Update der Hurststraße soll Vimbuch entlasten

Bühl (jo) – Der Technische Ausschuss befürwortet den Ausbau einer Alternativroute durchs Vimbucher Gewerbegebiet. Der Förderantrag für das Projekt soll im Herbst gestellt werden.

Eine verbesserte Anbindung der Hurststraße (hier in Höhe der TÜV-Prüfstelle) soll die Anwohner der Ortsdurchfahrt Vimbuch von einem Übermaß an Verkehr befreien.  Foto: Joachim Eiermann

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Eine verbesserte Anbindung der Hurststraße (hier in Höhe der TÜV-Prüfstelle) soll die Anwohner der Ortsdurchfahrt Vimbuch von einem Übermaß an Verkehr befreien. Foto: Joachim Eiermann

Die Stadt Bühl setzt ihre Bemühungen für eine Ortsumfahrung von Vimbuch durchs Gewerbegebiet fort. Bis zur Umsetzung ist es noch ein weiter Weg, denn das Projekt steckt erst in den Anfängen. Zunächst muss die Förderung beantragt werden. „Wenn wir einen Zuwendungsbescheid erhalten, haben wir zehn Jahre Zeit, um die Maßnahme auszuführen“, erklärte Oberbürgermeister Hubert Schnurr im Technischen Ausschuss.

Der amtierende OB, so viel scheint somit klar, dürfte die neue Ortsumfahrung wohl eher nicht mehr für den Verkehr freigeben; allenfalls reicht es noch zum obligatorischen Spatenstich. Nachdem die Vorplanungen für die ersten beiden Bauabschnitte bereits seit Längerem in der Schublade liegen, stimmten die Stadträte am Donnerstagabend zu, ein Karlsruher Ingenieurbüro mit der Untersuchung des dritten Bauabschnitts zu beauftragen. Dafür fallen Honorarausgaben in Höhe von rund 66.000 Euro an. Die planerische Grundlage, verbunden mit einer Kostenschätzung, sei die Voraussetzung, um beim Land einen Förderantrag stellen zu können, erläuterte Barbara Thévenot, Leiterin der Abteilung Stadtentwicklung.

Zur Streckenführung: Um die Ortsdurchfahrt Vimbuch zu entlasten und das Gewerbegebiet Nord besser anzubinden, ist vorgesehen, den Verkehr über die Hurststraße zu lenken. Viele Ortskundige nehmen schon heute diesen Weg, um auf kurzem Weg von der B3 zur L85 (Autobahnzubringer) zu gelangen. Die Planung sieht vor, die Anbindung in doppelter Hinsicht zu verbessern. Zum einen durch ein neues Straßenstück, das abzweigend von der Vimbucher Straße (K3762) entlang des Rittgrabens und westlich des Ehletsees eine direkte Zufahrt zur Hurststraße herstellt (erster und zweiter Bauabschnitt). Zum anderen mit einer neuen Querachse, die etwa in Höhe des Reifenhandels Carstop vorbei an der Gärtnerei Regenold direkt zur L85 (Weissgärber-Kreuzung) führen soll (dritter Bauabschnitt). Verbunden mit weiteren kleineren Umbauten am Bestand ergibt sich eine Art Hurststraße 2.0.

„Die Vimbucher Bürger leiden schon ziemlich lange“

Die Stadt Bühl gehe mit der Planung in Vorleistung, gab Thévenot zu verstehen, denn die Ausgaben flössen in die spätere Förderung mit ein. Voraussichtlich im Herbst werde die Stadt zusammen mit dem Landkreis (Straßenbaulastträger) den Zuschussantrag einreichen. Johannes Moosheimer (FW) fragte nach, ob die Anbindungen als Kreisverkehre gestaltet werden. Hubert Schnurr bestätigte entsprechende Überlegungen für die Weissgärber-Kreuzung; dazu bedürfe es aber einer Vereinbarung mit dem Land. Beim aktuellen Auftrag handele es sich nur um „eine Grobplanung, keine Ausbauplanung“, so der OB weiter. Auch die Frage des Grunderwerbs komme zu früh und lasse sich erst auf der Grundlage der Planung beantworten.

Ortsvorsteher Manuel Royal machte deutlich, wie sehr dem Stadtteil an einer Verbesserung der derzeitigen Situation gelegen ist: „Die Vimbucher Bürger leiden schon ziemlich lange unter zu viel Durchgangsverkehr.“ Er berichtete, dass die Bürgerbeteiligungsgruppe ebenfalls an kreativen Ideen zur Problemlösung arbeite, und zeigte sich sicher: „Gemeinsam werden wir erfolgreich sein.“

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Erstellt:
2. Mai 2021, 20:00 Uhr
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