„Unsere Besten“ mit Varnhalter Kunstrad-Team

Baden-Baden (BT) – Die BT-Sportredaktion würdigt die Athleten aus der Region mit der Serie „Unsere Besten“ – diesmal mit den Kunstradfahrerinnen des KRS Rebland aus Varnhalt.

Artistinnen auf dem Rad: Die Sportlerinnen des KRS Rebland. Foto: Frank Seiter

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Artistinnen auf dem Rad: Die Sportlerinnen des KRS Rebland. Foto: Frank Seiter

Die Kunst- und Einradfahrerinnen des KRS Rebland aus Varnhalt gehören zu den besten Rad-Artistinnen Deutschlands. Wirklich zeigen konnten das die jungen Sportlerinnen im Jahr 2020 indes kaum. Corona hat das Team buchstäblich ausgebremst.

BT: Mit welchen Gefühlen blickt das KRS-Team auf das Jahr 2020 zurück?
KRS Rebland: Mit gemischten. Es gab kaum Abwechslung – es könnte aber immer noch schlimmer kommen.

BT: Was wird wohl am ehesten in Erinnerung bleiben?
KRS: Der erste Lockdown, als schlagartig wirklich gar nichts mehr ging. Wir hatten sogar schon die Räder für einen Lehrgang am nächsten Tag eingeladen. Und mittlerweile ganz alltägliche Dinge wie etwa die Handdesinfektion.

Vom Virus komplett ausgebremst

BT: Wie hat Corona das Sportlerleben beeinflusst?
KRS: Sehr! Wir waren Anfang März voll in der Wettkampfsaison und wollten uns für DM und EM qualifizieren. Mit fünf Trainingseinheiten unter der Woche und auf die Ziele fokussiert wurden wir komplett runtergebremst.

BT: Wie sehr musste das Training eingeschränkt werden?
KRS: Wir hatten etwa zwei Monate kein gemeinsames Training. Dann mit Hygienekonzept, aber ohne Räder, also nur Dehn- und Kräftigungsübungen. Dazu Mundschutz, Abstand und nur in Kleingruppen. Aber immerhin durften wir noch trainieren.

BT: Und wie sah es mit Wettkämpfen aus? Wie viele fanden statt? Wie viele fielen aus?
KRS: Wir sind noch die Bezirksmeisterschaft und die baden-württembergische Meisterschaft gefahren und waren qualifiziert für die nächsten Wettbewerbe – doch dann war leider Schluss. Im Oktober fand in Worms ein Einladungsturnier mit strengem und gutem Konzept statt, bei dem wir dabei waren. Ausgefallen sind alle weiterführenden Meisterschaften, die Europaliga, und auch unser eigenes Turnier im November durften wir trotz passendem Hygienekonzept nicht durchführen. Auch nahezu alle Kaderlehrgänge wurden bis heute abgesagt.

Gemeinsames Krafttraining macht Spaß

BT: Wie schwer war es, sich davon nicht zermürben zu lassen?
KRS: Der größte Ansporn war, nicht zuzunehmen. Deswegen haben wir weiter Sport getrieben. Dann fanden im Netz verschiedene Challenges statt, bei denen wir mitgemacht haben. Die gemeinsame Kräftigung lief auch wirklich gut und hat Spaß gemacht, da Fortschritte erkennbar waren. Abseits der Räder hat auch die Planung für den Adventskalender der Stadt Baden-Baden Spaß gemacht.

BT: Welche Erfolge wurden trotz alledem erzielt?
KRS: In der Vierer-Kunstrad-Mannschaft gelang es uns, eine junge Fahrerin zu integrieren: Wir wurden auf Anhieb Zweiter bei der baden-württembergischen Meisterschaft. Das Vierer-Einrad-Team fuhr 2020 das beste Ergebnis in Deutschland aus. Außerdem konnten wir einige neue Übungen erlernen, das Programm optimieren, die körperliche Fitness verbessern und den Zusammenhalt in der Mannschaft verstärken.

BT: Was wünscht sich der KRS vom Jahr 2021?
KRS: Natürlich wünschen wir uns weniger Einschränkungen. Es wäre schön, wenn die Saison noch starten würde – aber allmählich wird es eng.

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Erstellt:
9. März 2021, 07:30 Uhr
Lesedauer:
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