Thomm Jutz fiebert Grammy-Gala entgegen

Nashville (rud) – Der in Bühl-Neusatz aufgewachsene und heute in Nashville lebende Bluegrass-Musiker Thomm Jutz ist für einen Grammy nominiert. In der Nacht zu Montag wird klar, ob er gewonnen hat.

Nominiert in der Kategorie „Bestes Bluegrass-Album des Jahres“: Thomm Jutz. Foto: privat

Nominiert in der Kategorie „Bestes Bluegrass-Album des Jahres“: Thomm Jutz. Foto: privat

Vor wenigen Tagen bekam Thomm Jutz Post von der Recording Academy. Im Briefkasten seines Hauses in Nashville lag ein Umschlag mit einer goldenen Medaille, auf der ein Grammophon eingeprägt ist: das Symbol der Grammy-Awards. Auf seiner Facebook-Seite hat er ein Foto der besonderen Postsendung gepostet.

Schon für die Nominierung seines Albums „To Live in Two Worlds, Vol 1“ in der Kategorie „Bestes Bluegrass-Album des Jahres“ kann sich der 51-jährige Gitarrist, Singer-Songwriter und Produzent also eine Medaille um den Hals hängen. Ob es für den in Bühl-Neusatz aufgewachsenen Musiker in der Nacht zum Montag in Los Angeles (Magenta TV übertragt ab 1 Uhr live) auch zu einem Grammy Award reicht?

Unter normalen Umständen wäre er gemeinsam mit seiner Frau Eva zur glamourösen Feier nach L.A. gefahren, aber in diesem Jahr findet die Show ohne Publikum statt. So wird er von zuhause aus gespannt die Zeremonie im Internet verfolgen. Die Preisverleihung für die Nischenkategorien wie Bluegrass wird nicht im Fernsehen übertragen und findet bereits am Nachmittag statt.

„Ich bin kein großer Redner“

Das Leben hat sich für den Musiker nach seiner Nominierung im November letzten Jahres nicht wesentlich verändert. „In der Szene hat mich die Nominierung sicherlich noch bekannter gemacht. Es ist wahrscheinlich etwas einfacher geworden, Songs anzubieten.“ Um bei den richtigen Leuten ins Gespräch zu bekommen, hat er eine Managerin angestellt, die auch in Zukunft mit ihm zusammenarbeiten wird.

„Im Vorfeld der Grammyverleihung muss man bestimmte Regeln beachten. Man kann Jurymitgliedern zwar das Projekt vorstellen, muss dabei aber sehr zurückhaltend agieren. Absprachen sind streng verboten. Wir haben auch Hunderte von E-Mails verschickt und waren in den sozialen Netzwerken aktiv – mehr kann man nicht machen.“

Vor der Preisverleihung ist Jutz gespannt. „Ich erwarte nicht, dass ich gewinne, weil die anderen vier, die in meiner Kategorie nominiert wurden, sicherlich bekannter sind als ich. Wenn ich den Grammy gewinnen sollte, dann wäre das eine große Überraschung. Wenn nicht, dann hat schon die Nominierung viel Positives für mich gebracht.“

Der Gewinner darf eine kurze Dankesrede halten. Und hat der ausgewanderte Badener, der bereits seit vielen Jahren die US-amerikanische Staatsbürgerschaft besitzt, schon etwas vorbereitet? „30 Sekunden ist zu wenig Zeit, um eine große Rede zu halten. Aber ich habe mir schon Gedanken gemacht, wem ich alles danken möchte, wenn ich tatsächlich gewinnen sollte. Aber ich bin ohnehin kein großer Redner.“

Ihr Autor

Georg Rudiger

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Erstellt:
11. März 2021, 19:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 15sec

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