des Landes-Sozialministeriums getestet werden, gehören die Warna-Ankömmlinge Saaden Palov und seine Frau Melissa Palova. Sie hatten bereits am Freitagabend erfahren, dass Warna-Reisende getestet werden. „Ich finde das gut. Das bedeutet doch mehr Sicherheit für die Menschen“, betont Saaden Palov.

Einige Passagiere des Warnafluges wissen zunächst nichts von der Testpflicht. Sie steuern auf den Ausgang des Ankunftsbereichs zu, lassen sich dann aber bereitwillig zur Teststation führen. Dort erfolgt zunächst die Registrierung. Deutsche Fluggäste zeigen ihre Versichertenkarte, Privatversicherte und ausländische Besucher müssen ihre Grunddaten in einer Patientenerklärung erfassen.

Die Einreisenden lassen die Prozedur geduldig über sich ergehen – und zeigen Verständnis für die Maßnahme. Foto: Frank Vetter

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Die Einreisenden lassen die Prozedur geduldig über sich ergehen – und zeigen Verständnis für die Maßnahme. Foto: Frank Vetter

Eric Blechschmidt, Bereichsleiter Luftverkehr am Airport, erklärt, dass die Passagiere auf die Testpflicht hingewiesen werden, sie müssen dieser jedoch nicht unbedingt am Flughafen nachkommen, können dies auch beim Hausarzt machen. Der Vorteil beim direkten Einreisecheck: Die Teströhrchen mit den Speichelproben gehen direkt ins Labor nach Karlsruhe, die Getesteten verlieren weniger Zeit. Innerhalb von 48 Stunden werden sie bei positivem Ergebnis informiert. Bis dahin dürfen die Probanden übrigens nicht an ihren Arbeitsplatz.

Vor dem Test erfolgt die Registrierung. Der Test am Airport spart Zeit. Foto: Frank Vetter

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Vor dem Test erfolgt die Registrierung. Der Test am Airport spart Zeit. Foto: Frank Vetter

Der Test selbst, der Abstrich, geht sehr schnell vonstatten. „Ich mache das ja auch in meiner Praxis“, berichtet Christine Daul. Sie nimmt nur Proben aus dem Rachenhintergrund. Das sei ausreichend und nicht so unangenehm wie das Einführen des Wattestäbchens tief in die Nase, betont sie. Mann müsse nur wirklich tief genug in den Rachen, was schon einen Würgereiz verursachen könne, sagt die Ärztin. Aber am ersten Nachmittag am Airport ist sie schon erstaunt, wie cool die meisten den Abstrich überstehen.

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Erstellt:
8. August 2020, 19:05 Uhr
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