Verein Fischer-Haus bündelt Kräfte in Michelbach

Gaggenau (er) – Der Verein Fischer-Haus in Michelbach hat Ende 2020 sämtliche Geschäftsanteile der Diakonischen Suchthilfe Mittelbaden (DSM) übernommen.

Stephan Peter-Höner (links) ist Leiter der Fachklinik Fischer-Haus in Michelbach und Erwin Seiser Verwaltungsleiter der Fachklinik. Foto: Elke Rohwer

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Stephan Peter-Höner (links) ist Leiter der Fachklinik Fischer-Haus in Michelbach und Erwin Seiser Verwaltungsleiter der Fachklinik. Foto: Elke Rohwer

Damit werden die beiden Suchtberatungsstellen der DSM in Karlsruhe und Pforzheim nun ausschließlich vom Verein Fischer-Haus geführt.

Vor zehn Jahren war die Diakonische Suchthilfe Mittelbaden, Träger der Diakonischen Suchtberatungsstellen Karlsruhe und Pforzheim, gegründet worden. Zu den fünf Gesellschaftern gehörten die Suchtkrankenhilfe der Evangelischen Stadtmission Heidelberg, die Evangelische Kirche in Pforzheim als Träger des Diakonischen Werks in der Goldstadt, die Evangelische Kirche in Karlsruhe als Träger des Diakonischen Werks in Karlsruhe, der Freundeskreis für Suchtkrankenhilfe Landesverband Baden sowie der Verein Fischer-Haus. Nach dem Ausscheiden der Evangelischen Kirche in Karlsruhe haben die verbleibenden Gesellschafter entschieden, die Strukturen der Diakonischen Suchthilfe Mittelbaden zu verändern und die Gesellschafteranteile in der Hand des Vereins Fischer-Haus zusammenzuführen.

Wege aus der Sucht aufzeigen

Stephan Peter-Höner, Fachlicher Vorstand des Vereins sowie Leiter der Fachklinik Fischer-Haus, leitet seit Gründung der DSM die Beratungsstelle Karlsruhe und wird diese Aufgabe weiterhin übernehmen. Darüber hinaus hat er nun die fachliche Gesamtverantwortung in der Diakonischen Suchthilfe Mittelbaden übernommen. Erwin Seiser, kaufmännischer Vorstand des Vereins Fischer-Haus und Verwaltungsleiter der Fachklinik, hat die Geschäftsführung der DSM übernommen.

„Mit dieser neuen Entwicklung können wir nun eine breit gefächerte Fachkompetenz bieten und Betroffenen sowie deren Angehörigen im gesamten Spektrum der Suchtproblematik Wege aus der Sucht aufzeigen“, sagt Stephan Peter-Höner. In Karlsruhe gibt es obendrein ein Angebot für Kinder aus suchtbelasteten Familien. „In die Diakonische Suchthilfe Mittelbaden haben wir so viel Engagement und fachlichen Input hineingesteckt. Als die Frage im Raum stand, ob wir diese übernehmen möchten, stand die Entscheidung schnell fest. Die Vorteile dieser strukturellen Entwicklung liegen für uns auf der Hand“, erklärt Peter-Höner. Denn bis zu 70 Prozent der Rehabilitanden im Fischer-Haus kommen über die Beratungsstellen: „Durch die Übernahme der Geschäftsanteile der Diakonischen Suchthilfe haben wir uns in dieser Region zu einem Schwergewicht entwickelt. Zu unserem Portfolio gehören nun neben der stationären Rehabilitation, dem Betreuten Wohnen, der Arbeitsmarktintegration und der Betreuung am Arbeitsplatz, neuerdings auch präventive Suchtberatung sowie Ambulante Rehabilitation.“ Ziel sei es, die interne Vernetzung zwischen den einzelnen Bereichen zu stabilisieren und zu stärken.

In der Diakonischen Suchtberatungsstelle Pforzheim sind acht Beschäftigte tätig, in der Suchtberatungsstelle Karlsruhe zehn. Zu ihrem Angebot gehört die Beratung bei Alkohol- und Medikamentenproblemen, bei Essstörungen, bei problematischem Glücksspielverhalten, bei unausgewogenem Medienkonsum und Internetabhängigkeit sowie bei alkoholbedingten Führerscheinproblemen. Eine Unterstützung bei der Eingliederung in das Arbeitsleben wird ebenfalls angeboten. Im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements und besonders im Umgang mit suchtauffälligen Mitarbeitern können sich Firmen in den Beratungsstellen beraten lassen.

Zur Fachklinik Fischer-Haus geht es hier.

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Erstellt:
17. Februar 2021, 18:12 Uhr
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