„Unsere Besten“ mit BMX-Fahrerin Lilly Ochs

Bühl (BT) – Die BT-Sportredaktion würdigt die Athleten aus der Region mit der Serie „Unsere Besten“. Diesmal an der Reihe: die Bühler BMX-Fahrerin Lilly Ochs.

Die Bühlerin Lilly Ochs (rechts) wurde im vergangenen Jahr in den Nachwuchskader des Bunds Deutscher Radfahrer aufgenommen. Foto: Privat

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Die Bühlerin Lilly Ochs (rechts) wurde im vergangenen Jahr in den Nachwuchskader des Bunds Deutscher Radfahrer aufgenommen. Foto: Privat

Lilly Ochs gehört zu den hoffnungsvollsten BMX-Nachwuchsfahrerinnen des Landes. Zeigen konnte das die Bühlerin, die am Sonntag 18 Jahre alt wird, im vergangenen Jahr aufgrund von Corona nicht. Grund zur Freude hatte sie dennoch: Ochs, die ihre Karriere beim RSV Falkenfels in Bühlertal begann, mittlerweile aber für die TG Neureut aufs Rad steigt, wurde in den Nachwuchskader des Bunds Deutscher Radfahrer aufgenommen.

BT: Frau Ochs, mit welchen Gefühlen blicken Sie auf das Jahr 2020 zurück?
Lilly Ochs: Zum Glück ist es vorbei! Und hoffentlich können wir in naher Zukunft unser Leben wieder so leben, wie wir es vor Corona getan haben. Trotz allem gab es im vergangenen Jahr für mich auch schöne Momente und Erinnerungen.

BT: Was wird wohl am ehesten in Erinnerung bleiben?
Ochs: In erster Linie die ganzen Einschränkungen. Und das Gefühl, dass man irgendwann erkennen musste, dass diese ganze Corona-Geschichte noch eine lange Zeit so bleiben wird und es nicht so schnell vorbei ist wie am Anfang gedacht.

„Es hat mich ein Jahr gekostet“

BT: Wie hat Corona Ihr Leben als Sportler beeinflusst?
Ochs: Es hat mich im Training ein Jahr gekostet. Unter anderem, weil meine Konkurrenz aus anderen Ländern weiter trainieren darf, während es bei uns verboten ist und ich zwangsläufig auf dem Stand meines Könnens bleibe und mich nur schwer verbessern kann.

BT: Wie sehr mussten Sie Ihr Training einschränken?
Ochs: Ich konnte anfangs nur eingeschränkt trainieren. Seit geraumer Zeit ist angesichts der geltenden Corona-Regeln das Training auf der Bahn gar nicht mehr möglich.

BT: Und wie sah es mit Wettkämpfen aus? Wie viele konnten Sie absolvieren? Wie viele fielen aus?
Ochs: Von vier European Cups hat nur der in Verona Anfang September stattgefunden, auch die drei Nation Cups in Holland, Belgien und Deutschland wurden abgesagt. Zudem sind auch alle weiteren Rennen in Deutschland ausgefallen – und ohne Training wäre ich auch nicht bereit gewesen, an den Veranstaltungen teilzunehmen.

BT: Wie schwer war es, sich davon nicht zermürben zu lassen? Oder so gefragt: Wie haben Sie die Motivation oben gehalten?
Ochs: Es war sehr frustrierend nicht auf Rennen gehen zu können. Vor allem vermisse ich das Adrenalin während der Läufe – und natürlich meine ganzen Freunde aus anderen Ländern. Doch die Motivation kommt trotz allem immer wieder zurück. Dabei hilft es, sich daran zu erinnern, wie es vor der ganzen Corona-Zeit war.

„Ich hoffe, das Jahr 2021 wird besser als 2020“

BT: Welche Erfolge haben Sie trotz alledem erzielt?
Ochs: Durch die ganzen Einschränkungen habe ich leider nur einen Rekord geknackt: Den für die längste Zeit, ohne auf einer BMX-Bahn zu fahren.

BT: Was wünschen und erhoffen Sie sich vom gerade begonnenen Jahr 2021?
Ochs: Ich hoffe, das Jahr 2021 wird besser als 2020. Ich wünsche mir natürlich, dass ich bald wieder trainieren und bei Wettkämpfen zeigen kann, dass selbst Corona mich nicht von meiner Leidenschaft abhalten kann – auch wenn es einige schwere Zeiten gab. Leider haben schon einige Mädels in Deutschland angesichts der vergangenen Wochen und Monate mit dem Sport komplett aufgehört ...

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Erstellt:
11. Februar 2021, 20:00 Uhr
Lesedauer:
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