Tote Ziege in Bermersbach: Wolfsriss bestätigt

Forbach (stj) – Die genetischen Untersuchungen des Senkenberg-Instituts haben ergeben, dass es ein Wolf war, der am 6. Januar die Ziege in der Gemeinde Forbach getötet hat.

Wolf GW852m hat die Ziege in Bermersbach gerissen. Das bestätigt die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt. Foto: Boris Roessler/dpa

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Wolf GW852m hat die Ziege in Bermersbach gerissen. Das bestätigt die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt. Foto: Boris Roessler/dpa

Die Proben belegen, dass es sich dabei um den residenten Wolfsrüden mit der Bezeichnung GW852m handelt. Das teilte die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) am Montag mit. Die Gemeinde Forbach gehört zum so genannten Fördergebiet Wolfsprävention Schwarzwald, in dem sich im nördlichen Teil der Wolfsrüde GW852 seit fast drei Jahren niedergelassen hat. In dem Fördergebiet unterstützt das Land Nutztierhalter bei der Finanzierung von Herdenschutzmaßnahmen. Seit 2018 hat der Wolf inzwischen sechs Mal Nutztiere im Murgtal gerissen. Der erste Angriff erfolgte in Reichental, dann schlug das Tier in Langenbrand, in Gausbach und zwei Mal im Forbacher Sasbachtal zu sowie jüngst in Bermersbach bei den Ziegenfreunden.

Sechste Attacke auf Nutztiere im Murgtal

Das Umweltministerium empfiehlt dringend, den Herdenschutz dort wolfsabweisend zu gestalten. Im Fördergebiet Wolfsprävention erhalten Nutztierhalter bis zu 100 Prozent der Kosten für einen wolfssicheren Grundschutz ihrer Tiere erstattet. Bezuschusst werden unter anderem die Material- und Erstellungskosten wolfsabweisender Elektrozäune, heißt es in der Mitteilung der FVA weiter. Bei noch unzureichendem Herdenschutz stellt das Umweltministerium über die FVA kurzfristig Notfall-Zaunsets beziehungsweise Flatterband mit Stangen für 1,20 Meter Höhe bereit.

Die Nutztierverbände und die Wildtierbeauftragten der Region sind über den Sachverhalt informiert. Eventuelle Beobachtungen mit Verdacht auf einen Wolf sollten umgehend der FVA in Freiburg gemeldet werden per E-Mail an info@wildtiermonitoring.de oder unter (07 61) 4 01 82 74.

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Erstellt:
25. Januar 2021, 18:00 Uhr
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