Theaterbetrieb 2021 in Ötigheim mit Hygienekonzept

Ötigheim (manu) – 2021 wird auf der Freilichtbühne Ötigheim wieder gespielt, hieß es bei der Jahreshauptversammlung der Volksschauspiele. „Wilhelm Tell“ soll mit Hygienekonzept stattfinden.

Leere Ränge wie im Corona-Jahr soll es 2021 auf der Freilichtbühne nicht mehr geben.  Foto: Volksschauspiele

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Leere Ränge wie im Corona-Jahr soll es 2021 auf der Freilichtbühne nicht mehr geben. Foto: Volksschauspiele

„Es gibt 2021 wieder Theater auf dem Tellplatz; wir lassen es in der Sommersaison krachen mit vielen kreativen Ideen. Es wird ein sehr besonderer Sommer, weil wir Dinge machen, die es vorher noch nie gab“, sagte Maximilian Tüg, geschäftsführender Vorstand der Volksschauspiele Ötigheim (VSÖ), bei der Jahreshauptversammlung am Samstag im Zuschauerraum der Freilichtbühne.

Bevor sich der bei dem Vereinstreffen neu gewählte Verwaltungsrat mit dem potenziellen Programm rund um die Jubiläumsaufführung von „Wilhelm Tell“ beschäftigt, muss ein ausgeklügeltes Hygienekonzept für den Zuschauer- und Spielerbereich her. „Machen wir uns nichts vor; eine völlig normale Sommersaison wird es wohl nicht geben“, resümierte Tüg nüchtern.

Wie und mit welchen Szenarien man in den Sommer 2021 startet, will man in den kommenden Wochen durchrechnen. Dabei wird alles in Betracht gezogen, was möglich sein könnte – vom ganz normalen Sommer wie eh und je bis hin zum „worst case“. Der Wille zur Flexibilität begleitet dabei die Vereinsführung, denn mögliche Lockerungen der Corona-Einschränkungen will man auf dem Planungsweg berücksichtigen. „Das alles zu überstehen, wird uns nur gelingen, wenn alle zusammenhalten“.

Wie sehr die VSÖ im Dorf „ein verbindendes Element“ darstellen, merke man laut Tüg gerade in diesem besonderen Jahr. Das großflächige Freilichtfoyer der VSÖ ermöglichte es, ab Juli befreundeten Vereinen ein Areal zum Proben zu bieten, aber auch selbst unterschiedliche Aktivitäten aufzunehmen. „Damit haben wir eine Art Normalität in unsere Gruppierungen gebracht und dafür gesorgt, dass sich die Ressorts wieder treffen konnten; ein richtiges Proben war das aber nicht“, sagte Tüg. Allerdings schaffte man es, „das Gemeinschaftsstiftende wieder reinzubringen; es ist wichtig, dass wir zusammenkommen können“.

Das Fehlen der Gemeinschaft habe sich auch bei der Geländepflegeaktion im August gezeigt. Die Resonanz sei sehr hoch gewesen; viele Vereinsmitglieder hätten beim „Reinemachen“ mitgewirkt.

Schritt für Schritt stehe nun „richtiges Proben“ unter den vorherrschenden Vorschriften auf dem Plan, um den Theaterverein neu voranzubringen. Ab Januar startet die Saison auf der „Kleinen Bühne“ mit einer Inszenierung von Peter Lüdi. Anfang März wird das Ballett „Die Puppenfee“ in der Mehrzweckhalle nachgeholt.

Bürgermeister Frank Kiefer betonte als stellvertretender VSÖ-Vorsitzender: „Auf Kosten von Gästen und Spielern gehen wir keine Risiken ein; wir müssen den Zusammenhalt pflegen, Zuversicht haben. Wir schreiten gemeinsam voran und gehen offen miteinander um“. Bei allem Optimismus erteilte Tüg jedoch dem Kameradschaftsabend in der Mehrzweckhalle im November eine Absage. „Ich glaube, alle verstehen, dass das dieses Jahr nicht durchführbar ist“. Die Ehrungen verdienter Mitglieder werde man nachholen. Als Ersatz für den Abend sei bei günstiger Witterung ein Treffen bei Glühwein im Freilichtfoyer angedacht.

Die Volksschauspiele hoffen, dass im Sommer 2021 der Jagdzug aus „Wilhelm Tell“ personell ebenso dicht durchführbar ist wie im Jahr 1913. Foto: Archiv Volksschauspiele

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Die Volksschauspiele hoffen, dass im Sommer 2021 der Jagdzug aus „Wilhelm Tell“ personell ebenso dicht durchführbar ist wie im Jahr 1913. Foto: Archiv Volksschauspiele

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Erstellt:
20. September 2020, 21:00 Uhr
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