Trainer-Neuling Batistic mit Premiere zufrieden

Iffezheim (mhä) – Nach seinem ordentlichen Premieren-Jahr als Galoppertrainer in Iffezheim will der „badische Kroate“ Gordon Batistic 2021 durchstarten.

Bewährte Größe: Gordan Batistic mit Saxone und Lebensgefährtin Sandra Renz. Foto: Michael Hähn

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Bewährte Größe: Gordan Batistic mit Saxone und Lebensgefährtin Sandra Renz. Foto: Michael Hähn

Sogar den badischen Dialekt hat er längst angenommen, und aus dem Renndorf will er nicht mehr weg: Gordan Batistic ist zwar in Zagreb geboren, aber seit genau 30 Jahren ist Iffezheim und die nähere Umgebung der Mittelpunkt seines Arbeitslebens. Ohne auch nur ein einziges Wort Englisch oder Deutsch gesprochen zu haben, floh der heute 46-Jährige damals vor dem Krieg in seiner Heimat Kroatien an den Stall von Trainer Manfred Prinzinger. Gut hundert Siege standen seither im Rennsattel zu Buche, doch eine Rückenverletzung beendete die Jockey-Karriere.

Doch dem Rennsport blieb Batistic treu. Nach sieben Jahren als Assistent, Manager und Reisebegleiter bei Alfred Renz in Au am Rhein – mit dessen Nichte Sandra lebt er zusammen – erfüllte er sich 2020 einen Traum als selbstständiger Trainer in Iffezheim. Noch ist er nebenher als Kassierer an der Autobahnraststätte in Baden-Baden im Einsatz, doch die Hoffnung besteht, schon im Lauf des Jahres den Fokus komplett auf die Trainertätigkeit zu legen.

Saxone als bewährte Größe im Stall

Drei Treffer standen in der ersten Saison 2020 auf der „Habenseite“ – mit Fascianata bei der umjubelten Premiere am 7. August in Mannheim sowie mit Julietta im Herbst auf den französischen Bahnen in Craon und Montier-en-Der. „Ich war zufrieden mit meinem ersten Jahr. In Deutschland kam kein Pferd ohne Prämie nach Hause.“ Und das neue Jahr hat prima angefangen: mit dem Sieg von Andersson in Lyon-la-Soie.

Auf Andersson ist Batistic besonders stolz: „Wir haben ihn gut in Schwung bekommen. Wenn alles passt, kann er noch einmal gewinnen.“ Die Doppelsiegerin Julietta hatte eine Chip-Operation und soll nur noch wenige Male eingesetzt werden. „Ich neige auch dazu, sie zu Protectionist ins Gestüt zu schicken“, spekuliert der Trainer auf den Melbourne-Cup-Gewinner als ersten Partner.

Eine bewährte Größe ist Saxone, der die neue Saison mit einer Platzierung vielversprechend begonnen hat. „Wir werden noch viel Spaß mit ihm bekommen“, glaubt Batistic, der zudem hofft, dass bei „meinem besten Pferd“ Glorious Emaraty bald der Knoten platzt. „Er gibt immer sein Bestes, wartet aber noch auf einen Sieg.“ Zwei interessante Neuzugänge im Besitz des früheren Versicherungsmaklers Horst Kagel aus Hannover sind der dreijährige Wallach Ajas (Batistic: „Er hat als Sohn des Derbysiegers Isfahan eine gute Abstammung.“) und die gleichaltrige Stute Aguilera Christina, die aus Prag den Weg zum „badischen Kroaten“ Gordan Batistic nach Iffezheim fand.

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Erstellt:
12. April 2021, 16:11 Uhr
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