Üppige Siegprämien zum Rennauftakt in Iffezheim

Iffezheim (bue) – Am Freitag beginnt auf der Iffezheimer Rennbahn das „Sales & Racing“-Festival. Zum Auftakt wartet das lukrative Ferdinand-Leisten-Memorial-Rennen, das mit 200.000 Euro dortiert ist.

Der Hengst Mister Applebee geht als Favorit in das BBAG-Auktionsrennen. Foto: Klaus-Jörg Tuchel

© tuch

Der Hengst Mister Applebee geht als Favorit in das BBAG-Auktionsrennen. Foto: Klaus-Jörg Tuchel

Um am heutigen Freitag auf der Galopprennbahn in Iffezheim an das große Geld zu kommen, braucht es eine Eintrittskarte, die es vor einem Jahr zu lösen galt. Nur, wer bei einer Auktion der BBAG zumindest im Angebot war – unabhängig von einem tatsächlich erfolgten Verkauf – ist für die Auktionsrennen in diesem Land startberechtigt. Und da ist das Ferdinand Leisten Memorial, in dem es üppige 200.000 Euro zu verdienen gibt, in Sachen Dotierung die klare Nummer eins.

Nur zwei Rennen im Jahreskalender des Turfs haben eine höhere Dotierung: Das Deutsche Derby (650.000 Euro) und der Preis der Diana (500.000 Euro). Dreizehn zweijährige Pferde gehen am Freitag auf der 1.400-Meter-Strecke an den Start, für die ersten sieben gibt es Geldpreise bis runter zu 10.000 Euro für den Siebten. Alle BBAG-Auktionsrennen sind in der Corona-Pandemie in Sachen Dotierung nicht angetastet worden, es gab keinerlei Rennpreiskürzungen. Das hat vor allem den Grund, dass sich diese Rennen weitgehend über die Meldegelder, die eingehen, tragen. Jeder, der am Freitag startet, hat zunächst einmal schon 2.692 Euro bezahlt, um die Startberechtigung zu erhalten. Den ersten Teil trägt immer der Züchter, bevor es auf die Auktion geht, und ab dann muss derjenige, der als Züchter oder neuer Besitzer die Pferde in diesen Rennen startberechtigt lassen will, nachschießen zu den sogenannten Streichungsterminen.

Mister Applebee zählt zu den Favoriten des BBAG-Auktionsrennens

Von den beiden Favoriten wurde einer verkauft auf der Auktion, der andere nicht. See Hector kostete 2020 exakt 44.500 Euro, als die Cometica AG den Zuschlag für den Hengst aus dem Gestüt Karlshof erhielt. Mister Applebee wurde hingegen nicht verkauft. Züchter Hermann Schröer-Dreesman, Ölkaufmann aus Ankum, ließ das Pferd für 52.000 Euro nicht gehen, behielt den Hengst. Nun winken 100.000 Euro Siegprämie. Im Feld der Starter ist Mister Applebee mit einer Gewinnsumme von 30.000 Euro schon der Krösus, hat kürzlich turmhoch überlegen ein ähnliches BBAG-Auktionsrennen in Düsseldorf gewonnen. Adrie de Vries reitet den Hengst aus dem Kölner Championstall von Henk Grewe. Die beiden haben noch am vergangenen Sonntag in Köln mit Sea Bay den Preis des Winterfavoriten gewonnen, nun geht es bereits in das nächste hoch dotierte Rennen.

Stichwort Winterfavorit: Wenn das Ferdinand Leisten Memorial startet, ist der Winterfavorit nur fünf Tage her – und See Hector war am Sonntag Dritter, ist bärenstark gelaufen. Wenn die Pause nicht zu kurz ist, ist See Hector brandgefährlich. Teuerstes Pferd der Starter war übrigens Perl, die für 61.000 Euro nach Frankreich gewechselt war. Nun kehrt sie an den Ort zurück, wo sie auf der Auktion den Besitzer gewechselt hat.

Sieben Rennen mit insgesamt 98 Pferden

Das „Sales & Racing“-Festival beginnt am Freitag mit einem Sieben-Rennen-Programm. Es ist richtig was los in Sachen Starterzahlen: 98 Pferde sollen laufen. Fünfmal reitet Champion Bauyrzhan Murzabayev. Er steht bei 93 Jahressiegen, wird jetzt schnell die 100 knacken – wieder einmal. In Iffezheim wird das am Freitag und Sonntag noch nicht gelingen, aber es ist nur eine Frage der Zeit. Wie gehabt gibt es eine Viererwette, im letzten Rennen winken 20.000 Euro garantierte Auszahlung für die erfolgreichen Wetter.

Weitere Galoppberichte lesen Sie ab 4 Uhr im ePaper oder gedruckt auf einer Sonderseite in der Freitagsausgabe.


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.