Überschaubarer Betrieb in Lichtentaler Allee

Baden-Baden (hez) – Der befürchtete Massenansturm an Ostern ist ausgeblieben. Viele Menschen haben die Corona-Regeln auch an den Feiertagen befolgt und sind zuhause geblieben. Etwa 50 Vergehen gab es über Ostern in Zusammenhang mit dem Infektionsschutz in der Kurstadt.

Lichtentaler Allee am Ostersonntag: Recht ruhig geht es auf der beliebten Flaniermeile zu.Foto: Zeindler-Efler

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Lichtentaler Allee am Ostersonntag: Recht ruhig geht es auf der beliebten Flaniermeile zu.Foto: Zeindler-Efler

Lob gab es gestern von der Polizei und der Baden-Badener Stadtverwaltung für die Bevölkerung, denn über die Ostertage hielt sich die Zahl der Verstöße gegen die Corona-Bestimmungen in Grenzen.
Vor den Feiertagen waren die Sorgen in der Kurstadt nicht unerheblich gewesen. Nach den Erfahrungen vergangener Jahre und den Wetterprognosen konnte man einen Menschenansturm in der Lichtentaler Allee nicht ausschließen. Da schienen Probleme angesichts der Abstandsregelungen in der Corona-Krise vorprogrammiert. Die Stadt warnte sogar vor einem Besuch der Allee und bat die Menschen, sich andere Wege für den Osterausflug auszusuchen.

Doch dann zeigte sich, dass die Befürchtungen nicht berechtigt waren. Viele Baden-Badener blieben lieber zu Hause, und so ging es in der Allee meist recht ruhig zu.

Insgesamt verzeichnete man beim Gemeindevollzugsdienst nur vier Verstöße durch Menschen, die sich zu nahe gekommen waren. Das Polizeipräsidium Offenburg meldete in seinem Zuständigkeitsbereich 262 Ordnungswidrigkeiten. Eine BT-Nachfrage bei der Pressestelle der Polizei ergab, dass diese Verstöße besonders in Offenburg und im Raum Rastatt registriert wurden. In der Kurstadt wurden etwa 50 Vergehen gegen Corona-Bestimmungen vermerkt, meist ging es dabei um die Nichteinhaltung des Mindestabstands.

Viele Radfahrer und Biker unterwegs

Auffällig war, dass auf Baden-Badener Gemarkung Spaziergänger und Wanderer nicht nur in der Allee, sondern auch im Stadtwald und in den Rebgebieten seltener als an sonstigen Feiertagen unterwegs waren. Dies berichtete Stadt-Pressesprecher Roland Seiter im BT-Gespräch. Stattdessen habe man Fahrradfahrer in größerer Zahl gesehen. Auf der Strecke waren auch so manche Motorradfahrer, die die beliebten Ausflugsrouten unüberhörbar frequentierten.

Insgesamt zieht Roland Seiter ein positives Fazit: „Ein hoher Prozentsatz der Leute beachtet die Corona-Regeln.“

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Erstellt:
15. April 2020, 14:00 Uhr
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