Theater Baden-Baden: Demokratie im Rollenspiel erproben und erfahren

Baden-Baden (vgk) – In Kooperation führen das Junge Theater des Theaters Baden-Baden, machina eX und die Landesbühnen Sachsen für Schulklassen das Projekt „Play Democracy“ durch.

Leona Lejeune, Intendantin Nicola May und Sebastian Brummer freuen sich über die Spende der Sparkassenstiftung, überbracht von Lothar Volle (von links). Foto: Gareus-Kugel

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Leona Lejeune, Intendantin Nicola May und Sebastian Brummer freuen sich über die Spende der Sparkassenstiftung, überbracht von Lothar Volle (von links). Foto: Gareus-Kugel

„Play Democracy“ ist der Titel eines theatralen Rollenspiels in der Schule, das vom Performance-Kollektiv machina eX initiiert wird. In Baden-Baden wird das Gaming-Format im kommenden Schuljahr zum ersten Mal in den Klassenzimmern präsent sein. Die Initiative dazu ergriff das Junge Theater mobil des Stadttheaters Baden-Baden in Zusammenarbeit mit den Landesbühnen Sachsen.

Die Sparkassenstiftung Baden-Baden Gaggenau unterstützt das Projekt mit 9000 Euro. Das Geld verteilt sich auf die Jahre 2020, 2021 und 2022. Zudem wird das Vorhaben vom Lions-Club Baden-Baden Lichtentaler Allee mit 2500 Euro gefördert.

Der Vorsitzende der Sparkassenstiftung, Lothar Volle, freute sich im Rahmen der Spendenübergabe, das neue Theaterformat die nächsten drei Jahre begleiten zu dürfen. Er führte bei der Spendenübergabe weiter aus, dass Demokratie anstrengend und eine Pflanze sei, die gehegt und gepflegt werden müsse.

„Begehbares Theaterstück“, basierend auf Computerspielen

Um was geht es bei Play Democracy? Zunächst ist es ein „begehbares Theaterstück“, basierend auf Computerspielen. Eine Klasse muss Fragen stellen und beantworten. Fragen sind unter anderem: Wie soll die Zukunft aussehen? Wie kann ich abstimmen? Wer darf wählen? Haben alle überhaupt die gleichen Informationen? In diesem Zusammenhang werden ein Koffer im Klassenzimmer „zur Aufforderung“ und Schauspieler zu Avataren, gibt das Theater dazu Auskunft.

Es ist der Entwurf eines Stücks, in dessen Rahmen Schüler demokratische Prozesse erproben, erfahren und hinterfragen. Die Herausforderung für das Publikum besteht darin, dass dieses durch Szenarien geschickt wird und Codes zu knacken hat, um das nächste Spiellevel zu erreichen.

Das Konzept und Spieldesign entwarf machina eX. Im Einzelnen sind dies: Regie und Programmierung Anton Krause, Text Clara Ehrenwerth, Interaktiondesign Robin Hädicke. Um die Dramaturgie kümmern sich Dramaturg Sebastian Brummer, der zukünftige Leiter des Jungen Theaters und Johanna Jäger von den Landesbühnen Sachsen.

Gemeinsam mit dem Performance-Kollektiv will das Junge Theater das Game (Spiel) in die Klassenzimmer bringen. Das legte die scheidende Dramaturgin und Leiterin des Jungen Theaters, Leona Lejeune, im Gespräch dar.

Im Herbst sollen erste vorbereitende Workshops angeboten werden. Die Premiere ist für den 19. Mai 2021 im Theater des Kulissenhauses (TiK) geplant. Im Anschluss dreht das Stück seine Runden durch die Schulen.

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Erstellt:
27. Juli 2020, 11:00 Uhr
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