Torben quietscht in den herrlichsten Tönen

Karlsruhe (BT) – Jeden ersten Samstag im Monat präsentiert das BT mit dem Zoo Karlsruhe ein Zootier. Unter der Rubrik „Im Zoo zu Hause“ lernen Kinder im August den Zwergotter Torben kennen.

Von mehr als zehn verschiedenen Otterarten sind die Zwergotter die kleinsten. Foto: Timo Deible/Zoo Karlsruhe

© Timo Deible / Zoo Karlsruhe

Von mehr als zehn verschiedenen Otterarten sind die Zwergotter die kleinsten. Foto: Timo Deible/Zoo Karlsruhe

Schon von Weitem ist unser lautes Quieken zu hören. Es sind völlig unterschiedliche Laute, wir quietschen in den herrlichsten Tönen. Zwölf verschiedene Laute können unterschieden werden. Wir verwenden sie, um andere zu warnen, uns zu begrüßen, und quieken am lautesten, wenn wir etwas zu Fressen zu bekommen. Mein Name ist Torben und ich lebe zusammen mit Tabea im Zoo Karlsruhe. Wir sind Zwergotter, manche Menschen nennen uns auch Asiatische Kurzkrallenotter.

Von den mehr als zehn verschiedenen Otterarten sind wir die kleinsten. Wir werden nur einen knappen halben Meter lang, der Schwanz kommt aber noch dazu. Der südamerikanische Riesenotter kann dagegen fast dreimal so groß werden. Dadurch, dass wir so schlank sind, bringen wir auch nur ein Gewicht von etwa drei Kilogramm auf die Waage. Damit wir möglichst gut durchs Wasser gleiten können, ist der Körper sehr schmal und die Ohren sind klein und rund. Sie können wie die Nasenlöcher beim Schwimmen und Tauchen verschlossen werden. Beim Schwimmen sind wir extrem schnell.

Muscheln als Leibspeise

Der zweite Name, Kurzkrallenotter, bezieht sich darauf, dass unsere Krallen nur noch sehr schwach ausgebildet sind. Die meisten anderen Otterarten haben recht lange Krallen. Auch unsere Schwimmhäute sind zurückgebildet, wodurch die Finger ziemlich beweglich sind. Unsere Pfoten sehen dadurch den menschlichen Händen ähnlich. Dies kannst du gut beobachten, wenn wir mit Gegenständen wie zum Beispiel Steinen oder Futterbällen im Wasser spielen. Und das mache ich sehr gerne!

Die beweglichen Finger helfen uns außerdem, Muscheln und Krebse im schlammigen Bodengrund zu ertasten. Muscheln fressen wir nämlich besonders gerne und können sie so schnell finden. Selbst harte Muschelschalen können wir gut mit unserem kräftigen Gebiss knacken. Auch einen Krebs können wir problemlos fressen, auch wenn er einen ganz harten Panzer hat.

Meine Artgenossen kommen vor allem entlang von See- und Flussufern und Gebieten mit viel Wasser, wie überflutete Reisfelder, in Südostasien vor. Der Mensch legt dort aber immer mehr Gebiete für Ackerbau und Siedlungen trocken. Somit verschwinden immer mehr Lebensräume und somit auch die Kurzkrallenotter in der Natur. Zudem verschmutzen die Menschen das Wasser, damit gibt es dort auch keine Nahrung mehr für uns. Deshalb gilt meine Art mittlerweile als gefährdet.

In Zoos kannst du uns jedoch recht häufig sehen. Hier in Karlsruhe leben wir am Lauterberg oberhalb der Anlage der Seelöwen.

Vergangen Monat lernten Kinder den Roten Panda Terai aus dem Zoo Karlsruhe kennen.


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.