Tretbecken in Bermersbach liegt trocken

Forbach (mm) – Der Bach plätschert munter dahin, das Tretbecken im Bermersbacher Ebettal liegt idyllisch, aber es liegt auch trocken.

Trotz Sommertemperaturen ist das Wassertretbecken im Bermersbacher Ebettal leer. Ein Zustand, den Alexander Weber bedauert. Foto: Markus Mack

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Trotz Sommertemperaturen ist das Wassertretbecken im Bermersbacher Ebettal leer. Ein Zustand, den Alexander Weber bedauert. Foto: Markus Mack

Die Sonne scheint, der Blick schweift über das Bergdorf, ein schönes Plätzchen zum Entspannen. Doch das Becken hinterlässt einen eher traurigen Eindruck. Es ist leer und könnte einen Anstrich vertragen; kein frisches Wasser lädt zum Abkühlen beim Wassertreten ein. Seit 17. März 2020 ist es geschlossen. Das ist auf einem Schild am Geländer zu lesen. „Aufgrund von Corona“, erzählt Alexander Weber. Die Schutzmaßnahmen seien aber mittlerweile gelockert, in umliegenden Orten seien die Kneippanlagen wieder geöffnet. Nicht so in Bermersbach. Die Gemeindeverwaltung in Forbach berufe sich mittlerweile nicht nur auf Corona, sondern auch auf Kostengründe. Trinkwasser soll eingespart werden.

Gemeinde wartet auf die Vorgaben des Landkreises

Die Anlage war auch Thema bei der jüngsten Ortschaftsratssitzung. Die Gemeinde wartet auf die Vorgaben des Landkreises zur Inbetriebnahme, berichtete dort Ortsvorsteher Eberhard Barth. Anstatt Trinkwasser könnte auch Bachwasser (wie schon in der Vergangenheit) genutzt werden, lautet ein Vorschlag aus dem Bergdorf. Nach Hochwassern des Bachs habe allerdings ein größerer Aufwand für die Reinigung bestanden, erläutert Weber. Deshalb sei das Becken an das Frischwasser angeschlossen worden. Es gebe allerdings Möglichkeiten, bei der Verwendung von Vorsieben oder Absetzbecken wieder Bachwasser zu nutzen. Die Vorschläge dazu kamen aus der Bürgerschaft, erzählt Weber. Die Bereitschaft zur tatkräftigen Unterstützung sei vorhanden. „Bislang kam keine Reaktion aus dem Forbacher Rathaus“, bedauert der Bermersbacher. Weber befürchtet, dass das Becken in diesem Jahr nicht mehr in Betrieb gehen kann. Wie es im nächsten Jahr aussieht, das sei von Auflagen und Aufwand abhängig.

Namensgeber der Wasserkuren wird 200 Jahre alt

Weber bedauert, dass das Becken trocken ist: Wanderwege führen dort vorbei, der Glücksweg ist in der Nähe. „Schade, es ist halt kein Wasser drin“, kommentiert er die klassische „Hängepartie“. Die Bermersbacher stünden zur Mithilfe bereit: „Wir hoffen, dass die Verwaltung sich bald äußert, wie es weitergehen soll.“ Die Bermersbacher wollen wissen, ob sie mithelfen können, das Becken wieder zu reaktivieren.

In diesem Jahr würde Pfarrer Sebastian Kneipp, der Namensgeber der Wasserkuren, 200 Jahre alt. Da hätte man eine kleine Veranstaltung organisieren und die Einnahmen für die Wiederinbetriebnahme des Beckens verwenden können, so ein Vorschlag. Die Zeit drängt, „für dieses Jahr wäre es höchste Eisenbahn“.

Ihr Autor

BT-Redakteur Markus Mack

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Erstellt:
23. Juli 2021, 18:00 Uhr
Lesedauer:
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