Toni Hoffarth: „Ich fühle mich hier am richtigen Ort“

Steinmauern (mak) – „Ich fühle mich hier am richtigen Ort, es fühlt sich richtig an“, stellte Toni Hoffarth am Donnerstag an seinem ersten Arbeitstag als neuer Bürgermeister von Steinmauern fest.

Gut vorbereitet startet Toni Hoffarth als neuer Bürgermeister von Steinmauern. Der 34-Jährige legt im Rathaus großen Wert auf eine offene Kommunikation. Foto: Frank Vetter

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Gut vorbereitet startet Toni Hoffarth als neuer Bürgermeister von Steinmauern. Der 34-Jährige legt im Rathaus großen Wert auf eine offene Kommunikation. Foto: Frank Vetter

Der 34-Jährige hatte sich auf seinen ersten Arbeitstag in der Verwaltungszentrale des Flößerdorfes gut vorbereitet: Bereits ab November habe er sich ein- bis zweimal pro Woche mit der Bürgermeister-Stellvertreterin Reinhilde Weisenburger getroffen, mit der er einen „sehr intensiven Austausch“ gepflegt habe. „Das war heute kein Kaltstart“, sagt er. Am Montag habe er sich spontan entschlossen, für ein paar Stunden ins Rathaus zu gehen und seinen neuen Arbeitsplatz einzurichten, habe dann aber doch bis 18 Uhr gearbeitet, ebenso am Dienstag: „Ich konnte in Ruhe E-Mails und die Post aufarbeiten, das Rathaus war ja geschlossen und die Mitarbeiter haben Urlaub und Überstunden abgebaut“, berichtet Hoffarth im BT-Gespräch. Eigentlich hatte er zum Auftakt seines ersten offiziellen Arbeitstags ein Arbeitsfrühstück mit allen Mitarbeitern geplant, was aufgrund der Corona-Verordnung nicht möglich war, aber zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden soll. Um 9 Uhr habe er sich der Rathausmannschaft vorgestellt und ein paar Worte über sich und seine Person gesagt. Im Namen aller Mitarbeiter habe ihm Bauhofleiter Wolfgang Reiß eine Schultüte überreicht, die mit den Grundrissplänen des Rathauses dekoriert war. In der Tüte befanden sich symbolische Präsente wie ein Zitate-Buch oder ein Wecker, damit er abends nicht zu lange im Rathaus bleibt, berichtet Hoffarth, der sich über den „sehr warmen Empfang“ freute.

Offene Kommunikation hat hohen Stellenwert

Hoffarth erläutert anschließend, wie er sich die Zusammenarbeit vorstellt: „Ich bin ein Freund von klaren Ansagen und lege großen Wert auf eine offene Kommunikation, meine Tür steht immer offen“, führt der neue Bürgermeister aus. „Es ist aber auch klar, dass ich hier der Chef bin. Ich erwarte von den Mitarbeitern, dass sie Verantwortung übernehmen, selbstständig arbeiten und ihre Aufgaben gewissenhaft erledigen, was ja bisher auch der Fall war“, urteilt Hoffarth, der im gleichen Atemzug betont, dass er „nicht der Oberkontrolleur“ sei. Und: „Wer etwas arbeitet, der macht auch mal Fehler“, meint er. Seinen neuen Arbeitsplatz hat er nicht groß umgestaltet, damit lasse er sich noch etwas Zeit. Er werde mit einem Laptop arbeiten, diesen jedoch nicht mit nach Hause nehmen: „Ich habe in meinem alten Job ein dreiviertel Jahr Homeoffice gemacht. Mir ist es wichtig, hier vor Ort zu sein“, betont der 34-Jährige, der zuletzt als Finanzcontroller im Rastatter Benz-Werk gearbeitet hat. Bei der Bürgermeisterwahl am 25. Oktober konnte er 75,9 Prozent der Stimmen holen. Am 16. Dezember war dann sein letzter Arbeitstag im Benz-Werk. Den Urlaub habe er daheim bei mit Ehefrau Nadine und den beiden kleinen Töchtern in Steinmauern verbracht. Als nächste Termine stehen die Antrittsbesuche bei den MÖBS-Kollegen an, bevor er am 20. Januar zur Bürgermeisterwoche nach Radolfzell geht, die von der Verwaltungsschule des Gemeindetags veranstaltet wird. Des Weiteren hat er sich zu einem Seminar für neue Bürgermeister angemeldet. Im Hinblick auf Themen, die er zuerst angehen wird, könne er noch nichts sagen: „Ich möchte mich Schritt für Schritt einarbeiten und zunächst auch die einzelnen Mitarbeiter kennenlernen und erfahren, was aus ihrer Sicht anliegt.“ Aufgrund der Corona-Situation gelte es vordringlich, die Notfallbetreuung im Kindergarten und im Hort zu regeln. Die offizielle Vereidigung soll bei der Gemeinderatssitzung am 9. Februar stattfinden. „Meine Amtseinführung feiere ich dann, wenn auch die Bürger kommen können, die mich gewählt haben“, sagt Hoffarth. „Eine Feier im kleinen Kreis möchte ich nicht. Wann dies jedoch möglich sein wird, das lässt sich momentan nicht sagen.“

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Erstellt:
8. Januar 2021, 11:14 Uhr
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