Verein Kleiner Stern hilft seit 20 Jahren

Bühl (mf) – Das Benefizkonzert zum 20-jährigen Bestehen des Vereins Kleiner Stern in Kappelwindeck war so ergreifend wie die Geschichte vom Kleinen Stern selbst. Der Verein hilft Kindern in Betlehem.

Sängerin Francesca Pospisil und Gitarristin Sara Zimmermann verzichten ebenso wie die anderen Künstler zugunsten des guten Zwecks auf ihr Honorar.Foto: Martina Fuß

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Sängerin Francesca Pospisil und Gitarristin Sara Zimmermann verzichten ebenso wie die anderen Künstler zugunsten des guten Zwecks auf ihr Honorar.Foto: Martina Fuß

Mit einem festlichen Konzert in der Pfarrkirche Kappelwindeck gewann der Verein „Kleiner Stern“ die Herzen vieler Spender. Die Einnahmen aus dem Benefizkonzert gibt der Verein an das Caritas Baby Hospital in Bethlehem weiter, einem aus Spenden finanzierten Krankenhaus, das vom internationalen christlichen Hilfswerk „Kinderhilfe Bethlehem“ betrieben wird. Es ist eine berührende Geschichte rund um den Verein „Kleiner Stern“. Eine Erzählung, vor über zwanzig Jahren aufgeschrieben von Daniela Weißmann für die traditionelle Krippenfeier in Kappelwindeck, fand so großen Anklang, dass daraus ein Buch mit Bildern von Regina König entstand. Die Geschichte über einen Stern, der auf die Erde fällt und dem großen Vorbild nach Bethlehem folgt, gab dem neu gegründeten Verein den Namen „Kleiner Stern“.

In all den Jahren haben die Mitglieder mit verschiedenen Aktionen Geld gesammelt für das Kinderkrankenhaus in Bethlehem: mit dem Verkauf des Buches und Olivenholz-Schnitzereien aus Bethlehem sowie Benefizkonzerten. Nun also stand ein solches Konzert zum 20-jährigen Bestehen des Vereins auf dem Programm.

So ergreifend die Geschichte des Kleinen Sterns, so ergreifend war auch das Konzert in der wunderschönen Kappler Kirche. Klaus Martin Kühn, stellvertretender Leiter der Bühler Schule für Musik und darstellende Kunst, begann den musikalischen Abend am Flügel, zusammen mit Kollegin Magdalena Wolff. Auf dem Programm stand die Beethoven-Sonate in D-Dur, ein Klavier-Duett für vier Hände.

Pandemie hat viele Familien in Armut gestürzt

Nach diesem einfühlsamen Start begrüßte die erste Vorsitzende des Vereins, Daniela Weißmann die zahlreichen Konzertbesucher. Sie dankte den Künstlern, die zugunsten des Erlöses auf ihr Honorar verzichteten, und verlas ein Grußwort der Präsidentin des Kinderhilfswerkes, Sibylle Hardegger. Diese berichtete direkt aus Bethlehem, von der großen Dankbarkeit der Familien aus dem ganzen Westjordanland, deren Kinder im Hospital versorgt werden, unabhängig von Herkunft und Religion. Die Spenden seien nötiger denn je, da die Pandemie großen wirtschaftlichen Schaden angerichtet und viele Familien in Armut gestürzt habe.

Auch Carmen Sibbing, die Leiterin der Kinderhilfe Bethlehem im Deutschen Caritasverband, zollte dem Verein Kleiner Stern Respekt: „Diese Gemeinschaftsleistung ist beeindruckend und Grund genug, gemeinsam das 20-jährige Bestehen des Vereins zu feiern.“ Sibbing verlas eine Grußbotschaft der Chefärztin des Krankenhauses. „Jesus ist in unmittelbarer Nähe unseres Kinderkrankenhauses geboren. Das ist für viele Klinikmitarbeitenden eine Kraftquelle, aus der wir Energie schöpfen“, so die Ärztin.

Das Thema griffen Klaus-Martin Kühn und Magdalena Wolff auf und konzertierten erneut vierhändig am Flügel das Lied „Wohl mir dass ich Jesum habe“ von Johann Sebastian Bach. Die zwei ausgezeichneten Gitarristen Ulrich Singer und Veronique van Duurling spielten die Ouvertüre von Rossinis Oper „Il Barbiere die Siviglia“, ein zartes Spiel im großen Kirchenraum. Die junge Sängerin Francesca Pospisil aus Bühl-Oberbruch verzauberte das Publikum mit ihrer glockenreinen Stimme. Sie sang zwei italienischen Arien und das Lied an den Mond aus Antonin Dvoraks Oper „Rusalka“, begleitet von Sara Zimmermann an der Gitarre und von Klaus-Martin Kühn am Flügel.

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Erstellt:
19. Oktober 2021, 14:00 Uhr
Lesedauer:
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