TransnetBW: Strommasten werden verschoben

Ötigheim/Rastatt/Kuppenheim (stn) – TransnetBW hat die Unterlagen zur geplanten Netzverstärkung während des Planfeststellungsverfahrens geändert. Sie werden nun ein zweites Mal öffentlich ausgelegt.

Von der Verschiebung der Strommasten um zwei bis 17 Meter sind keine neuen Anwohner betroffen. Foto: Archiv/Christina Nickweiler

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Von der Verschiebung der Strommasten um zwei bis 17 Meter sind keine neuen Anwohner betroffen. Foto: Archiv/Christina Nickweiler

Um das Vorhaben der 380-Kilovolt-Netzverstärkung der TransnetBW war es in den vergangenen Monaten ruhig geworden. Doch nun kommt wieder Bewegung in die Sache. Während des laufenden Planfeststellungsverfahrens wurden die im Juli vergangenen Jahres bereits ausgelegten Antragsunterlagen von TransnetBW noch einmal geändert. Die entsprechenden Unterlagen werden deshalb nun ein zweites Mal öffentlich ausgelegt.

Betroffen von den Änderungen sind unter anderem die Gemeinde Ötigheim sowie die Städte Rastatt und Kuppenheim. Wie aus den Erläuterungen zur Änderung des Plans zu entnehmen ist, haben sich im Rahmen der Anhörungsphase an mehreren Maststandorten Konflikte aufgrund kritischer Annäherungen an Straßen beziehungsweise Fremdleitungen ergeben.

Nach eingehender Prüfung und Bewertung technischer Optimierungsmöglichkeiten seien die Maststandorte daher angepasst worden. Wie TransnetBW-Pressesprecher David Moser versichert, handle es sich allerdings nur um minimale Verschiebungen. Zudem seien durch die Verschiebungen keine neuen Anwohner betroffen.

Neuprüfung der Umweltverträglichkeitsprüfung

Mast auf Gemarkung Ötigheim: Verschiebung um 7,9 Meter nach Norden
Mast auf Gemarkung Rastatt: Verschiebung um 17,1 Meter nach Norden, im Zusammenhang mit der Verschiebung ergibt sich hier zudem eine Anpassung der temporären Bauflächen.
Mast auf Gemarkung Rastatt: Verschiebung um zwei Meter nach Südwesten
Mast auf Gemarkung Kuppenheim: Verschiebung um zehn Meter nach Nordosten

Im Rahmen der Anhörung wies die Stadt Rastatt außerdem darauf hin, dass im Bereich eines Mastes auf Gemarkung Rauental eine naturschutzfachliche Aufwertungsmaßnahme geplant sei, die mit dem Maststandort kollidiert. Deshalb wurde auch dieser Maststandort angepasst und um etwa 12,5 Meter nach Norden verschoben.

„Durch die Änderungen in den Antragsunterlagen musste auch eine Neuprüfung der Umweltverträglichkeitsprüfung vorgenommen werden“, erläutert Moser. Diesbezüglich habe sich jedoch zumindest in Rastatt, Ötigheim und Kuppenheim nichts Signifikantes geändert. Es gäbe sogar gute Neuigkeiten: „Ein potenzielles Haselmaushabitat wird nicht mehr in Anspruch genommen“, verkündet Moser.

Einsicht der Unterlagen bis 28. Mai möglich

Die Unterlagen zum geänderten Vorhaben, der geänderte Bericht zur Umweltverträglichkeitsprüfung sowie Unterlagen zu Immissionsschutz- Untersuchungen und zu Natura-2000-Verträglichkeitsstudien liegen bis einschließlich 28. Mai unter anderem in den Kommunen Rastatt, Ötigheim, Kuppenheim, Bietigheim, Durmersheim, Au am Rhein und Muggensturm zur Einsicht aus.

Zum Schutz der Ausbreitung des Coronavirus müssen sich interessierte Bürgerinnen und Bürger zur Einsichtnahme mindestens einen Tag vorher unter Angabe des Namens der Einsicht nehmenden Person und der Kontaktdaten in der jeweiligen Kommune telefonisch anmelden.

Bis einschließlich 28. Juni kann jeder, der durch diese Maßnahme und eine Zulassungsentscheidung betroffen ist, Einwendungen erheben oder sich zu den Umweltauswirkungen äußern. Im Herbst soll es dann einen Erörterungstermin geben.

Ihr Autor

BT-Volontärin Nora Strupp

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Erstellt:
29. April 2021, 11:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 15sec

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