Ungebrochene Reiselust am Baden-Airpark

Rheinmünster (kos) – Am Baden-Airpark ist keine Spur davon, dass Urlauber wegen neuen Hochinzidenzgebieten ihre Buchungen wieder stornieren. Vor allem Ungeimpfte müssen jetzt mehr auf Vorgaben achten.

Die Hochstufung Spaniens hat vor allem für Ungeimpfte Auswirkungen. Diese stehen jetzt vor der Frage, ob sie trotzdem in den Urlaub fliegen wollen. Foto: Clara Margais/dpa

© dpa

Die Hochstufung Spaniens hat vor allem für Ungeimpfte Auswirkungen. Diese stehen jetzt vor der Frage, ob sie trotzdem in den Urlaub fliegen wollen. Foto: Clara Margais/dpa

Warme Temperaturen, immer mehr vollständig Geimpfte, und der Beginn der Sommerferien ist in greifbarer Nähe – für viele geht es demnächst in den lang ersehnten Sommerurlaub. Wegen stark steigender Inzidenzen gilt ab Dienstag auch Spanien als Hochinzidenzgebiet. Die Reiselust dämpft das aber nicht. Am Baden-Airpark halten sich diesbezüglich Sorgen in Grenzen.

„Generell ist die Lage nicht so schlecht wie man hätte erwarten können“, zeigt sich Peter Radischat erfreut. Für den Geschäftsführer, der im Baden Airpark in Rheinmünster das Reisebüro „billiger-weltweit.de“ leitet, ist die Einstufung Spaniens als Hochinzidenzgebiet wenig überraschend gekommen, wie er sagt.

Testpflicht für Kinder ab sechs Jahren

Bei der Rückreise nach Deutschland darf nur noch mit negativem Testergebnis oder einem Nachweis über eine vollständige Impfung beziehungsweise Genesung aus Risiko- und Hochinzidenzgebieten eingereist werden, ohne sich anschließend in Quarantäne begeben zu müssen. Das bedeute allerdings noch lange „keine offizielle Reisewarnung“, wie Radischat erklärt. Vielmehr bestehe jetzt der Unterschied darin, dass sich vor allem Ungeimpfte gut überlegen müssten, ob sie trotzdem in den Urlaub fliegen wollen.

Wer bei der Rückreise nach Deutschland keinen entsprechenden Nachweis vorweisen kann, muss sich nach Vorgaben des Bundesgesundheitsministeriums in eine zehntägige Quarantäne begeben. Neu ist aktuell auch, dass diese frühestens nach fünf Tagen mit einem negativen Corona-Test beendet werden kann. Für Kinder besteht erst ab sechs Jahren eine Testpflicht.

Für den Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden (FKB) zeigt sich die Lage noch relativ stabil. Ein Einbruch bei den Buchungen gibt es nicht zu verzeichnen. Auch von Stornierungswellen und Rückreisetendenzen ist bis jetzt noch keine Spur. Verunsicherungen unter Kunden habe es zudem nur vereinzelt gegeben, erklärt Radischat.

Baden-Airpark wirtschaftlich solide aufgestellt

Die Passagierzahlen bleiben weiterhin auf einem stabilen Niveau. Das bestätigt Uwe Kotzan, Geschäftsführer der Baden Airpark GmbH. Die langfristigen Auswirkungen der neuen Hochinzidenzgebiete auf das Buchungs- und Reiseverhalten bleiben noch abzuwarten, sagt der Geschäftsführer. „Im Moment läuft noch alles nach Plan“, hält er diesbezüglich fest. Genau wie Radischat gibt auch er an, dass die Ausweisung neuer Hochinzidenzgebiete die Reiselust in der Region nicht schmälern würde: „Man kann trotzdem Urlaub machen“, betont er. Das zeige sich an den stets „super gut gebuchten Flugzeugen“, die täglich vom Rollfeld abheben.

Wie sich weitere Hochinzidenzgebiete auf den Tourismus wirtschaftlich auswirken werden, bleibt abzuwarten. Kotzan und Radischat betonen die Dynamik im Pandemiegeschehen und dass sich in jeder Woche wieder etwas ändern kann. Der Baden-Airpark sei allerdings „liquid gut aufgestellt“, zeigt sich Kotzan optimistisch.

Ihr Autor

BT-Volontär Konstantin Stoll

Zum Artikel

Erstellt:
27. Juli 2021, 09:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 16sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.