Umbau des Bahnhofs: Signal steht auf grün

Rastatt (ema) – Jetzt scheint es doch zeitnah mit dem Umbau des Rastatter Bahnhofs zu klappen. Der Planfeststellungsbeschluss liegt vor.

Nach vielen Rückschlägen soll es bald losgehen. Bis Ende 2023 will die Bahn die Modernisierung des Rastatter Bahnhofs bewältigen. Foto: Vetter

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Nach vielen Rückschlägen soll es bald losgehen. Bis Ende 2023 will die Bahn die Modernisierung des Rastatter Bahnhofs bewältigen. Foto: Vetter

Die Modernisierung samt barrierefreiem Ausbau des Rastatter Bahnhofs könnte nun doch im bislang von der Bahn genannten Zeitrahmen über die Bühne gehen. Das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) hat den Planfeststellungsbeschluss erlassen. Der Beschluss sei mittlerweile bestandskräftig, teilt der CDU-Bundestagsabgeordnete Kai Whittaker mit. Diverse Ausschreibungen würden bereits laufen. Bis Oktober möchte die Deutsche Bahn alle Leistungen vergeben. Die Bauarbeiten sollen Ende dieses Jahres starten und bis Ende 2023 zum größten Teil abgeschlossen werden, so der Parlamentarier.

Diesen Zeitplan hatten Bahn-Vertreter auch vor einem Jahr im Rastatter Gemeinderat für realistisch gehalten. Allerdings sorgte dann das Verfahren für kurzzeitige politische Aufregung. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Gabriele Katzmarek kritisierte Regierungspräsidentin Sylvia Felder (CDU). Grund: Der Planfeststellungsantrag lag monatelang unbearbeitet im Regierungspräsidium, weil es die Behörde mit zahlreichen Verfahren der Bahn zu tun hatte. Anfang dieses Jahres waren die Pläne dann in die Anhörung gegangen.

Viele Rückschläge

„Ich freue mich, dass der barrierefreien Sanierung des Rastatter Bahnhofs nichts mehr im Wege steht“, schreibt Whittaker, der sich nach eigenen Angaben seit 2016 für das Projekt einsetzt.

Auch sie sei „sehr glücklich, dass nach so vielen Jahren und Rückschlägen die Bahnhofsarbeiten endlich konkret beginnen. Politische Teamarbeit und Druck von allen Seiten haben die Lokomotive Deutsche Bahn ins Rollen gebracht“, wird die Vorsitzende der CDU-Gemeinderatsfraktion, Brigitta Lenhard, in der Pressemitteilung zitiert.

Das Bauprojekt sieht vor, die Bahnsteighöhen so zu verändern, dass ein barrierefreier Ein- und Ausstieg in die Züge geschaffen wird. Zudem wird an jedem der vier Bahnsteige ein Aufzug installiert. Dafür wird ein verglaster Fußgängersteg inklusive Treppenanlagen errichtet, der als Stahlkonstruktion angelegt wird und künftig alle vier Bahnsteige überführt. Die bestehenden Bahnsteigdächer an den Bahnsteigen 2, 3 und 4 werden bis zu den Aufzügen verlängert. Auch das Empfangsgebäude wird barrierefrei saniert.

Eine Informationsveranstaltung soll laut Whittaker zeitnah vor Beginn der Bauarbeiten stattfinden.


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