Unruhe vor Malscher Bürgermeisterwahl

Malsch (ar) – Drei Bewerber stellen sich am 13. Juni zur Bürgermeisterwahl in Malsch. Schon die Festlegung der Modalitäten sorgt im Vorfeld im Gemeinderat für Unruhe.

Wahltag ist erst am 13. Juni, doch schon über die Modalitäten der Kandidatenvorstellungen wird in Malsch heftig diskutiert. Foto: Arne Dedert/dpa

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Wahltag ist erst am 13. Juni, doch schon über die Modalitäten der Kandidatenvorstellungen wird in Malsch heftig diskutiert. Foto: Arne Dedert/dpa

Drei Kandidaten haben ihren Hut in den Ring geworfen und würden gerne ab 1. August den Bürgermeisterstuhl im Malscher Rathaus besetzen: Amtsinhaber Elmar Himmel (SPD), Jurist Wolfgang Scharer (CDU) und Informatiker Markus Bechler (FW), zugleich FW-Fraktionsvorsitzender im Gemeinderat Malsch. Mit den Festlegungen von Regularien zur Bürgermeisterwahl tut sich der Malscher Gemeinderat allerdings schwer. Am Dienstagabend diskutierte das Gremium mehr als eine Stunde lang darüber, wie die Kandidatenvorstellungen gehandhabt werden.

CDU fordert mehr Vorstellungstermine

Nein, es waren nicht Fragen um den Infektionsschutz bei den Präsenzveranstaltungen, die zu Diskussionen und heftigen Forderungen vonseiten der CDU-Fraktion führten. Vielmehr war es die Angst der Christdemokraten, nicht allen interessierten Bürgern eine Teilnahme an den geplanten Kandidatenvorstellungen ermöglichen zu können. Der Verwaltungsausschuss hatte sich bereits vor zwei Wochen intensiv mit den Terminen der vier Kandidatenvorstellungen beschäftigt (wir berichteten).

Die CDU bestand jedoch auf einer fünften Präsenzveranstaltung am 11. Juni, wenn auch vonseiten der Verwaltung darauf verwiesen wurde, dass zwei Tage vor der Bürgermeisterwahl keine personellen Ressourcen hierfür vorhanden seien. „Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg“, sagte Hermann Geiger (CDU). Sein Fraktionskollege Thomas Kastner betonte sogar kühn, diese Argumente lasse er nicht gelten. Sein Antrag jedoch wurde mehrheitlich gegen die Stimmen seiner Fraktion abgelehnt.

Misstrauen gegenüber Wahlausschuss

Eine gewisse Nervosität in den Reihen der Christdemokraten war spürbar, und dies zu einem Zeitpunkt, da der Bürgermeisterwahlkampf noch nicht einmal richtig Fahrt aufgenommen hat. Zurückgezogen zur Besprechung hat sich die CDU-Fraktion nach dem Vorschlag der Freien Wähler, die Reihenfolge der Kandidatenvorstellung für jede Veranstaltung im Vorfeld auszulosen. Das Einverständnis kam dann, wenn auch gegenüber dem Wahlausschuss, der für die Auslosung zuständig sein sollte, Misstrauen geäußert wurde. „Ich denke, da kann kein falsches Ding passieren im Wahlausschuss, denn es sind Vertreter aller Fraktionen vertreten und die Sitzung ist öffentlich“, so Wahlausschussvorsitzender Werner Scherer (FW). Gesucht wird nun noch ein Moderator für die Kandidatenvorstellungen. Diesen darf nun doch der Gemeindewahlausschuss nach Vorschlägen aus dem Ältestenrat wählen. Er wird wohl mehr Schiedsrichter als Moderator sein müssen, die Vorzeichen dafür zeigten sich am Dienstagabend.

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29. April 2021, 14:00 Uhr
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