Testquote an Kitas steigt auf 100 Prozent

Murgtal (hu) – Kita-Träger im Murgtal ziehen nach eine Woche Testpflicht eine positive Bilanz.

Positives Pool-Ergebnis: Am Dienstag haben sich acht Schulklassen und Kindergartengruppen in der Gaggenauer Jahnhalle testen lassen. Foto: Thomas Senger/Archiv

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Positives Pool-Ergebnis: Am Dienstag haben sich acht Schulklassen und Kindergartengruppen in der Gaggenauer Jahnhalle testen lassen. Foto: Thomas Senger/Archiv

Die erste Woche Testpflicht an Kindergärten ist vorbei – und die Bilanz bei den Trägern fällt überraschend positiv aus. Zwar hat es mehr Corona-Verdachtsfälle gegeben, als noch vor den Ferien. Die Bereitschaft der Eltern, die Pflicht auch umzusetzen, sei aber überall da. Selbst wenn die Testquote in manchen Einrichtungen vor der Pflicht bei nur 30 Prozent lag.

Es ist verhältnismäßig ruhig an diesem Vormittag im Gaggenauer Testzentrum in der Jahnhalle. Zwar kommen immer wieder Menschen, um einen Antigen-Schnelltest oder auch einen PCR-Test machen zu lassen. Meist sind es Erwachsene. Ganz anders habe es am Dienstag ausgesehen, erzählt eine Angestellte. „Da haben wir insgesamt acht Schulklassen und Kindergartengruppen hier gehabt, nachdem deren Pool-Test-Ergebnisse positiv waren.“ Ein Zustand, der künftig häufiger eintreten kann – nicht nur, weil das hochansteckende Omikron inzwischen die dominierende Variante ist, sondern auch, weil seit dieser Woche auch in den Kindergärten Testpflicht herrscht.

„Wir haben einige Eltern gehabt, die sich jetzt neu zum Testen angemeldet haben“, erklärt Gabriele Wurster. Sie ist bei der katholischen Verrechnungsstelle in Rastatt für die katholischen Kindergärten in Gaggenau zuständig. Auch die katholischen Kitas in Gernsbach und in Forbach werden von Rastatt aus betreut. „Ich habe bisher von keinem einzigen Fall gehört, in dem Kinder wegen der Testpflicht nicht gekommen sind.“ Das ist auch das Bild, das sich in den anderen Kindergärten abzeichnet: Die Testpflicht werde gut angenommen, heißt es überall.

Möglichkeit, Kinder kostenlos zu testen, besteht schon lange

Das war nicht unbedingt zu erwarten: Schon lange besteht für Eltern die Möglichkeit, ihre Kindergartenkinder regelmäßig kostenlos zu testen. Doch je nach Einrichtung schwankte die Zahl derer, die dieses Angebot angenommen haben, zwischen 30 und 90 Prozent. „Bei uns war die Quote relativ gering“, erklärt Alexandra Strobel, Geschäftsleiterin der Spielwiese GmbH, die in Gaggenau, Gernsbach und Loffenau insgesamt fünf Krippen und Kindergärten betreibt. Letztere sind meist Waldkindergärten, also Einrichtungen, in denen die Kinder sich den ganzen Tag draußen aufhalten. Das sei möglicherweise ein Grund für die bisherige Zurückhaltung bei den Eltern, vermutet Spielwiese-Gründerin Sabine Huck.

„Ehrlich gesagt, hatten wir mit mehr Diskussionen gerechnet“, gibt Huck offen zu. Bisher laufe es aber sehr gut, auch wenn es nach wie vor Eltern gebe, die mit der Testpflicht haderten. Insgesamt sei die Resonanz vonseiten der Eltern aber gut. „Hoffentlich bleibt das so“, sagt Huck. Aus ihrer Sicht hat sich die neue Regelung schon bewährt: In der ersten Woche habe es bereits zwei Positiv-Fälle gegeben – einen in Loffenau, einen in Gernsbach. „Das hatten wir im vergangenen Jahr nie. Zwei Fälle in einer Woche.“

Ja, die Testpflicht, das sei so ein Thema. Eine junge Mutter läuft über den Parkplatz vor der Jahnhalle, ihre dreijährige Tochter an der Hand. Sie habe ihre Tochter schon vor der neuen Pflicht regelmäßig getestet. Doch an diesem Morgen sind erstmals zwei Striche auf dem Teststreifen aufgetaucht. „Ich habe mich sofort auch getestet und sie gleich noch mal – beides negativ“, erzählt die Mutter. Dennoch: Die Kita braucht laut Verordnung Sicherheit in Form eines negativen PCR-Testergebnisses. Da die Tochter keine Symptome aufweist, der Kinderarzt aber nur bei symptomatischem Corona-Verdacht teste, ist sie mit der Kleinen extra nach Gaggenau gefahren. „Ich bin gespannt, wie das jetzt ausgeht“, sagt die Mama leicht nervös.

Fälle wie den der Gernsbacher Mutter gibt es im Testzentrum in der Jahnhalle immer wieder mal. Auch Eltern, die nicht an den Pool-Testungen teilnehmen wollen, die in Gaggenau flächendeckend in allen Kitas angeboten werden, gehörten inzwischen zu den Kunden, erklärt eine Mitarbeiterin. „Die kommen allerdings eher am Vorabend. Vermutlich, damit es am nächsten Morgen nicht zu stressig wird.“

Ihr Autor

Swantje Huse

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Erstellt:
14. Januar 2022, 14:29 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 55sec

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