Ulmer Coach mit SVS-Vergangenheit

Ulm (mi) – Der Ulmer Trainer Fabian Ernst verbrachte seine Fußball-Jugendzeit beim SV Sinzheim: Schon von daher bezieht das Landesliga-Derby seinen Reiz.

Eine schwere Aufgabe steht Philipp Schnurr (links) und dem SV Ulm gegen den Tabellenzweiten bevor. Foto: Frank Seiter

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Eine schwere Aufgabe steht Philipp Schnurr (links) und dem SV Ulm gegen den Tabellenzweiten bevor. Foto: Frank Seiter

Die Erinnerung ist noch präsent, Fabian Ernst muss beim Rückblick nicht lange überlegen. „Ab der C-Jugend habe ich in Sinzheim gespielt und später zehn Jahre bei den Senioren.“ Von daher hat der Trainer des SV Ulm natürlich auch noch zarte Bande zu „einigen Verantwortlichen dort, die ich kenne“. Zum Freundschaftsspiel wird der Landesliga-Auftritt gegen den Tabellenzweiten dennoch garantiert nicht, zu viel steht für beide Vereine auf dem Spiel.
Der SVU, der bislang ein Spiel weniger bestritten hat, ist noch nicht hundertprozentig in der neuen Spielzeit angekommen, auch wenn wohl alle Beteiligten nach Saisonende mit dem 14. Rang leben könnten. In Ulm weiß man, wo man vor der Abbruch-Saison herkam, nur der Klassenerhalt zählt demnach. „Wir wollen aber schon noch ein bisschen in der Tabelle klettern“, verdeutlicht Ernst, dass er sich eine Steigerung in einigen Bereichen nicht nur erhofft, sondern auch erwartet.

In Oberwolfach bei einer der heimstärksten Mannschaften der Liga („Die sind auf dem Kunstrasenplatz wirklich eine Macht“) stieß man zuletzt an die eigenen Grenzen. Dasselbe könnte nun im eigenen Stadion drohen, wenn Sinzheim alles abrufen kann, was man seit Saisonbeginn im Kollektiv fast wöchentlich zeigt.

Sinzheim favorisiert

„Michael Santoro hat richtigen Schwung bei denen reingebracht, die surfen auf einer Erfolgswelle, haben einen richtigen Lauf. Das wird eine ganz schwierige Aufgabe. Es geht beim Anpfiff aber von Null los“, sagt der Trainer, der den Gästen die „klare Favoritenrolle“ zuschreibt, „alles andere als ein Sieg würde verwundern“. Erst einen Sieg haben die Ulmer, bei denen auch Leppert und Schnurr eine Sinzheimer Vergangenheit haben, bislang zu Buche stehen, die Sinzheimer erst eine Niederlage, und die auf eher unglückliche Art beim Topfavoriten in Hofstetten. Zuletzt lieferte der SVS beim mühsamen Heimsieg gegen Langenwinkel die wohl schwächste Saisonleistung ab. Gewonnen wurde trotzdem. Dennoch bekennt Michael Santoro offen und ehrlich: „Der Spielverlauf war für uns schlimmer als erwartet. Unser Torwart Simon Bartmann hat uns viermal gerettet, sonst hätten wir nicht gewonnen.“ Den Gegner hat Sinzheims Trainer schon beobachtet und weiß daher, was auf seine Mannen zukommt: „Die gehen sehr früh ins Angriffspressing und haben auch sehr physische Spieler. Wir müssen die Ruhe bewahren.“ Personell gibt es Änderungen. Die verletzten Göttler und Merkel, der privat verhinderte Wöber und Urlauber Edelmann werden fehlen.

Um auch nur auf einen Punkt spekulieren zu können, umschreibt Fabian Ernst das Anforderungsprofil für jeden seiner Ulmer Akteure, die morgen auflaufen: „Alle elf müssen hellwach sein, wir müssen auch in die Zweikämpfe kommen.“ Einer, der für Letzteres prädestiniert ist, fällt aber aus. Innenverteidiger Patrick Ernst muss wegen seiner Innenbandverletzung weiter passen. „Er fehlt uns sehr“, weiß sein Namensvetter.

Ihr Autor

BT-Redakteur Michael Ihringer

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Erstellt:
1. Oktober 2021, 08:00 Uhr
Lesedauer:
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