Unternehmen aus Baden-Baden bekommt Wirtschaftsmedaille

Baden-Baden (sga) – Flexibilität zahlt sich aus: Das Baden-Badener Unternehmen Schulz Flexgroup hat von Ministerin Hoffmeister-Kraut eine Wirtschaftsmedaille überreicht bekommen.

Hoher Standard: In die Druckmaschine ist eine Kontrollkamera eingebaut, die für Sicherheit sorgt. Foto: Schulz Flexgroup

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Hoher Standard: In die Druckmaschine ist eine Kontrollkamera eingebaut, die für Sicherheit sorgt. Foto: Schulz Flexgroup

Als Cordula Schulz vor einigen Wochen den Briefumschlag öffnet, der auf ihrem Schreibtisch liegt, denkt sie erst an eine Rechnung. Dass es sich dabei jedoch um die Nachricht handelt, ihr Unternehmen werde eine Wirtschaftsmedaille erhalten, „war eine positive Überraschung“. Denn bis heute weiß die Geschäftsführerin der Schulz Flexgroup nicht, wie sie zu der Ehre gekommen ist.

Eine Bewerbung ihrerseits habe jedenfalls nicht stattgefunden. Natürlich fühle sie sich sehr geschmeichelt, aber: „Wir sind ein bodenständiges Unternehmen“, das in den letzten Jahren viel Geld und Zeit investiert habe, um erfolgreich zu sein und zu bleiben. Immerhin bedruckt der vom eigenen Vater gegründete Betrieb seit 1977 flexible Verpackungen.

Tochter übernimmt 2013 Betrieb

Schulz selbst absolviert nach ihrem Schulabschluss jedoch zuerst eine Ausbildung zur Industriekauffrau, bevor es sie schließlich für ein Studium nach England, genauer auf die University of Oxford, zieht. „Eine tolle Zeit“, erinnert sich Schulz im Gespräch mit dieser Zeitung gerne zurück. Mit dem Bachelor im Business Management in der Tasche zieht sie es jedoch wieder in die Heimat, wo sie 2003 im Unternehmen ihres Vaters einsteigt und es zehn Jahre später, 2013, schließlich übernimmt.

So werden in der Schulz Flexgroup schon seit mehreren Jahrzehnten verschiedene Verpackungen bedruckt – alle flexibel, wie die Geschäftsführerin erklärt. Was sich der Leser darunter vorstellen kann? „Flexibel ist vieles“, so Schulz. Man denke an die Verpackung von Taschentüchern, Gummibärchentüten („das war aber früher“) oder den Deckel auf dem Joghurtbecher. Alles in allem liege der Fokus allerdings auf ein paar Branchen: Pharma (zum Beispiel Aluminiumfolie für Blister), Kosmetik (unter anderem Siegelrandbeutel für Feuchttücher) oder Lebensmittel (Sticks für Riegel) – immer die Verpackung betreffend, versteht sich. Unter anderem ebenfalls im Repertoire der Schulz Flexgroup: Das Bedrucken von Verpackungsfolien für chemische Erzeugnisse wie zum Beispiel Reinigungslösungen: „Der Fokus liegt aber sehr auf der Pharmaindustrie.“

Große und kleine Kunden

Zu den Kunden des Baden-Badener Unternehmens zählen bekannte Namen sowie kleinere Konzerne oder Gruppen. „Unsere Klientel ist aber auch der klassische Mittelstand“, erklärt Schulz. Sowohl große als auch kleinere Kunden: „Das zeichnet uns aus.“ Ein enger und persönlicher Kontakt stehe dabei im Fokus und habe sich in der Vergangenheit bereits ausgezahlt. Wer bei der Schulz Flexgroup Verpackungen bedrucken lassen möchte, wird laut der Unternehmensseite während des gesamten Prozesses auf dem Laufenden gehalten: Vom Dateieingang bis zum fertigen Produkt stehe ein entsprechender Ansprechpartner zur Verfügung. Da die Druckplatten „im Haus“ angefertigt werden, sind auch Korrekturen schnell umsetzbar. Insgesamt sind es circa 120 Mitarbeiter, die für die Produktion und alle internen Abteilungen eingesetzt werden.

Doch es sitzt nicht das gesamte Personal imFirmensitz in Baden-Baden: Als zweiten Standort zählt die Geschäftsführerin auch das Werk in Roth bei Nürnberg auf, „eine reine Produktion“. Kaufmännische Prozesse wie die Buchhaltung, der Vertrieb oder das Personalwesen seien in der Kurstadt beheimatet.

Ihr Autor

BT-Redakteurin Sarah Gallenberger

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Erstellt:
4. Mai 2022, 17:30 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 29sec

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