Torsten Anselms nächstes Ziel lautet Nationalmannschaft

Muggensturm (moe) – Torsten Anselm ist eines der größten Talente im Handball-Bezirk. Als einziger Sportler des südbadischen Verbands schaffte es der 16-jährige Muggensturmer bei der DHB-Sichtung ins All-Star-Team.

Torsten Anselms nächstes Ziel lautet Nationalmannschaft

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Früh übt sich, wer ein Meister werden will – dieses Sprichwort passt wie der Zeigefinger in den Harztopf, wenn es um Torsten Anselm geht. Im Alter von gerade einmal zwei Jahren wirbelte der Knirps bereits im Nachwuchs der SG Muggensturm/Kuppenheim durch die Halle. „Eigentlich geht das Training erst mit fünf Jahren los“, berichtet Vater Günter Anselm. Aber weil Torstens älterer Bruder Tobias bereits im MuKu-Trikot aktiv war, „hat Torsten so lange gequengelt, bis er auch mitmachen durfte“. Seine Hartnäckigkeit hat sich durchaus gelohnt, denn heute – also rund 14 Jahre später – ist der Teenager nicht mehr weit davon entfernt, sich das Trikot der Nationalmannschaft überstreifen zu dürfen.

Bei der Sichtung des Deutschen Handball-Bunds (DHB), die von Donnerstag bis Sonntag im Heidelberger Olympiastützpunkt vonstatten ging, schaffte es Anselm als einziger Kandidat aus Südbaden ins All-Star-Team des Jahrgangs 2004. Schon im Vorfeld hatte der 16-Jährige sich eine Nominierung zum Ziel genommen. Dass er es als einer von nur sechs Feldspielern aus ganz Süddeutschland geschafft hat und vor voller Halle sogar als erster Teilnehmer verkündet wurde, fand Anselm „total cool. Ich habe mich natürlich riesig gefreut“, wie er im BT-Gespräch erzählt.

Lob von Auswahltrainern

Als Spielmacher der südbadischen Auswahl ist Anselm den Sichtern um U-21-Bundestrainer Martin Heuberger nachhaltig aufgefallen. Er habe sehr gut Regie geführt, oft seinen Kreisläufer, aber auch seine anderen Mitspieler eingesetzt. Obendrein versprühte er reichlich Torgefahr, berichtet der Youngster, der das Ludwig-Wilhelm-Gymnasium in Rastatt besucht, vom Lob der Auswahltrainer. „Es hat total Spaß gemacht, ich habe viele nette Leute kennengelernt.“

Nationalmannschaft als nächstes Ziel

Vielleicht kommen demnächst ein paar mehr hinzu. In den nächsten Wochen wird Anselm die Einladung für eine weitere Sichtung in den Briefkasten flattern. Dann wird aus den besten Talenten Süddeutschlands, zu denen Anselm gehört, und dem vielversprechenden Nachwuchs aus dem Norden, deren Sichtung bereits vor einer Woche in Kienbaum über die Bühne ging, der Kreis der Jugend-Nationalmannschaft gebildet – ein Ziel, dass selbstverständlich auch Anselm „auf jeden Fall“ vor Augen hat: „Wenn ich es schon als einer der besten aus dem Süden in die nächste Runde geschafft habe, will ich es auch in die Top 20 in Deutschland schaffen.“

Dass Torsten Anselm ein hoffnungsvolles Handball-Talent ist, steht derweil nicht erst seit der Sichtung in Heidelberg fest. Auch in der südbadischen Auswahl wusste der Muggensturmer schon zu überzeugen, von seinem Heimatverein ganz zu schweigen. Dort geht der 16-Jährige bereits mit der A-Jugend in der Südbadenliga auf Torejagd – obwohl er eigentlich erst dem jüngeren B-Junioren-Jahrgang angehört. Die Fähigkeiten des Ausnahmekönners, der nicht nur als Mittelmann, sondern auch im linken Rückraum auf der Platte steht, sind auch anderen Vereinen nicht verborgen geblieben, seit dieser Saison ist er als Gastspieler unter Trainer Alexander Bossert – Spielmacher von Phönix Sinzheim – in der B-Jugend-Oberliga für die SG Pforzheim/Eutingen aktiv und dort als Nesthäkchen eine feste Größe.

Günter Anselm ist natürlich stolz auf seinen Junior, bisher läuft es mit der Handball-Karriere „einwandfrei“, berichtet der Papa – kein Wunder, wenn man schon so früh loslegt.

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Erstellt:
9. März 2020, 18:00 Uhr
Lesedauer:
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