Tour de Murg: Schwachstellen analysiert

Murgtal (stj) – Der beliebte Radweg Tour de Murg ist größtenteils gut in Schuss, aber es gibt ein paar Schwachstellen. Die wurden bei einer Tour mit dem MdL Thomas Hentschel offensichtlich.

Eine der zwei großen Schwachstellen des Tour-de-Murg-Radwegs wird derzeit millionenschwer behoben: Die Verbindung zwischen Hilpertsau und Weisenbach bekommt eine Radfahrerbrücke, damit künftig nicht mehr entlang der B 462 gefahren werden muss. Foto: Juch

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Eine der zwei großen Schwachstellen des Tour-de-Murg-Radwegs wird derzeit millionenschwer behoben: Die Verbindung zwischen Hilpertsau und Weisenbach bekommt eine Radfahrerbrücke, damit künftig nicht mehr entlang der B 462 gefahren werden muss. Foto: Juch

„Die Tour de Murg ist unter den zahlreichen Radwanderwegen der Region Mittelbaden ein Highlight: Mit der Bahn aufwärts, mit dem Rad abwärts.“ So wirbt die Schwarzwald Tourismus GmbH für die Strecke von Freudenstadt nach Rastatt. Wer sie fährt, kann diese Vorschusslorbeeren nur bestätigen. Aber es gibt auch Schwachstellen. Um diese zu analysieren und Optimierungsvorschläge zu unterbreiten, ist Landtagsabgeordneter Thomas Hentschel (Grüne) am Donnerstag mit einigen Interessierten auf der Tour de Murg von Forbach nach Gernsbach geradelt.

Gleich zu Beginn, beim Anstieg am Ortsausgang von Gausbach, musste die Gruppe mächtig in die Pedale treten. Hier stimmt der Slogan „mit dem Rad abwärts“ nicht, trotzdem sollten die paar Hundert Meter Steigung in Richtung Langenbrand auch für nicht geübte Fahrradfahrer kein großes Problem darstellen. Eine erste Gefahrenstelle machte der Landtagsabgeordnete aus Gernsbach bei der Unterführung der Murgtalbrücke auf Höhe Langenbrand aus, wo es aufgrund der Sichtverhältnisse gelte, besonders rücksichtsvoll zu fahren. Hier wären aus Sicht des Sprechers für E-Mobilität der Grünen-Landtagsfraktion entsprechende Schilder hilfreich. Insgesamt könne man die Beschilderung der Radstrecke aber als gut bezeichnen.

Alles andere als gut ist der Abschnitt zwischen Weisenbach und Hilpertsau, wo man ein gutes Stück entlang der B 462 fahren muss, was nicht unerhebliche Risiken birgt. Dieser Missstand wird derzeit mit dem Bau einer Radwegbrücke behoben. Mehr als fünf Millionen Euro gibt der Bund als Bauherr dafür aus. Man könne sich schon darauf freuen, wenn das Projekt ab Mitte August 2021 hier für ein deutliches Plus an Sicherheit sorgt.

Vorfreude auf neue Radbrücke, Hoffnung auf Optimierung in K 3700

Ein solches wünschen sich die Radfahrer auch für die zurzeit gesperrte Obertsroter Straße, Klingelstraße (K 3700). Dort könne sich Hentschel eine Kombination aus Fahrradstraße und Schutzstreifen vorstellen, um dem Radverkehr Vorrang gegenüber motorisierten Verkehrsteilnehmern einzuräumen. Entsprechende Möglichkeiten wolle er prüfen. Auch der Ortschaftsrat von Obertsrot ist an dem Thema dran – schon seit Jahren.

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Erstellt:
4. September 2020, 22:00 Uhr
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