Test für Kontaktpersonen jetzt auch in Apotheken

Stuttgart/Gaggenau (fk) – Apotheken dürfen nun auch potenzielle Kontaktpersonen und Haushaltsangehörige von Corona-Patienten testen – die Kosten zahlt in solchen Fällen der Bund.

Solche Antigen-Schnelltests zahlt in Zukunft der Bund, wenn Kontaktpersonen und Haushaltsangehörige von Corona-Patienten sie kaufen. Foto: Marijan Murat/dpa

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Solche Antigen-Schnelltests zahlt in Zukunft der Bund, wenn Kontaktpersonen und Haushaltsangehörige von Corona-Patienten sie kaufen. Foto: Marijan Murat/dpa

Schon seit Ende Dezember 2020 dürfen Apotheken Corona-Schnelltest anbieten. Dabei handelte es sich bisher ausschließlich um sogenannte Antigentests für Selbstzahler. Jetzt hat das Landesgesundheitsministerium die Befugnisse erweitert. So dürfen Apotheken nun auch potenzielle Kontaktpersonen und Haushaltsangehörige von Corona-Patienten testen – die Kosten zahlt in solchen Fällen der Bund. Allerdings gibt es auch dabei Einschränkungen. Auch in den Apotheken muss ein Termin vereinbart werden, und getestet werden dürfen nur Personen, die ausdrücklich symptomfrei sind.

Laut Mitteilung des Landesapothekerverbandes Baden-Württemberg (LAV) betreffen die neuen Regelungen folgende Personengruppen: „Sogenannte Cluster-Schüler und vor allem Kontaktpersonen und Haushaltsangehörige von Personen mit einer bestätigten SARS-CoV-2-Infektion, aber auch Personen, die über die Corona-Warn-App eine Warnmeldung „Erhöhtes Risiko“ erhalten haben sowie Personal von nicht-ärztlichen Praxen und anderen medizinischen Heilberufen dürfen sich für einen Antigen-Test in der Apotheke melden“, schreibt der LAV. Diese Beauftragung vonseiten des Ministeriums mache individuelle Vereinbarungen zwischen einzelnen Apotheken und den zuständigen Gesundheitsämtern zukünftig überflüssig, so der LAV weiter. „Das Land Baden-Württemberg ist damit der nationalen Teststrategie gefolgt, die Apotheken schon seit Dezember eingebunden hat. Hierbei ist es sicher das Ziel, noch engmaschiger und auch niederschwellig an noch mehr Anlaufstellen und zu noch mehr Zeiten testen zu können“, sagt die Gaggenauer Apothekerin Tatjana Zambo gegenüber dem BT ergänzend. Sie ist Vizepräsidentin des LAV. Vorteile sieht sie unter anderem auch darin, „dass die Probanden nach ihrer Terminvergabe, die online erfolgt, bei uns keine Wartezeiten haben und auch direkt nach dem Test wieder das Haus verlassen können. Das Ergebnis erhalten sie dann innerhalb von 15 Minuten elektronisch.“

Antigen-Schnelltests nicht in jeder Apotheke

Auch Zambo schränkt aber ein: „Patienten mit Symptomen müssen sich weiterhin direkt an einen Arzt wenden.“ Der Apothekerverband weist zudem darauf hin, dass Antigen-Schnelltests trotz des neuen Vertrags nicht in jeder Apotheke angeboten werden. Zambo: „Die Anforderungen an unser Personal und an die Apotheke selbst sind sehr hoch. Natürlich können solche Tests wegen des Infektionsschutzes nicht mitten in der Apotheke passieren, sondern es braucht abgetrennte Bereiche. Das kann leider nicht in jeder Apotheke räumlich geleistet werden.“ Einen Überblick über die teilnehmenden Apotheken gibt es unter anderem im Internet.

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Erstellt:
4. Februar 2021, 18:32 Uhr
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