Trainerin Whitfield peilt wieder Heimsiege an

Iffezheim (mhä) – Für die Betreuer aus der Trainingszentrale sind die Galopprennen in Iffezheim immer etwas Besonderes. Conny Whitfield hofft mit Analeon erneut auf einen Heimsieg.

Familienunternehmen: Conny Whitfield auf Analeon und Ehemann Steve. Foto: Michael Hähn

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Familienunternehmen: Conny Whitfield auf Analeon und Ehemann Steve. Foto: Michael Hähn

Weihnachten 2020 war für viele in Deutschland ein trauriges Fest – bedingt durch Corona. Aber die Gemütslage der Iffezheimer Trainerin Conny Whitfield war eine andere: Sie erlebte so fröhliche Feiertage, wie man sie selten erlebt. Denn vier Tage vor dem Fest, am 20. Dezember, gelangen ihr mit Los Altos und Plain Beau zwei Erfolge auf der Sandbahn von Lyon-la-Soie. „Damals hatte ich nur diese beiden Pferde auf der Trainingsliste“, erinnert sich Whitfield.

Damit verbesserte das Familienunternehmen um die jetzt 42-jährige Trainerin, ihren Ehemann Steve und die nun achtjährige Tochter Hayley die Saisonbilanz auf vier Erfolge. Exakt wurde damit die Siegzahl der beiden Vorjahre egalisiert, die anderen beiden Treffer hatten wiederum Los Altos bereits im Februar in Lyon sowie Analeon im Oktober in einem Ausgleich II in Iffezheim erzielt. Whitfield: „Ende des Jahres lief es richtig gut. Und der Bau der neuen Sandbahn ist ein sehr positives Signal, genau wie die Übernahme der Rennbahn durch Baden Galopp.“

Der Pferdebestand soll in den nächsten Wochen noch auf rund zehn Kandidaten anwachsen. Der so ungemein treue Wallach Analeon, der inzwischen mit sieben Jahren der Alterspräsident ist, brachte in Iffezheim ein Kunststück fertig. „Ich glaube, dass es nicht viele Pferde gibt, die drei Jahre hintereinander hier gewonnen haben“, erklärt die Betreuerin.

Los Altos ein treuer Kämpe

Der ein Jahr jüngere Los Altos entwickelte sich im vergangenen Jahr mit den beiden Erfolgen prächtig. „Er hat die Kurve bekommen und wurde immer besser“, versichert Whitfield: „Er hat eine Vorliebe für den Sand in Lyon-la-Soie und ist ein sehr treuer Kämpe.“

Für emotionale Momente könnte auch Plain Beau sorgen, der als Einziger im Stall keine französische Abstammung hat. Dennoch startete er 2020 ausschließlich im Nachbarland, musste wegen einer schweren Hufverletzung aber über ein halbes Jahr aussetzen. Der Höhepunkt war natürlich der Erfolg am 20. Dezember. „Vielleicht kann er sich doch noch ein Quinté-Rennen schnappen“, sagt seine Trainerin, die die dreijährige Stute Felisha als große Hoffnung bezeichnet. „Ihre Mutter Fantastic Flash gewann sechs Rennen für uns. Es wäre toll, wenn sie ihr nacheifern könnte.“

Mit Fabiano, einem Fünfjährigen (Whitfield: „Er hatte eine zweijährige Verletzungspause und könnte einiges nachholen.“) und dem zweijährigen Farakan bereitet Whitfield zwei weitere Nachkommen von Fantastic Flash vor. Hinzu kam die gleichaltrige Daddy’s Black Girl, die im Sommer zum ersten Mal laufen könnte.

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12. April 2021, 16:16 Uhr
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