Toni Hoffarth feierlich ins Amt eingeführt

Steinmauern (mak) – Toni Hoffarth ist als neuer Bürgermeister von Steinmauern feierlich vereidigt worden. Er präsentierte in seiner Antrittsrede ein volles Aufgabenpaket.

Reinhilde Weisenburger überreicht dem frisch vereidigten Bürgermeister Toni Hoffarth die Ernennungsurkunde. Foto: Frank Vetter

© fuv

Reinhilde Weisenburger überreicht dem frisch vereidigten Bürgermeister Toni Hoffarth die Ernennungsurkunde. Foto: Frank Vetter

Ein Bürgermeister, der offen ist für Anregungen, der sich „konstruktive und lebhafte Debatten“ im Gemeinderat wünscht und der die lebendige Dorfgemeinschaft fördern will: So präsentierte sich Toni Hoffarth am Dienstagabend bei seiner Amtseinführung in der Turn- und Festhalle Steinmauern.

Der Gemeinderat hatte zuvor die erste Bürgermeisterstellvertreterin Reinhilde Weisenburger als Vertreterin des Gremiums gewählt, um die Vereidigung und Verpflichtung des neuen Rathauschefs vorzunehmen. „Aus Kindern werden Leute“, blickte sie zurück auf ihre erste Begegnung mit Hoffarth vor 25 Jahren. Sie war an der Grundschule in Ötigheim, er ihr Schüler. „Damals habe ich Dir als deine Lehrerin Themen und Wege vorgegeben, nun ist es anders. Ich wünsche Dir eine glückliche Hand und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat“, meinte sie. Nach der feierlichen Vereidigung spendeten Gemeinderat und Gäste kräftigen Applaus.

Deutlicher Wahlsieg als „Vertrauensvorschuss“

Landrat-Stellvertreter Dr. Jörg Peter attestierte dem 34-jährigen Rathauschef einen „ordentlichen Sportsgeist“. Er habe im ersten Anlauf das Ziel erreicht und die Wahl deutlich für sich entschieden. „Es ist ein großer Vertrauensvorschuss, den Sie als Quereinsteiger von der Bürgerschaft erhalten haben“, meinte der Erste Landesbeamte. Hoffarth wisse als Steinmauerner genau, wo den Menschen der Schuh drückt. Und als Neuling in einer Gemeindeverwaltung blicke er auf die Arbeit des Rathauses mit ganz anderen Augen, als dies ein Routinier machen würde: „Diese Kombination aus frischem Wind und lokalem Stallgeruch ist eine gute Chance, um Steinmauern zu gestalten.“ Peter überreichte Hoffarth die zweibändige Kreisbeschreibung, die „gewissermaßen Pflichtlektüre für Neu-Bürgermeister“ sei. Er wünschte ihm „Tatkraft, Teamgeist, Unterstützung der Bürgerschaft und Gottes Segen“. An Ehefrau Nadine Hoffarth überreichte er einen Blumenstrauß.

Lob für überaus intaktes Team

„Der heutige Tag ist für mich ein ganz besonderer“, freute sich Toni Hoffarth, der sich bei seinen Eltern und bei seiner Ehefrau für die Unterstützung bedankte. Er betonte in seiner Antrittsrede, dass er offen für Anregungen sei und auch für diejenigen da sei, die ihn nicht gewählt haben. Ihm sei wichtig, seine Arbeit transparent zu kommunizieren. „Ich freue mich auf meine neue Aufgabe und werde alles dafür tun, um die Lebensqualität in Steinmauern zu erhalten beziehungsweise zu verbessern“, versprach er. Er wisse allerdings aus Erfahrung, dass ein Chef nur so gut sei wie seine Mannschaft: „Und ich bin sehr froh, auf ein überaus intaktes Team zurückgreifen zu können“, lobte er die Verwaltungsmitarbeiter, die ihn „sehr herzlich“ aufgenommen hätten.

Der junge Bürgermeister umriss einige Vorhaben, die er angehen will: Aufgabenverteilung im Rathaus überdenken, Sanierung der Hauptstraße und der Lindenstraße, Erweiterung des Baugebiets Breithölzer-Waldäcker sowie Gespräche mit Investoren, die ein Seniorenwohnheim bauen und betreiben möchten. Das Rathausgebäude sei in einem schlechten Zustand und benötige einen Aufzug.

„Ich freue mich sehr auf die neuen und reizvollen Aufgaben“, sagte Hoffarth. Der sonst übliche feierliche Akt bei einer Amtseinführung werde nachgeholt, „sobald es die Lage zulässt“.

Ihr Autor

BT-Redakteur Markus Koch

Zum Artikel

Erstellt:
10. Februar 2021, 07:30 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 29sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.