Testspiel: KSC schlägt Köln mit 5:1

Karlsruhe (ruf) – Auf dem weg ins Trainingslager hat der Fußball-Zweitligist Karlsruher SC einen Sieg im Testspiel gegen den Drittligisten Viktoria Köln gefeiert. Die Badener gewannen mit 5:1.

Trifft beim Sieg gegen Viktoria Köln dreifach: Marvin Wanitzek. Foto: Helge Prang/GES

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Trifft beim Sieg gegen Viktoria Köln dreifach: Marvin Wanitzek. Foto: Helge Prang/GES

Neukirchen am Großvenediger wirbt in seinem Imagefilm mit Badeseen, Kartbahnen und Wanderwegen um Touristen. In den kommenden Wochen sind vor Ort allerdings kaum noch Schlafplätze zu bekommen. Hotels und Pensionen sind nahezu ausgebucht. Glaubt man den Karlsruher Spielern, die schon nach der Ankunft am Samstagabend die Bedingungen vor Ort lobten, ist der Run auf das Grenzgebiet zwischen Osttirol und Salzburger Land allerdings auch wohlbegründet. Unterkunft, Verpflegung und Alpenpanorama, so heißt es, bildeten einen angenehmen Kontrast zum kräftezehrenden Trainingsprogramm.

Dass der Tross aus dem Badischen die neun Tage im Nachbarland gut gelaunt anging, dürfte allerdings auch am Zwischenstopp gelegen haben. Im bayrischen Bad Wörishofen, zwischen Memmingen und Augsburg gelegen, gelang dem Zweitligisten am Samstag ein 5:1-Sieg gegen Viktoria Köln. Nachdem zuvor in den ersten beiden Testspielen gegen den SGV Freiberg (2:0) und den Bahlinger SC nur zwei magere Törchen herausgekommen waren, kam das Schützenfest gegen den bislang höchstklassigsten Gegner der Vorbereitung zum richtigen Zeitpunkt. Gleich drei Treffer, einen davon per Foulelfmeter, erzielte dabei Mittelfeldspieler Marvin Wanitzek (56., 72., 77.). Dominik Kother (60.) und Philipp Hofmann (74.) erledigten den Rest.

Trainer Eichner einstweilen Zufrieden

Auch Trainer Eichner, der bereits vor der Abreise angekündigt hatte, „den Fokus auf das Verhalten im vorderen Drittel zu legen“, war einstweilen zufrieden. Gegen den Ex-Verein von Neuzugang Lucas Cueto hatte Eichner im ersten Durchgang Fabian Schleusener und Fabio Kaufmann im Sturm auflaufen lassen. In den zweiten 45 Minuten stürmte dann Hofmann vor Kother und Malik Batmaz. Nicht ganz unwahrscheinlich scheint es derzeit, dass Eichner im nächsten Übungsspiel, das am Mittwoch um 18.30 Uhr gegen den österreichischen Drittligisten FC Kufstein stattfinden wird, Schleusener neben Hofmann auflaufen lassen wird. Zumal er sich damit unter Wettkampfbedingungen ein Bild von der offenbar wahrscheinlichsten Angriffsformation für die anstehende Zweitligasaison machen kann.

Auch am Sonntag, als um 10 und um 16 Uhr zwei Trainingseinheiten angesetzt waren, stand die Offensivarbeit im Mittelpunkt. Am Vormittag standen nach dem Aufwärmen Torschussübungen auf der Agenda. Außenbahnspieler Marc Lorenz, der schon angeschlagen nach Österreich gereist war, muss sich derweil noch mindestens fünf Tage gedulden, ehe er statt mit der Langhantel auch wieder mit dem Ball arbeiten kann. Eine vor Ort durchgeführte MRT-Untersuchung dokumentierte einen komplizierten Muskelfaserriss im Oberschenkel.

Carlson vor dem Abgang

Derweil ist ein weiterer Linksfuß gar nicht erst nach Österreich mitgefahren. Dirk Carlson brachte stattdessen letzte Formalitäten für den sich abzeichnenden Wechsel innerhalb der Liga über die Bühne. Der luxemburgische Nationalspieler, der es auch aufgrund mehrerer Verletzungen in seinen beiden Karlsruher Spielzeiten nur auf 26 Einsätze gebracht hatte, sah zuletzt kaum noch realistische Chancen, sich im Konkurrenzkampf gegen Philip Heise einen Stammplatz in der Viererkette zu sichern. Am heutigen Montag, an dem sich im Wildpark auch der neue Hauptsponsor, die „CG Elementum AG“ vorstellt, soll verkündet werden, für welchen Verein Carlson künftig auflaufen wird.


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